Grimoire #4: Das Foto
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
Auf einer Fahrt durch eine abgelegene Gegend entdeckt ein Reisender die Pension Edelweiß. Er nimmt ein Zimmer, packt seine Sachen aus und macht mit seiner neuen Kamera einige Testaufnahmen. Auf einem der Bilder steht eine Frau im Flur, direkt vor einer verschlossenen Tür. Als er nachsieht, ist niemand dort.
Zunächst sucht er nach einer technischen Erklärung. Doch die Frau taucht erneut auf, diesmal draußen zwischen den Bäumen. Mit bloßem Auge bleibt sie unsichtbar, und auch die Kamera scheint ansonsten einwandfrei zu funktionieren. Während er versucht, die merkwürdigen Aufnahmen zu verstehen, wird aus einer gewöhnlichen Übernachtung ein zunehmend beunruhigendes Erlebnis.
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🎙️ Host: Tim
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00:00:23: Seit dem letzten Ort waren keine Häuser mehr gekommen.
00:00:28: Die Straße führte durch Wald und abgeerntete Felder, und das Radio verlor nacheinander seine Sender bis er das Rauschen abschaltete.
00:00:37: Auf dem Telefon war die Karte noch bis zum Ortsausgang geladen gewesen.
00:00:42: Dahinter führten die blaue Linie über eine graue Fläche was zur Orientierung gerade ausreichte solange man nicht wissen wollte wo man war.
00:00:51: Er hätte die Karten vor der Fahrt herunterladen sollen.
00:00:54: Das fiel ihm auf Reisen meistens an Stellen ein, an denen sich diese Erkenntnis nicht mehr umsetzen ließ und hinterher vergerst er es wieder weil die Karte Danja funktionierte.
00:01:06: Als am rechten Straßenrand ein handbemaltes Schild auftauchte fuhr er zunächst daran vorbei.
00:01:12: Im Rückspiegel konnte er gerade noch Pensionen edelweiß- und zimmerfrei lesen.
00:01:18: Er bremste setzte ein Stück zurück und brug in die Zufahrt ein.
00:01:23: Die Pension lag hinter einer Reihe Fichten, zwei Stockwerke, helle Fassade unter den Fenstern die vertrockneten Reste der Sommerblumen.
00:01:32: Auf dem Kiesplatz stand kein anderes Auto.
00:01:35: Er packte nahe am Eingang und holte die Reisetasche aus dem Kofferraum dazu den Kammerekoffer vom Beifahrersitz.
00:01:42: In einer zerknüllten Tankstellentüte lag noch ein Käsebrötchen – er hatte es am Nachmittag zusammen mit dem Café gekauft und für den nächsten Halt aufgehoben.
00:01:51: Jetzt nahm er die Tüte mit, bevor er den Wagen abschloss.
00:01:55: Im Eingangsbereich roch es nach Möbel, Politur und warmem Café.
00:02:00: Neben dem Gästebuch stand eine Messingglocke.
00:02:03: Er drückte darauf und eine ältere Frau kam aus einem Zimmer hinter dem Empfang Mit gestricktem Schultertuch Und einer Brille an einer dünnen Kette.
00:02:12: Ein Einzelzimmer sei frei Frühstück gebe es ab acht Abendessen in der nebensaison nicht.
00:02:18: Er trug seinen Namen ein, ließ das Feld für das Kennzeichen leer bezahltebar und bekam einen schweren Schlüssel mit Holz ein Hänger.
00:02:26: Die sieben darauf waren in Kanten abgerieben.
00:02:29: Als er schon die Tasche wieder aufgenommen hatte, fiel ihm das Kenn Zeichen ein.
00:02:34: Er setzte sie ab und ergänzte es.
00:02:38: Auf der Treppe standen Pflanzen An den Wänden hingen Landschaftsfotografien Ein See, ein Berggang Fichten im Schnee.
00:02:47: Oben zog sich eine rote Läufer über die Dielen Zimmer.
00:02:50: sieben lag ungefähr in der Mitte des Fluors.
00:02:53: Die Tür gegenüber hatte kein Nummernschild, ein helleres Rechteck zeigte wo es gehangen hatte.
00:02:59: Auch die Klinke fehlte.
00:03:01: Stattdessen hielt einen von außen angeschraubten Riegel die Tür geschlossen.
00:03:05: Links und rechts von dieser Tür lagen die Zimmer acht und zehn.
00:03:09: Dazwischen konnte also durchaus einmal den neuen gewesen sein, die man als Abstellraum benutzte.
