#003: Mayhem - Asche. Blut. Metall
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
Am 10. August 1993 wird Øystein Aarseth, besser bekannt als Euronymous, tot in einem Treppenhaus in Oslo gefunden. Der Gitarrist von Mayhem hatte die norwegische Black-Metal-Szene entscheidend mitgeprägt. Sein Mörder stammt aus demselben Umfeld.
Wir gehen zurück zu den Anfängen von Mayhem und einer Musikszene, die über Briefe, Fanzines und Kassetten zusammenwuchs. Wir erzählen von Per Yngve "Dead" Ohlin, dem Plattenladen Helvete, dem sogenannten Inner Circle, den Kirchenbränden und dem Konflikt zwischen Euronymous und Varg Vikernes. Dabei unterscheiden wir zwischen belegbaren Ereignissen, Aussagen der Beteiligten und Legenden, die bis heute weitergetragen werden. Auch die Entstehung von "De Mysteriis Dom Sathanas" und die Geschichte von Mayhem nach 1993 gehören dazu.
⏱ Kapitel
00:00 Opening: Tøyengata 40 B
01:30 Intro & Begrüßung
05:42 Die Geburt einer Szene
11:00 Dead und die Ästhetik des Todes
20:18 Der Inner Circle und Helvete
27:14 Feuer und Flamme – Die Kirchenbrände
34:22 Talk
40:19 Mord in Oslo – Der Tod von Euronymous
47:18 Nach dem Chaos – Die Folgen
54:08 snacks.fm – Fünf kuriose Fakten
56:25 Outro: Was vom Lärm bleibt
📚 Quellen & Literatur
Arnopp, Jason (1993): „We Are But Slaves of the One with Horns“. In: Kerrang!, Nr. 436, März 1993.
Campion, Chris (2005): „In the Face of Death“. In: The Observer / The Guardian, 20. Februar 2005. Interviews mit Mayhem-Mitgliedern und Personen aus ihrem Umfeld.
Doran, John (2014): „It's Not Easy Listening: Thirty Years of Pure Fucking Mayhem“. In: The Quietus, 10. April 2014. Interview mit Jørn „Necrobutcher“ Stubberud.
Eidsivating lagmannsrett (1994): Urteil vom 16. Mai 1994 im Strafverfahren gegen Varg Vikernes und Snorre Westvold Ruch. Aktenzeichen 93-02768M.
Elliott, Paul (1994): „Black Metal Court Report – The Killer Cracks!“. In: Kerrang!, Nr. 494. Zeitgenössischer Bericht über den Mordprozess.
Gaare, Gorm K. (2023): „Sendte død mus i jobbsøknaden“. Nasjonalbiblioteket, 10. Juni 2023. Über Per Yngve Ohlins Brief an Jon „Metalion“ Kristiansen.
Hartmann, Graham (2019): „Mayhem's Necrobutcher: I Planned to Kill Euronymous Myself“. In: Loudwire, 16. Oktober 2019.
Heavy Consequence (2019): Interview mit Jørn „Necrobutcher“ Stubberud über Euronymous, die Ereignisse von 1993 und seine damaligen Mordabsichten.
Isten (1993): Interview mit Øystein „Euronymous“ Aarseth. Finnisches Fanzine, Nr. 6; Gespräch aus dem Jahr 1992.
Kelly, Kim (2017): „Read Thurston Moore's In-Depth Interview with Black Metal Icon Necrobutcher“. In: VICE / Noisey, 6. Februar 2017.
Mayhem (1987): Deathcrush. EP. Posercorpse Music.
Mayhem (1993): Live in Leipzig. Livealbum. Obscure Plasma Records.
Mayhem (1994): De Mysteriis Dom Sathanas. Studioalbum. Deathlike Silence Productions.
Mayhem (2026): Liturgy of Death. Studioalbum. Century Media Records, veröffentlicht am 6. Februar 2026.
Mills, Matt (2020): „Aggression, but Also Fragility: How Norwegian Black Metal Grew Up“. In: The Guardian, 2. September 2020.
Moynihan, Michael; Søderlind, Didrik (1998): Lords of Chaos: The Bloody Rise of the Satanic Metal Underground. Feral House.
Nasjonalbiblioteket (2023): Dårlig stemning: Lyden av følelser i norsk svartmetall. Ausstellung, Sammlungsmaterialien und Podcastbeiträge zur Geschichte des norwegischen Black Metal.
Nasjonalbiblioteket (2023): „Pelle Ohlin – mobbeofferet som ville bli blackmetallstjerne“. Podcast Gamle greier.
Stubberud, Jørn „Necrobutcher“ (2016): The Death Archives: Mayhem 1984–94. Ecstatic Peace Library. Erstausgabe.
Tønder, Finn Bjørn (1993): „Vi tente på kirkene“. In: Bergens Tidende, 20. Januar 1993.
Åkerlund, Jonas (Regie) (2018): Lords of Chaos. Spielfilm.
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🎙️ Hosts: Svea & Tim
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00:00:03: Am Morgen des zehnten August, nineteenhundertdreiundneunzig liegt ein Mann im Treppenhaus eines Wohnhauses in Oslo.
00:00:12: Er ist zwanzig Jahre alt und trägt nur Unterwäsche.
00:00:16: Sein Körper weist zahlreiche Stichverletzungen auf.
00:00:19: die Wohnung aus der er wenige Stunden zuvor gekommen ist, liegt weiter oben im Gebäude.
00:00:25: Seine Name?
00:00:27: Östin Arsett.
00:00:29: Wer sich Anfang der neunziger im europäischen Metal Underground bewegt kennt ihn allerdings unter einem anderen Namen.
00:00:36: Euronymous.
00:00:38: Er spielt Gitarre bei Mayhem, betreibt das Label Death Like Silence Productions und hatte bis vor wenigen Monaten einen Plattenladen in Oslo.
00:00:47: Helvete hieß der Laden, in dem Musiker Platten kauften, Kassetten tauschten, herumhängen und darüber diskutierten wie Black Metal eigentlich zu klingen und auszusehen hatte.
00:00:57: Asit gehört zu den Menschen die auf diese Frage besonders entscheidende Antworten geben.