00:03:16: Er schloss die Sieben auf.
00:03:20: Eine geblümte Tagesdecke lag auf dem Bett, vor dem Fenster stand ein Schreibtisch mit einem Wasserklaas.
00:03:25: Im kleinen Waschraum tropfte der Hahn gerade unregelmäßig genug dass er immer noch auf den nächsten Tropfen wartete während er die Hände abtrocknete.
00:03:34: Die Nachttischlampe hatte ihren Schalter im Kabel.
00:03:37: Er stellte die Tasche aufs Bett und nahm die Kamera heraus.
00:03:41: Sie war seit wenigen Tagen.
00:03:42: seine unter zwei Tasten lagen dort wobei seinem alten Modell zwei andere gewesen waren.
00:03:47: Seine Finger bedienten zunächst die alte Kamera, dann musste er im Menü zurück und der Neuen erklären was er eigentlich gewollt hatte.
00:03:55: Deshalb fotografierte er seit dem Kauf.
00:03:56: nach dem Einschalten erst einmal Tüchtkanten, Tassen oder Wände.
00:04:01: An einer Tüchtkannte durfte er feststellen dass die Einstellungen noch vom Vorabend stammten.
00:04:07: Bei etwas das ich bewegte war diese Gelegenheit meistens vorbei sobald er sie bemerkte.
00:04:13: Das erste Bild war zu dunkel.
00:04:15: Er erhöhte die Empfindlichkeit und fotografierte den Schreibtisch mit dem Glas noch einmal.
00:04:20: Danach öffnete er die Tür und hielt die Kamera in den Flur, Läufer, Wandlampe – die Tür gegenüber rechts ein Stück Treppe.
00:04:28: Er drückte ab ging zurück und sah beim Schließen der Tür auf das Display wo der Tür gegenüber stand eine Frau.
00:04:36: Eröffnete sofort wieder «der Flur war leer».
00:04:40: Er trat hinaus und sah zur Treppe.
00:04:42: dann zum anderen Ende, wo die Türen zu den übrigen Zimmern geschlossen waren.
00:04:47: Niemand konnte in dieser kurzen Zeit die ganze Treppe hinuntergegangen sein – jedenfalls nicht lautlos!
00:04:52: Er wartete auf Schritte im Erdgeschoss….
00:04:55: Die Wandlampe summte... Als er die Kamera hob stand die Frau noch immer vor der Tür mit dem Kopf etwas zur Seite geneigt und den Händen ineinander gelegt.
00:05:05: Sie trug ein langes schwarzes Kleid.
00:05:07: Die Haare waren nach hinten genommen, an den Händen fiel ihm zunächst nichts auf – so hielt man sie wenn jemand ein Foto machte und man bis zum Auslösen eine Verwendung für sie finden musste.
00:05:17: Das Gesicht war unscharf!
00:05:19: Er vergrößerte.
00:05:20: es bekamen aber keine grüberren Bildpunkte zu sehen aus denen sich Augen-und Mund hätten zusammensetzen lassen.
00:05:27: Auf dem Holz hinter ihr wurden die Maserungen mit einer kleinen Macke neben dem fehlenden Schild deutlicher.
00:05:33: Ihr Gesicht blieb eine blasse Fläche.
00:05:35: Sobald er das Bild verkleinerte, meinte er wieder Augen zu erkennen.
00:05:39: Beim nächsten Vergrößern waren sie weg!
00:05:43: Er machte ein zweites Foto und anschließend ein drittes.
00:05:47: Auf beiden war nur die Tür.
00:05:49: Er ging hinüber und legte den Finger auf den Riegel.
00:05:53: Der Stahl war mehrfach über Strichen an einer Stelle blank gerieben.
00:05:57: Er schob ihn ein paar Millimeter bis er am Holzanschlug und ließ ihn los.
00:06:02: Zurück auf der Bettkante verglicher die Aufnahmen.
00:06:05: Die Belichtungszeit war kurz gewesen, eine Spiegelung kam nicht in Frage und eine Doppelbelichtung hätte er eigens einstellen müssen.
00:06:13: Ob die Kamera das überhaupt konnte, wusste er nicht.
00:06:16: Er hatte sich bisher mit den Funktionen beschäftigt, die er benutzen wollte.
00:06:20: Dass es für die anderen noch mehr Menüseiten gab, hat er beim Blättern gesehen.
00:06:25: Irgendeine davon konnte an sein erstes Bild geraten sein.
00:06:28: Er setzte den Objektivdeckel auf und machte einer Aufnahme.