00:01:03: Nun liegt er tot in seinem eigenen Treppenhaus.
00:01:06: Was in dieser Nacht passiert ist, wird die Polizei rekonstruieren können?
00:01:11: Schwerwiegender erscheint eine andere Frage – wie ist aus einer kleinen Musik-Szene innerhalb weniger Jahre ein Umfeld geworden, indem Pose, Überzeugung und tatsächliche Gewalt kaum noch sauber voneinander zu trennen sind?
00:01:25: Willkommen bei Radio Obskura!
00:01:50: Schön dass ihr eingeschaltet habt beim Podcast über Creatures Crime & Mystery.
00:01:54: Wir erzählen von Geschichte, Gegenwart und Grenzbereichen.
00:01:58: Marial mal unerklärlich!
00:01:59: Vom Meeresgrund bis zur Umlaufbahn vom Labor bis zur Legende.
00:02:03: wir fragen was passiert ist und was davon bleibt?
00:02:06: Wir sind Tim und Svea.
00:02:08: Und heute geht es nach Norwegen.
00:02:12: Du warst ja schonmal in Norwegen.
00:02:13: In Nord-Norwegen hattest du uns in der Terrorfolge erzählt Hattest tu das Gefühl dass sich dort alles nach Metal anfühlt im Wald.
00:02:22: Ich würde tatsächlich schon sagen, dass das ein großes Thema da spielt.
00:02:25: Auch selbst im Radio läuft viel Rock-Metal also generell härtere Musik.
00:02:31: Also Popkultur bewegt sich eher in dem Genres wie Metal und es ist natürlich viel düsterer.
00:02:36: Das muss man schon sagen.
00:02:37: Dadurch, dass es so tiefe Wälder gibt und eine mächtige Natur, finde ich passt das schon ganz gut irgendwie.
00:02:43: Aber ich war auch tatsächlich in Oslo.
00:02:44: Also Oslo habe ich auch in diesem Sinne erlebt, dass ich mir zumindest was darunter vorstellen kann, die sie da so rumgelaufen sind In ihrer Szene.
00:02:52: Ich war noch nie in Norwegen oder Skandinavien generell, aber wo du es schon sagst mit dieser Natur ist ja das klassische Klischee von ich glaube jeder Band egal ob sie aus Norwegen kommt oder nicht.
00:03:02: soweit die Black Metal machtes muss ein Musikvideo in einem Wald spielen.
00:03:06: und als das Internet noch ein Kind war sozusagen da gab's Drollkotze hießen die glaub ich Wenn ich mich nicht irre, das ist toll kurz zu warten.
00:03:15: Auch so ein Waldmusikvideo war viral damals.
00:03:17: Das erste virale Video, dass ich als Jugendlicher mitbekommen habe und es war auch wirklich so eine Qualität, als hättest du mit einem ... das ist vielleicht keine Werbung machen oder so einen richtigen alter Handyknochen auf dem man Snake spielen konnte, als hätte man damit filmen können.
00:03:29: die Qualität damals.
00:03:30: Es fand ich sehr interessant.
00:03:32: Aber das war ja auch schon dann in einer Zeit wo das was wir heute besprechen schon längst passiert war.
00:03:38: Wo dann die Szene, da kommen wir gleich darauf zurück.
00:03:41: Ihren Ruf weg hatte!
00:03:42: Das heißt meine Eltern hätten es wahrscheinlich nicht okay gefunden, dass ich heimlich drollkotze gucke.
00:03:48: Ja das kann ich verstehen... Aber du hast sowas gar nicht wahrscheinlich?
00:03:52: Nee also ich glaube es gehört zu jeder Pubertät dazu, dass man mal ein bisschen musikalisch sich ausprobiert.
00:03:58: aber ich habe das Kapitel Black Metal und so sehr schnell abgeschlossen muss ich sagen auch wenn's mystisch ist irgendwie ein bisschen too much für meinen Geschmack.
00:04:06: Damals hätte ich wahrscheinlich die Texte auch gar nicht verstanden.
00:04:10: Aber da ich dann mit meiner erste Band gegründet, mit dreizehn, vierzehn ... Das war einfach irgendwie so cooler Punkrock, den man machen kann.
00:04:19: Wo rüber regen sich dreizehn Jahre Punks auf?
00:04:21: Die bezahlen ja keine Steuern also die Mehrwertsteuer mehr ist es dann gar nicht.
00:04:26: Ich kann nicht wählen über wen soll ich mich aufregen außer über.
00:04:30: Ich musste zwanzig Uhr zu Hause sein und nicht mal das musste ich.
00:04:33: Ich hatte voll die gute Kindheit, ich hatte nichts um mich zu beschweren aber man war ja trotzdem irgendwie cool dagegen.
00:04:39: Und dann kam aber irgendwann dieser Metal Hype mit Linkin Park waren ganz neu, System of a Down, Slipknot natürlich, Limp Biscuits wie sie alle hießen damals.
00:04:54: Das war ein Riesending Anfang der Zwei Tausende.
00:04:56: Manchere bisschen härter, manche bisschen radio tauglicher.
00:05:00: Und über dieses Slipknot-Zorg sind wir dann, da haben wir geguckt so es geht bestimmt noch krasser und noch härter.
00:05:05: Wir haben dann auch härtere Kramen gefunden und wie gesagt gerade unsere Band gegründet, dachten wir lassen sie richtig böse Evil Metal sein.
00:05:13: aber der tiefste Akkord den wir kannten weil wir wussten nicht ob ein Gitarren runter stimmen kann war E-Moll.
00:05:18: und dann haben wir einfach nur E-moll gespielt und böse Sachen gesagt dass unsere Lehrerin Dorf ist oder sowas.
00:05:22: das war unser Black Metal damals.
00:05:24: Und wenn wir gleich hören, dass die Gründe von Mayhem auch so alt waren wie wir damals als sie Mayhem gegründet haben.
00:05:30: Dann muss ich sagen dann hilft Norwegen scheinbar doch im Gegensatz zu Leipzig deutlich mehr um eine Band zu gründen, die ja nennen wir es mal ganz neutral Geschichte schreiben wird.
00:05:53: Jürgen Stuberuth, Bass und Geethil Mannheim Schlagzeug.
00:05:57: Aset nennt sich bald Euronimus.
00:05:59: Stuberut wird zu Negro Butcher den Namen Mayhem übernehmen sie von Venom genauer gesagt vom Song Mayhem with Mercy.
00:06:08: Venom ist für die drei ohnehin ein wichtiger Bezugspunkt.
00:06:12: Zwei Jahre zuvor hat die britische Band einen Album veröffentlicht dessen Titel später einer ganzen Musikrichtung den Namen geben wird Black Metal.
00:06:21: Dazu kommen Motorhead, Hellhammer beziehungsweise später Celtic Frost und andere Bands aus einem internationalen Underground in dem Geschwindigkeit Verzerrung und schlechte Produktionsbedingungen durchaus gewollt sind.
00:06:35: Sie gehören praktisch zum Konzept.
00:06:38: Negro Butcher beschreibt diese Anfangszeit Jahrzehnte später erstaunlich unromantig.
00:06:44: Im Jahr bei Wise veröffentlichten Gespräch mit First and More erzählt er allerdings auch, wie überzeugt sie schon nach der ersten Probe von der Sache waren.
00:06:54: Sie hätten sofort geglaubt, irgendwann eine riesige Band zu werden!
00:06:57: Was zunächst einmal bedeutete, dass die drei Jugendlichen in Langhus darüber nachdenken mussten, wie ihre Post aussehen sollte….
00:07:05: Mayhem mieten ein eigenes Postfach am Bahnhof von Langhus, Nummer seventy-fünf und lassen sich einen Stempel mit Bandname und Adresse anfertigen.
00:07:15: Negro Butcher erinnert sich in The Dev Archives das sie sogar Schriftarten verglichen bevor Sie sich entschieden.
00:07:22: Das klingt nach einem überraschend bürokratischen Beginn für eine Band die wenige Jahre später vor allem mit Blut Schweineköpfen und brennenden Kirchen verbunden werden wird ergibt innerhalb des damaligen Undergrounds aber vollkommen Sinn Denn das Postfach ist ihre Verbindung nach draußen.
00:07:38: Extreme Metal funktioniert Mitte der Achtziger zu einem erheblichen Teil über Briefe, Fernsehens und kopierte Kassetten.
00:07:46: Musiker schreiben einander, tauschen Demos, schicken Adressen weiter und bestellen Veröffentlichungen direkt bei den Bands.
00:07:52: Eine Aufnahme muss dafür weder in einem Laden stehen noch von einem größeren Label vertrieben werden.
00:07:58: Jemand braucht nur eine Kassette und die Adresse des nächsten!
00:08:02: In den vergangenen Jahren, in der es sich um die Stoffe geholfen hat, war das nicht so.
00:08:09: Die Aufnahme ist der Adro, dass das britische Magazin Metal Forces in seiner Besprechung nicht einmal erkennt, was überhaupt Gesang vorhanden ist.
00:08:18: Necrobudger erinnert sich im Gespräch mit First and Muhr an die Beschreibung eines tiefen Geräuschs des Ehe wie ein Furz unter dem Bassklingel.
00:08:30: Denn eine andere Gruppe sei im selben Heft lediglich mit ZZZZ abgefertigt worden.
00:08:36: Im direkten Vergleich fühlte sich Mayhem damit offenbar schon recht ordentlich bewertet!
00:08:41: Ein anderes Fansin wird für ihre Verbreitung aber wichtiger, nachdem das Slayer-Magazine über Mayhem berichtet und sinngemäß ankündigt mayhem expect mail landen tatsächlich immer mehr Briefe in Postfach.
00:08:53: Nummer seventyfünf.
00:08:55: Herausgeber des Fansins ist John Christiansen, besser bekannt als Metallion.
00:09:01: Der über Jahre zu einer zentralen Figur des internationalen Extreme Metal Tape Dreadings wird.
00:09:07: Damit wächst Mayhems Reichweite weit bevor irgendjemand außerhalb dieses Underground auch nur ansatzweise einen Grund hat sich für diese Band überhaupt zu interessieren.
00:09:27: Selbst dabei läuft nicht alles exakt nach Plan.
00:09:30: Das eigentlich rote Cover kommt wegen eines Druckfehlers Pink aus der Produktion!
00:09:35: Mayhem beöffentlicht die Platte trotzdem.
00:09:38: Musikalisch wird die Richtung klarer, es geht nicht darum besonders sauber oder technisch perfekt zu sein.
00:09:44: Mayhem wollen härter schneller und unangenehmer klingen als vieles von dem was sie selbst hören.
00:09:50: Necrobudger beschreibt Death Crush rückblickend sogar eher als aggressive Punk-Platte, als das was man heute selbstverständlich unter norwegischem Black Metal versteht.
00:09:59: Eine Szene die man aus dem Jahr ist, die man in den letzten Jahren nicht wirklich als Fertig bezeichnen kann.
00:10:05: Es gibt Mayhem!
00:10:06: Es gibt Kontakte nach Schweden, England, Deutschland und in anderen Ländern.
00:10:10: Es sind Fansines, Demos, Briefe und Musiker, die sich gegenseitig immer extremere Platten zuschicken.
00:10:17: Aber der norwegische Black Metal, über den wenige Jahre später Zeitungen berichten werden ist zu diesem Zeitpunkt noch kein geschlossenes Umfeld mit gemeinsamen Treffpunkten, Symbolen oder einer eigenen öffentlichen Identität.
00:10:30: Auch Mayhems Besetzung bleibt nicht lange dieselbe.
00:10:33: Kjätil Marnheim verlässt die Band.
00:10:35: longsword-eighthundachtzig ersetzt Jan Axel Blomberg ihn als neuer Schlagzeuger und nennt sich fortan Hellhammer.
00:10:42: Wurz darauf stößt auch ein neuer Sängern zur Band!
00:10:45: Ein neunzehnjähriger Schwede, der zuvor bei Morbid gesungen hat und schon vor seinem Umzug nach Norwegen einen Namen benutzt, der beim Mayhem bald weit mehr sein wird als nur ein Pseudonym.
00:10:55: Per Ingve-Olin nennt sich Dad.