00:06:32: Schwarz bis auf die Ziffern am Displayrand.
00:06:35: Danach fotografierte er seinen Schuh.
00:06:37: Auch daran war nichts auszusetzen, obwohl der Schuh selbst inzwischen eine Reinigung gebraucht hätte.
00:06:42: Er ließ den Deckel auf dem Bett liegen und blätterte zurück zum Flur.
00:06:46: Das Bild löchte er nicht – falls der Fehler wiederkam würde er dem Händler etwas zeigen wollen.
00:06:54: Beta arse er am Schreibtisch das Brötchen und suchte auf dem Telefon nach dem Kameramodell-und-Bildfehlern.
00:07:00: Die Seite lud nicht.
00:07:01: Das WLAN der Pension war sichtbar, verlangte aber ein Passwort nachdem er unten hätte fragen müssen.
00:07:07: Er saß zur Tür und konnte einfach nach dem Passwort Fragen und die Kamera hier lassen.
00:07:11: Andererseits würde die Frau vermutlich wissen wollen ob er alles gefunden hatte und dann stand er dort mit einer zweiten Frau auf der Speicherkarte und musste entscheiden wie viel davon unter Alles fiel.
00:07:24: Er steckte das Telefon ans Ladegerät.
00:07:26: Auf dem Foto bemerkte er jetzt dass der Kopf der Frau aussah, als würde sie am Objektiv vorbeisehen.
00:07:34: Ihr Kopf war leicht geneigt – ihr Blick dürfte ungefähr dorthin gegangen sein wo seine rechte Schulter gewesen seien musste.
00:07:41: Er erinnerte sich daran die Kamera im Türrahmen gehalten zu haben.
00:07:45: Neben ihm hatte die offene Zimmertür gestanden Sie hätte etwas dahinter sehen können vielleicht die Tagestecke oder den Schrank Falls die Tür weit genug aufgegangen war.
00:07:54: Auf der Aufnahme lag diese Seite außerhalb des Bildes.
00:07:58: Er versuchte sich die Stellung der Kamera vorzustellen, ihren Abstand von seinem Gesicht – die Breite des Flurs.
00:08:03: Dabei richtete er sich auf und nahm dieselbe Haltung noch einmal einen ohne hinauszugehen.
00:08:09: Mit dem Kamerariemen am Hals stand er zwischen Bett und Schrank und blickte auf seine eigene Schulter.
00:08:14: Er ließ die Kamera sinken.
00:08:16: Beim Auspacken fand er im Schrank keinen Bügel und hängte das Hemd für den Morgen über den Stuhl.
00:08:21: Er putzte die Szene, stellte den Wecker und öffnete gegen halb zehn das Fenster.
00:08:26: Die Fichten standen dicht am Haus.
00:08:28: Weiter hinten hingen etwas Helles zwischen den Stämmen, gleich Nebel.
00:08:32: Im Glas spiegelte sich die Deckenlampe, erschaltete sie aus und der Wald rückte bis an die Fensterbank heran.
00:08:39: Einzelne zwei geließen sich jetzt vor dem blassen Himmel erkennen – er hatte seitdem Kauf noch keine längere Belichtung gemacht.
00:08:45: Die Fensterbank war breit genug um die Kamera darauf zu stellen und erschob den Vorhang bei Seite damit der Stoff nicht ins Bild hing.
00:08:52: Während der Aufnahme stand er daneben und hörte dem Wasserhahn zu.
00:08:57: Das Display blieb einen Moment schwarz, dann erschienen die Stämme das schmale Stück Himmel und zwischen zwei Fichten dieselbe Frau.
00:09:05: Sie stand weiter entfernt als im Flur den Kopf wieder etwas geneigt.
00:09:09: Das Kleid verlor sich um dunklen Unterholz – ihr Gesicht war der hellste Punkt im Bild!
00:09:15: Mit bloßem Auge sah er an der Stelle nur die Lücke zwischen den Stämmen.
00:09:19: Er beugte sich aus dem Fenster bis er die kalte Kante unter den Handflächen spürte.
00:09:23: Die Lücke bliebe leer.
00:09:26: Ein Fehler im Sensor hätte immer an derselben Stelle gesessen.
00:09:29: Auch eine alte Aufnahme, die irgendwie über die Neue geraten war, hätte dieselbe Größe behalten müssen.
00:09:35: Diese Frau stand zwischen den Bäumen in einer Entfernung, die zum Wald gehörte.
00:09:39: Er zog die Kamera von der Fensterbank, schloss das Fenster und die Vorhänge.
00:09:44: Er ist danach.
00:09:44: viel ihm auf, dass er keine zweite Aufnahme gemacht hatte.
00:09:47: Sein Daumen fuhr über die geriffelte Kante des Einstellrats ohne es zu drehen.
00:09:52: Dann schluss er die Zimmertür ab!
00:09:54: Er schaltete die Kamera aus und wieder ein, beide Bilder waren noch da.
00:09:59: In einem Herstellerforum würde vielleicht jemand bereits beschrieben haben was er jetzt sah und darunter stünde eine Versionsnummer, die man nur vergleichen musste.
00:10:07: Er suchte im Menü die Firmware und fand eine Reihe Ziffern.
00:10:10: Er konnte sie sich nicht merken, nahm das Telefon vom Ladegerät und schrieb sie in die Notizen.
00:10:16: Dabei sah er wie spät es war – noch keine Zehen!
00:10:20: Bis zur nächsten Ortschaft konnte er es schaffen….
00:10:22: Den Schlüssel konnte er auf den Dresen legen.
00:10:25: Mit dem Zettel daneben, das er das Zimmer bezahlt hatte und trotzdem gefahren war, wurde man morgens etwas anfangen können.
00:10:31: Er begann den Zettl im Kopf zu formulieren und kam bis zum Trotzdem.
00:10:35: Die Bilder wollte er darin nicht erwähnen.
00:10:38: Er steckte das Telefon wieder ans Ladegerät und zog die Reisetasche zu sich.
00:10:43: Er packte das Hemd wieder ein, das Brötchenpapier stopfte er in die Tankstellentüte – den Schlüssel nahm er vom TÜCH!
00:10:50: Erst beim Griff zur Tür fiel ihm auf, dass die Kamera noch an seinem Hals hing.
00:10:54: Er hatte vor gehabt sie in den Koffer zu legen.
00:10:57: Jetzt behielt er sich vor der Brust und drehte den Schlüssel.
00:11:00: Der Flur lag genauso da wie vorher Die Wandlampe, der Läufer, der Riegel gegenüber.
00:11:06: Bevor er hinausdraht hob er die Kamera Und machte noch ein Foto.
00:11:11: Auf dem Display sah ja die offene Tür zum Zimmer Sieben.
00:11:15: Darin stand einen Mann mit einer Kamera vor dem Gesicht.
00:11:18: Hinter ihm lag die Reisetasche auf dem Bett.
00:11:20: Das Hemd hing halb heraus.
00:11:23: Er ließ die Kamera sinken, der Mann war er selbst gewesen gerade eben auf der anderen Seite des Flurs.
00:11:30: Seine rechte Wade stieß gegen etwas hartes.
00:11:33: Er fuhr mit der freien Hand hinter sich und ertastete eine Wand rauf verputzt und kalt.
00:11:39: Das Bett war weg.
00:11:40: auch der Schrank und der schmale Waschraum fehlten.
00:11:43: Er stand in einem dunklen Zimmer vor einer geschlossenen Tür.
00:11:47: Eine Zeitlang sei er auf seiner Hand am Putz.
00:11:49: seine Finger waren hell genug um sie zu erkennen.
00:11:52: Er drückte sie stärker gegen die Wand und spürte die Körnung unter der Haut.
00:11:57: Am Hals zog der Kamerarieben, er hatte den Schlüssel noch in der anderen Hand mit dem Holzanhänger zwischen den Fingern und versuchte ihn an der Tür ins Schloss zu stecken.
00:12:05: Dort war kein Schloss – weiter unten gab es ein rundes Loch etwa so groß wie eine Münze.
00:12:11: Er fuhr darüber, fanden zwei Schraubenlöcher und den dunklen Umriss eines Beschlags.
00:12:16: Die Klinke war herausgenommen worden!
00:12:19: Er stieß mit der Schulter gegen die Tür, etwas klapperte auf der anderen Seite.
00:12:23: Danach war der Riegel wieder still.
00:12:25: Das Display beleuchtete neben seinem Arm eine kleine Neuen, die mit Bleistift auf das Holz geschrieben war.
00:12:32: Er drückte den Griff der Kamera gegen die Türe und stieß noch einmal dagegen diesmal mit dem ganzen Gewicht.
00:12:37: durch das runde Loch kam ein schmaler Lichtkegel.
00:12:40: als er sich hinunterbeugte konnte er quer über den Flur in sein Zimmer sehen.