00:11:01: Per Ingeve-Olin wird am sechzehnten Januar in Späten geboren und wächst in Wester Harninge südlich von Stockholm auf.
00:11:10: Familie und Freunde nennen ihn Pelle.
00:11:12: Ein Ereignis aus seiner Schulzeit taucht später in fast jeder Biografie über ihn auf.
00:11:17: Sein Bruder Anders Olin berichtet, dass Pelle von anderen Jugendlichen so schwer geschlagen wird, das seine Milz reißt und er ins Krankenhaus kommt.
00:11:26: Die norwegische Nationalbibliothek greift den Vorfall im Jahr für ihre Ausstellung Dörlix-Demning und eine Folge ihrer Reihe Gommelgräer über Olin auf und beschreibt ihn als schweres Trauma.
00:11:40: Seine Stiefmutter, eine Krankenschwester findet ihn laut dieser Schilderung ohne Puls und beginnt mit der Wiederbelebung bis der Rettungswagen eintrifft.
00:11:49: Olin überlebt und soll nach dem Erwachen im Krankenhaus beschrieben haben wie es gewesen sei in den Tod hinüber zu gleiten.
00:11:58: Als Jugendlicher bewegt er sich bereits am schwelischen Extreme Metal Underground und singt bei Morbid.
00:12:04: Im Dezember die Band das Demo December Moon auf.
00:12:09: Im selben Jahr schreibt Olin an, Metallien.
00:12:13: Er beginnt denkbar knapp.
00:12:15: I am dad!
00:12:16: Ich bin
00:12:17: dad!".
00:12:18: Der Brief befindet sich heute im Bestand der Norwegischen Nationalbibliothek und war in its Black Metal-Ausstellung zu sehen.
00:12:26: Darin schreibt olin metallian auch von einem Paket das er an Mayhem geschickt habe.
00:12:31: Darinnen eine Demoaufnahme und einer gekreuzigte tote.
00:12:34: Maus Necrobudger erinnert sich im Interview mit The Quietes ebenfalls an den Kontakt aus Schweden.
00:12:42: Metallien habe Olin vermutlich erzählt, dass Mayhem einen neuen Sänger suchten.
00:12:47: Olin schrieb der Band, kündigte an Morbitt zu verlassen und suchte eine neue Gruppe.
00:12:57: Mit Dad am Mikrofon verändert sich Mayhem nicht nur musikalisch vor allem verändert sich wie die Band auf der Bühne aussieht.
00:13:05: Spaßweise Gesichtsbemalung ist zu diesem Zeitpunkt natürlich nichts Neues.
00:13:09: KISS, Alice Cooper und King Diamond waren lange Formayhem auf die Idee gekommen dass ein bemaltes Gesicht unter Bühnenlicht durchaus cool erwirken könnte.
00:13:19: Dad verfolgt allerdings ein anderes Ziel.
00:13:22: Nick Robacher beschreibt das Zwei-Tausendfünf gegen Über The Observer.
00:13:27: That actually wanted to look like a corpse?
00:13:30: He didn't do it to look cool!
00:13:33: Dad wollte tatsächlich wie eine Leiche aussehen Nicht einfach düster, dämonisch oder spektakulär.
00:13:39: Wie eine Leiche!
00:13:41: Necrobacha erinnert sich sogar daran das Olin Flüssigkeit Malte die ihm aus der Nase lief.
00:13:46: Das Ergebnis sollte ausdrücklich nicht schön aussehen.
00:13:49: Das später so typische Corpse Paint bekommt bei Dad damit eine ziemlich wörtliche Bedeutung.
00:13:55: Auch bei seiner Kleidung betreibt er entsprechenden Aufwand.
00:13:59: Hellhammer erzählt in einem Interview mit Dimitri Basik, der hat seine Bühnenkennung vor Auftritten im Boden vergraben damit sie anfing zu verrotten und nach Erderoch.
00:14:10: Einmal habe er sogar darum gebeten selbst eingegraben zu werden damit es eine Hautblasser werde.
00:14:15: Man muss bei solchen Erinnerungen Jahrzehnte später natürlich grundsätzlich vorsichtig sein.
00:14:20: In diesem Fall passen die Aussagen der Bandmitglieder allerdings ziemlich gut.
00:14:23: zudem was auch Fotos Briefe und Urliens eigene Äußerungen zeigen.
00:14:28: Dad hat erheblichen Aufwand betrieben, um auf der Bühne nicht einfach geschminkt sondern körperlich verändert zu wirken.
00:14:35: Tierkadaver gehörten ebenfalls dazu.
00:14:38: Schweineköpfe werden vor der Büne auffällig gesetzt, tote Vögel tauchen in verschiedenen Erinnerungen aus dieser Zeit auf.
00:14:45: Nur sollten mir daraus nicht nachträglich die Einzelleistung eines genialistischen Horror-Künstlers machen!
00:14:51: Negro Butcher sagt, dass Mayhem bereits mit toten Tieren auf der Bühne experimentiert.
00:15:00: Dad übernimmt diese Idee nicht – er treibt sie lediglich weiter und bei ihm reicht das schließlich bis zum eigenen Körper.
00:15:07: Negro Butcha erinnert sich im selben Interview an ein Konzert, bei dem dad eine zerbrochene Cola-Flasche benutzt und sich am Abend so schwer verletzt, dass er zunächst von der Büne muss!
00:15:17: Man verbindet die Wunde notdürftig mit Isolierband, danach kommt er für den letzten Song zurück.
00:15:22: Die Geschichte übersitzt noch einen kleinen Nachsatz der in der späteren Legende meistens verloren geht.
00:15:28: Dad glaubt, die Leute im Publikum würden gehen bei sie von dem Anblick angestoßen sein.
00:15:34: Nicrobacha sagt, Sie mussten ihren letzten Zug erwischen!
00:15:37: Es ist eine erstaunlich banale Erklärung an einer Geschichte, die später fast nichts Banales mehr hat... In den letzten Jahren fährt Mayhem erstmals für mehrere Konzerte durch Europa.
00:15:49: Die Band spielt in Deutschland und in der Türkei.
00:15:52: Am XXI.
00:15:53: November steht sie im Eiskeller in Leipzig auf der Bühne, ein einfacher Kassettenrekorder läuft mit.