00:12:44: Die Lampe brannte, die Tasche lag noch auf dem Bett.
00:12:49: Er rief nach der Frau vom Empfang, schlug mit der Handfläche gegen die Tür und wartete.
00:12:53: Sein Ruf klang kurz und stumpf.
00:12:55: Er legte das Ohr ans Holz – kein Schritt auf der Dröppe!
00:12:59: Er schluck mit dem Schlüssel auf die Stelle hinter der der Riegel sitzen musste.
00:13:03: Der Holzanhänger drafte einen kleinen Finger.
00:13:05: Er klemmte ihn in die Faust und schlugg weiter bis die Haut über einem Knüschel aufging.
00:13:10: Er versuchte den Schlüssel durch das Loch zu schieben um den Riegl von unten zu erreichen.
00:13:15: Der Anhänger passte nicht hindurch.
00:13:17: Er drehte den Ring zwischen den Fingern und fand den Anfang der Spirale, bekam den Fingernagel darunter und zog den Schlüssel heraus.
00:13:25: Mit dem halben Schlüsselbad auf der anderen Seite tastete er am Holz entlang – zu kurz!
00:13:31: Auch zwischen Tür- und Rahmen kam er nicht weit genug.
00:13:34: Er hatte den Holzanhänger noch in der Faust als er sich wieder vor das Loch beugte.
00:13:38: Seine Reisetasche war kaum drei Meter entfernt.
00:13:41: Wenn er den Kopf ein wenig drehte, sei ja auch die offene Tür.
00:13:44: Die er nur hätte durchqueren müssen!
00:13:47: Dann trat die Frau im schwarzen Kleid aus Zimmer sieben.
00:13:52: Er presste das Gesicht so dicht an das Loch dass die Holzkante über seinen Wangenknochen schabte.
00:13:57: Sie kam auf ihn zu jetzt zwar ihr Gesicht zu erkennen Schmal mit Linien um den Mund Über einem Auge eine helle Braue.
00:14:03: Er konnte ja Alter nicht bestimmen.
00:14:05: Kurz dachte er wenn er sich jetzt fotografierte würde er später etwas haben Dass man herum zeigen konnte.
00:14:11: Seine Hand hob bereits die Kamera, aber vor dem Loch war es dunkel geworden.
00:14:16: Er hörte ein leises Schaben und dann rüttelte jemand von außen am Regel.
00:14:20: Seine Schulter bewegte sich mit der Tür – er rief!
00:14:23: Die Tür drückte gegen ihn und blieb dort bis das Metall noch einmal klapperte.
00:14:28: Durch das Loch fiel wieder Licht.
00:14:30: Die Frau ging zur Treppe.
00:14:32: Er sah ihre Hände nur kurz bevor sie sich von ihm abwandte.
00:14:35: Sie hielt sie nicht mehr zusammen.
00:14:37: Er setzte sich auf den Boden und zog dabei den Kameraremen über den Kopf.
00:14:41: Die Kamera lag zwischen seinen Knien.
00:14:44: Auf dem letzten Bild stand er weiterhin in der offenen Tür zu Zimmer sieben, die Kamera vor dem Gesicht mit dem Hemd und der Tasche hinter sich.
00:14:52: Am Rand waren der Innenputz und ein Streifen von der Tür zu sehen, hinter der er jetzt saß.
00:14:57: Das Foto war von hier aus gemacht worden.
00:15:00: Er sah sich das Bild so lange an bis das Display ausging.
00:15:03: Als er auf die Taste drückte kam es wieder unverändert.
00:15:07: Er schaltete den Blitz zu und drehte das Gerät, bis das Objektiv auf ihn zeigte.
00:15:12: Mit der verletzten Hand hielt er den Riemen an der Brust fest.
00:15:16: Er streckte den anderen Arm aus und suchte den Auslöser.
00:15:19: Beim ersten Versuch fand sein Finger ihn nicht – er tastete sich an der Kante entlang und drückte.
00:15:25: Seine blutige Hand war scharf auch der Rieman vor seiner Brust und die einzelne helle Naht am Kragen.
00:15:31: Er vergrößerte das Bild um die Augen zu finden.
00:15:34: Das Gesicht wurde größer ohne deutlicher zu werden.
00:15:37: Beim Verkleinern glaubte er kurz, seinen Mund zu erkennen.
00:15:40: Beim nächsten Vergrößern wardert wieder nur die blasse Fläche.
00:15:44: Er hielt das Bild groß.
00:15:46: Mit der freien Hand begann er erneut an die Tür zuschlagen.
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