00:15:59: Nicrobacca beschreibt diese Aufnahme später selbst als Technik ziemlich miserabel – genau sie wird in die Zeit von deiner Zeit in Leibzig veröffentlicht.
00:16:11: Für diese Mayhem-Besetzung ist sie eines der wichtigsten erhaltenen Dokumente, weil Dad hier nicht nur auf Fotos zu sehen oder in Erinnerungen anderer Menschen vorhanden ist.
00:16:20: Man kann ihn hören!
00:16:22: Nach dieser Tour verschlechtert sich sein Zustand nach Nekrobudger's Erinnerung deutlich.
00:16:27: Im Quietest Interview sagt er, dad sei nach der Rückkehr in eine Depression geraten.
00:16:32: Dann formuliert er es noch deutlicher He was suicidal all the time?
00:16:38: Er sei die ganze Zeit suizidal gewesen.
00:16:42: Dad und Euronimus wohnen zu dieser Zeit im Haus der Band in Corkstad.
00:16:47: Nicrobudger berichtet gegenüber Dope-Server, Euronymous habe versucht dad psychisch zu provozieren.
00:16:53: Er habe ihm Dinge gesagt wie We don't like you You should kill yourself.
00:16:58: Bemögen dich nicht Du solltest dich einfach umbringen.
00:17:00: Das ist Nicrobudschers Erinnerung, vierzehn Jahre nach Orleans Tod.
00:17:06: Wir können natürlich nicht rekonstruieren, wie häufig solche Sätze fielen.
00:17:09: In welchem Ton sie gesagt wurden oder wie das sie
00:17:11: wahrnahm.".
00:17:12: Das Negro-Budger hat das Verhältnis zwischen den beiden als zunehmend schlecht beschreibt steht allerdings auch in seinen anderen späteren Interviews.
00:17:21: Am achten April, nineteenhundert und neunundneinzig nimmt sich Per Ingber-Olin im Haus in Corkstad das Leben.
00:17:28: er ist zwanzig Jahre alt.
00:17:31: vor seinem Tod verletzt er sich mit einem Messer und erschießt sich anschließend mit einer Schrotflinte.
00:17:36: Olin hinterlässt einen Abschiedsbrief.
00:17:38: Seine bekannteste Zeile steht gleich am Anfang.
00:17:44: Entschuldigt das ganze Blut.
00:17:48: Und dann trifft Aset eine Entscheidung, die zum Bruch mit seinem alten Freund Nicrobacha führt.
00:17:53: Er fotografiert den Körper bevor liebe Hörden verständigt werden.
00:17:57: Ich dachte, hast du es gelöst?
00:18:08: Was meinst du cool?
00:18:09: Er sagt, relax.
00:18:11: Ich habe Fotos von allem.
00:18:12: Ich war in Schock und Griechen.
00:18:14: Er wollte nur denken, wie man es explodiert hat.
00:18:17: Also habe ich ihm gesagt, okay, nicht sogar mich anrufen, bevor ihr diese Bilder zerstört!
00:18:35: Er dachte nur daran, wie man das ausnutzen konnte.
00:18:39: Also sagte ich ihm okay ruf mich verdammt noch mal nie wieder an bevor du diese Bilder nicht vernichtet hast.
00:18:45: doch das geschieht nicht.
00:18:48: Eines der Fotos taucht Jahre später auf dem Cover des südamerikanischen Mayhem Bootlegs The Dawn of the Black Hearts auf.
00:18:55: Ein tatsächlicher Suizid wird damit zu einem der bekanntesten Bilder dieser Szene und beginnt gleichzeitig den Menschen auf dem Foto zu überdecken.
00:19:03: dazu trägt auch ein anderer Teil dieser Geschichte bei die angeblich verschickten Teile von Dead's Schädel.
00:19:09: Lange lässt sich das vor allem auf Aussagen aus dem damaligen Umfeld zurückführen.
00:19:14: Im Jahr vu'n, der Memorabilienhänder SerialKillers Inc.
00:19:19: bietet eine zweiseitige Korrespondenz an, die als Originalbrief von Euronymus an Tamasvamosi präsentiert wird.
00:19:26: Vamosi war Manager der ungarischen Band Tor Mentor und Kontaktmann für Deathlike Silence Productions in Ungarn.
00:19:33: Der Brief soll fünf Tage nach Dead´s Tod geschrieben worden sein.
00:19:37: Am Ende steht, I'm enclosing a little piece from Dead's Cranium in case you'd like to have it.
00:19:43: Ich lege ein kleines Stück von Dead's Schädel bei falls du es haben möchtest.
00:19:47: Mit dem Brief wird tatsächlich ein kleites Knochenfragment angeboten.
00:19:51: Eine forensische Untersuchung die zweifelsfrei beweist dass dieses Fragment von Olin stammt gibt es allerdings nicht Für die noch groteskere Geschichte, Euronimus habe Teile von Dads Gehörn gekocht und gegessen.
00:20:03: Existiert ein derartiger Beleg?
00:20:05: erst recht nicht.
00:20:06: Nach dem achten April zieht sich Necrobudger zunächst aus Mayhem zurück.
00:20:10: Die Besetzung, die gerade erst begonnen hatte außerhalb Norwegens zu spielen existiert nicht mehr.
00:20:19: Nur wenige Monate nach Dadstod eröffnet Östin Arsett in Oslo einen Plattenladen.
00:20:24: Er nennt ihn Helvete norwegisch für Hölle Schweigards Garte, fifty-six nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt.
00:20:34: Die Wände des Ladens werden schwarz gestrichen Mittelalterliche Waffen hängen an den Wänden daneben Bandposter und Picture Discs.
00:20:42: Im Schaufenster steht sogar ein Grabstein aus Styropor.
00:20:45: Hellwette verkauft Musik die Anfang der neunziger in normalen Plattenläden nur schwer zu bekommen ist Extreme Metal Veröffentlichungen Demos und Importe aus demselben internationalen Underground über den Mayhem selbst groß geworden sind.
00:21:00: Zum Geschäft gehört ein Keller, in dem sich Musiker aus der Szene treffen.
00:21:04: Bart Faust Eithun arbeitet zeitweise dort.
00:21:08: Thomas Sammuth Haugen von Emperor gehört zum Umfeld ebenso Musiker von Dark Throne, Orns und anderen Bands.
00:21:16: Christopher Rick von Ulver erinnert sich im Jahr zwanzig gegen über den Guardian, sei gerade einmal fünfzehn gewesen als er den Laden zum ersten Mal betrat – schon beim ersten Besuch habe der Ort auf ihn weniger wie ein gewöhnliches Geschäft und mehr wie ein occult Lair, ein okkultes Versteck gewirkt.
00:21:33: Auch aus Bergen kommt regelmäßig ein junger Mann nach Oslo.
00:21:36: Er heißt zu dieser Zeit Christian Wiekenis, nennt sich Count Krichnak und betreibt allein ein Projekt namens Brutzum.
00:21:44: Damit haben wir die Grundlage für das was später als Inner Circle oder Black Circle bekannt wird – einen Plattenladen Musiker Freunde, Besucher und ein Netzwerk von Leuten die viel Zeit miteinander verbringen.
00:21:57: Was wir allerdings nicht haben ist ein Geheimbund mit Mitgliederliste und wöchentlicher Satanistensitzungen um neunzehn Uhr dreißig.
00:22:05: Faust beschreibt den Begriff später als Namen für die Menschen, die rund um den Laden zusammen kamen.
00:22:11: Es habe keine Mitgliedsausweise, keine formellen Treffen und keine klar definierte Organisation gegeben.
00:22:17: Wie kann es, sagt neus als sechsundneunzig im Mittelhämmer sogar.
00:22:20: Der Inner Black Circle sei hauptsächlich eine Idee von Euronymus gewesen bei der andere eine Zeit lang mitgespielt hätten.
00:22:28: Ganz erfunden war das Umfeld deshalb natürlich nicht.
00:22:31: die Menschen kannten einander arbeiteten zusammen tauschten Musik und Ideen aus und einige von ihnen werden später gemeinsam oder unabhängig voneinander schwere Straftaten begehen.
00:22:41: Nun ist das etwas anderes als eine zentral gesteuerte Untergrundorganisation.
00:22:46: Euronymous selbst hilft allerdings kräftig dabei mit, dass es nach einer solchen Aussied.
00:22:52: Er hat längst verstanden wie wirkungsvoll Abgrenzung in diesem Underground funktioniert.
00:22:56: Schon bei Mayhem ging es darum härter dunkler und kompromissloser zu sein als andere Bands.
00:23:02: Rund um Helvete wird daraus zudem auch die Frage der Zugehörigkeit.
00:23:06: Welche Bands sind wirklich Black Metal?
00:23:09: Wer meint das ernst?
00:23:10: Wer ist nur ein Poser – und vor allem was bedeutet Ernst?
00:23:14: meinen überhaupt Denn bei Orwonymus kann das ziemlich weit gehen.
00:23:19: In einem Interview mit dem finnischen Fernsehen Easton Anfang nineteenzweiundneunzig wird er nach seinen politischen Ansichten gefragt, seine Antwort beginnt mit I openly admit that i am a Stalinist.
00:23:32: Er bekenne sich offen dazu Stalinist zu sein.
00:23:35: Das klingt zunächst nach einer politischen Position aber Arsitz anschließende Begründung macht die Sache etwas eigentümlicher.
00:23:41: Er schwärmt vor allem von repressiven Staaten, Kontrolle und Diktaturen.
00:23:46: In einem weiteren Interview aus demselben Jahr nennt er Albanien, Kambodscha und Nordkorea als Beispiele Lobt, Chuchesku, Stalin und Polpot und erklärt ermöge Geheimpolizei, Überwachung, Folterkammern und das Verschwinden von Menschen.
00:24:00: Wie viel davon tatsächlich politische Überzeugungen ist?
00:24:02: Und wie viel davon?
00:24:03: die konsequente Fortsetzung seiner öffentlichen Figur lässt sich trotzdem nicht sauber trennen.
00:24:08: Gerade seine Begründung folgt oft derselben Logik.
00:24:11: Entscheidend ist nicht unbedingt eine konkrete Staatsform, sondern dass sie möglichst brutal, menschenfeindlich und abschreckend wirkt.
00:24:18: Auch im Black Metal geht es zunehmend darum, dass die Sache nicht angenehm werden darf.
00:24:23: Das britische Magazin Carang besucht diese Szene in der Jahre dekonditioniert und beschreibt Euronymous als Gottvader des norwegischen Black Metal.
00:24:32: Sein Label Def-like Silence Productions nehme nur Bands unter Vertrag, die nach Assets Vorstellungen total evil sein.
00:24:38: Im selben Artikel wird aus dem Umfeld von Helvete bereits eine Gruppe satanischer Terroristen.
00:24:44: Spätestens hier kann man ganz gut beobachten wie die Masche funktioniert.
00:24:47: Euroni muss erzählt Journalisten von einer kompromisslosen gefährlichen Szene.
00:24:51: Journalisten schreiben über eine kompromesslose gefährliche Szene.
00:24:55: diese Artikel werden wiederum von Fans und Musikern gelesen für die es durchaus attraktiv sein kann Teil einer kompromisslosen, gefährlichen Szene zu sein.
00:25:04: Zwischendrin steht ein Blattenladen in Oslo und der läuft offenbar nicht einmal besonders gut.
00:25:11: Stean Ocultus Johansen erinnert sich später Arsettabeschlicht zu viel Fläche gemietet und entsprechend zu hohe Kosten gehabt.
00:25:19: Helvete ist also gleichzeitig legendärer Treffpunkt einer neuen Musikszene und einen wirtschaftlich eher problematischer Kellerladen mit Styropor-Krabsteinen im Fenster.
00:25:29: Ähnlich sieht das mit Deathlike Silence Productions aus!
00:25:32: Arsid hatte das Label bereits in den letzten Jahren gegründet.
00:25:36: Seine Bedeutung wächst aber mit dem Netzwerk, dass sich nun um Helvete bildet.
00:25:40: Def Like Silence veröffentlicht nicht nur um Mayhem, sondern auch Musik aus Schweden, Japan und Norwegen.
00:25:46: Und im Jahr twohundneinzig erscheint dort das Debüt-Album von Brutzum.
00:25:51: Wie Kanes nimmt die Blatte im Januar in den Griekallen Studios in Bergen mit Produzent Eirik Prüthen Hundwin auf?
00:25:58: Euronimus ist als Co-Produzent beteiligt, spielt ein Gitarrensolo auf War und gong auf Dungeons of Darkness.
00:26:06: Im März erscheint das Album über Def Like Silence Productions.
00:26:10: Die beiden machen gemeinsam Musik – die ideologischen Unterschiede zwischen ihnen sind trotzdem schon vorhanden.
00:26:15: Euronomus inszeniert sich als Satanist und erklärt das Christentum zum Feind.
00:26:20: Wie kann es entwickelt dagegen zunehmend einer heidnich und nationalistisch geprägte Ablehnung des Christentums?
00:26:26: Andere Leute rund um Helvete haben wiederum ihre eigenen Vorstellungen oder interessieren sich vor allem für die Musik.
00:26:32: Von der Ideologie des Inner-Zirkel zu sprechen wäre deshalb zu bequem.
00:26:38: Was die Leute im Keller des Helvette verbindet, ist eher die Abgrenzung gegen kommerziellen Nette, gegen das Christentum, gegen eine Gesellschaft, die als angepasst und langweilig wahrgenommen wird Und irgendwann auch gegeneinander, weil Radikalität ein ziemlich unangenehmer Wettbewerb wird, sobald alle behaupten es ernster zu meinen als der Rest.
00:26:56: Bis hierhin kann man vieles davon noch als Musik-, Pose-, Provokation- und eine Gruppe sehr junger Männer in einem Keller beschreiben – ab dem sechsten Juni nineteenundzeig wird das schwieriger!
00:27:08: In der Nähe von Bergen brennt eine mittelalterliche Stabkirche nieder.
00:27:16: Die Kirche stammt ursprünglich aus Fortun in Sogen und wurde um elfhundertsiebzig errichtet.
00:27:22: Im neunzehnten Jahrhundert soll sie abgerissen werden, wird stattdessen zerlegt, verkauft und achtzehnhundertdeinachtzig auf dem Grundstück des Konsuls Friedrich Georg Garde bei Bergen wiederaufgebaut.
00:27:34: Mehr als hundert Jahre später stehen nach dem Feuer nur noch Teile des Holzgerüstes.
00:27:39: Vandhoft wird zum bekanntesten Kirchenbrand des norwegischen Blackmetal.
00:27:43: Der erste Anschlag dieser Reihe ist er allerdings nicht.
00:27:46: Bereits Ende Mai, twohundneinzig hatte jemand versucht den Glockenturm des Doritweit-Kirche in Bergen anzuzünden.
00:27:54: Das Feuer greift nichts auf das gesamte Gebäude über.
00:27:58: Vakvikernis wird dafür zwei Jahre später wegen versuchter schwerer Sachbeschädigung verurteilt.
00:28:03: Bei Fandhoff sieht die Sache anders aus!
00:28:06: Wie keinesfalls angeklagt?
00:28:07: Die geschworenen sprechen ihn von diesem Vorwurf jedoch frei.
00:28:10: Das ist wichtig zu erwähnen, weil ausgerechnet Fanthoft später so eng mit Brutzung verbunden wird, dass Verdacht und bewiesene Täterschaft gerne ineinanderfallen.
00:28:19: Im August twohundertzehnundneinzig wird die Holmen-Kollenkapelle bei Oslo niedergebrannt.
00:28:25: Am dreizehnten September folgen die Skjultkirche in Vindafjord ein Heiligabend die Össane Kirche in Bergen.
00:28:32: Für diese drei Brennende wird Wiekenes neunzehundertvierundneunzig verurteilt – das Gericht sieht ihn bei allen als führende oder entscheidende Personen!
00:28:40: Bei Holmelkollen sind weitere Namen beteiligt.
00:28:43: Drei Tage vor dem Brand, am einundzwanzigsten August nineteenhundertzehnundneinzig, tötet Bart Faust Eithun Schlagzeuger von Emperor und zuvor bei Fawns in Lillehammer Magne Andreasen.
00:28:56: Faust stand seit neunzehntsehmundachzig in Briefkontakt mit Euronimos.
00:29:00: Zog neunzentzeineunzig nach Oslo und arbeitete dort in dessen Laden Hellwitte.
00:29:05: Im August selben Jahres besucht Faust seine Familie in Lillelhammer wo er Andreasen mit siebenunddreißig Stichen und Dritten gegen den Kopf tötet.
00:29:14: Bereits am Folgetag berichtet der Euronimus und Wiekenes von der Tat.
00:29:17: Zu dritt sollen sich später die Holmenkollenkapelle angezündet haben.
00:29:22: Im Februar wird eitun wegen vorsitzlichen Mordes, und wegen Beihelfe beim Brand der Holmen-Kollenkappelle zu vierzehn Jahren Haft verurteilt.
00:29:30: Um späteren Urteil gegen Wiekennes hält das Gericht außerdem fest dass Östin Arsett bei Holmen Kollen möglicherweise erhebliche Unterstützung geleistet habe.
00:29:39: Mehr lässt sich Juristisch daraus nicht machen.
00:29:41: Arsett ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot, entsprechend begrenzt war die Beweisaufnahme zu seiner Rolle und dann ist er wieder fantofft.
00:29:49: Im März, nineteenhundertdreiundneunzig veröffentlicht burtsum die IP Aske, norwegig für Asche auf dem Cover Die verkohlten Ümerreste der Stabkirche.
00:29:59: Das Foto stammt von Aare Mundahl und wurde am Tag des Brandes aufgenommen.
00:30:03: Bei den ersten tausend Exemplaren liegt ein Feuerzeug mit dem selben Motiv bei.
00:30:08: Man kann Marketing-Entscheidungen unterschiedlich bewerten.
00:30:12: Ein Feuerzeug zu einer Platte mit einer abgebrannten Kirche auf dem Cover lässt allerdings wenig Interpretationsspielraum darüber, welche Assoziationen erwünscht war.
00:30:21: Noch bevor Aske erscheint, sorgt Wiekanes selbst dafür, dass die Kirchenbrände nicht nur länger ein Thema für Polizei gemeint und eine kleinere Musikszene bleiben.
00:30:30: Am zwanzigsten Januar, nineteenhundertdreieunneunzig veröffentlichte Bergens Tidende einen Artikel von Finn Björn Thönder.
00:30:38: Die Überschrift lautet, wie tente Paar Körkene.
00:30:42: Wir zündeten die Kirchen an.
00:30:44: Tönder und Kollegen hatten sich nachts mit einem ungefähr zwanzigjährigen Mann aus Bergen getroffen der anonym bleibt und sich als Mitglied einer satanistischen Untergrundgruppe präsentiert.
00:30:54: auf den Fotos ist sein Gesicht nicht zu erkennen.
00:30:57: Der Mann isst Wark Wiekenes.
00:31:00: Er behauptet gegenüber der Zeitung seine Gruppe stecke hinter sämtlichen Kirchenbrenten in Norwegen.
00:31:05: Ihr Ziel sei es Angst und Unheil zu verbreiten.
00:31:08: Fantoft war seiner Anfang.
00:31:11: Zunächst könnte man das als die nächste Runde im Wettbewerb um möglichst extreme Aussagen abtun, nur bringt Wiekenes Details mit.
00:31:19: Die Bergens Tidende schreibt ausdrücklich einige seiner Angaben seien zuvor nicht veröffentlicht worden.
00:31:26: Die Redaktion fragt bei Polizei und Fachleuten nach.
00:31:29: ein Brandermittler bezeichnet Wiekenas Beschreibung des Feuers in der Assane Kirche als glaubwürdig Und Inge Morillt vom Gades-Institut bestätigt der Zeitung einen Detail vom Tatort Phantoft.
00:31:40: Dort war tatsächlich der Körper eines Hasen ohne Kopf gefunden worden, Morilltt kann allerdings nicht feststellen ob der Kopf abgeschnitten wurden oder durch das Feuer verloren gegangen war.
00:31:50: Hier liegt der Unterschied zwischen überprüfbaren Fakten und die Erzählung von Wiekenes.
00:31:55: Denn seine Geschichte ist wesentlich größer!
00:31:58: Er behauptet, die Gruppe habe den Hasen getötet und bei Phantoff zurückgelassen Ein einzelnes Mitglied habe die Kirche angezündet, weil man das Opfer nicht teilen wollte.
00:32:08: Bei Osane schildert er wie Täter in der Kirche gelangt seien wo Benzin verteilt worden sei und wie schnell nach Ausbruch des Feuers die Glocken zu Leuten begonnen hätten.
00:32:17: Die Zeitung überprüft auch davon Einzelheiten.
00:32:20: Somit wird aus einem ziemlich grotesken Interview plötzlich etwas womit sich Ermittler beschäftigen müssen.
00:32:25: Was die Bergens-Tilende damit allerdings nicht beweist ist Wiekernes große Erzählung von einer organisierten satanistischen Zelle, die zentral sämtliche Brände im Land steuert.
00:32:37: Die braucht man aber auch nicht um die tatsächlichen Straftaten ernst zu nehmen.
00:32:40: Wiekerness wird wegen dreier vollendeter Köchenbrandstiftungen und des versuchten Anschlags auf story-dvide verurteilt.
00:32:48: Andere Personen waren an einzelnen Taten beteiligt – beim Brand von van Toft reicht die Beweislage gegen ihn nicht für eine Verurteilung.
00:32:55: Bei ne öffentliche Inszenierung funktioniert trotzdem.
00:32:57: Am Tag nach dem Artikel wird Wiekenes festgenommen.
00:33:00: Die Geschichte landet weit außerhalb der Fansings- und Tape Trading Kontakte, über die diese Szene wenige Jahre zuvor noch fast ausschließlich kommuniziert hatte.
00:33:09: Ein junger Musiker, der bis dahin vor allem in einem relativ kleinen internationalen Underground bekannt war, steht plötzlich auf den Titelseiten norwegischer Zeitungen – und die Brände gehen weiter!
00:33:20: Für die erste Hälfte der Neunziger werden in Norwegen ungefähr fünfzig Kirchenbrände und Brandversuche gezählt.
00:33:26: Schätzungsweise etwa ein Drittel davon lässt sich Akteuren oder Fans aus dem Black Metal-Umfeld zurechnen.
00:33:32: Das beurteilt umgekehrt auch, nicht jede Kirche die in diesen Jahren brennt gehört automatisch zu dieser Geschichte Bei den Fällen, die vor Gericht landen ist die Motivation teilweise greifbarer.
00:33:43: Im Urteil gegen Wiekernis stellt das Gericht fest dass mit den Brenten bewusst kulturelle historische nationale und religiöse Werte zerstört werden sollten.
00:33:51: Genau diese Verletzung, die solche Taten bei anderen Auslösten sei beabsichtigt gewesen.
00:33:57: Wiekenes habe außerdem innerhalb seines Umfelds mit seiner Beteiligung an Köchen brennten geprahlt.
00:34:03: Damit hat der norwegische Black Metal Anfang deutert dreiundneunzig ein Problem das sich mit Corpse Paint und möglichst bösen Interviews nicht mehr erklären lässt.
00:34:11: Und im Zentrum dieses Problems steht Wark Wiekenis.
00:34:15: Sieben Monate später fährt er nach Oslo!
00:34:23: So eine kurze Pause zum Durchatmen.
00:34:26: Wie wohl fühlst du dich gerade beim Zuhören?
00:34:30: Auf einer Skala von eins bis zehn ist es nicht ganz zu messen, glaube ich.
00:34:33: Ich find's schon ziemlich gruselig und auch unfassbar beängstigend wie so ein Darstellungszwang für die Jugendlichen sich soweit aushalten kann.
00:34:45: Also jetzt mal unabhängig vom Sachschaden, der ist ja egal.
00:34:48: in dem Sinne aber... So junge Menschen solchen bösen Gedanken haben können das schon krass!
00:34:55: Dadurch, dass ich als Jugendlicher selber Metal gehört habe, Internet hatte, hat man immer was gelesen.
00:35:00: Aber ich hab nie drüber nachgedacht, in der Zeit, als ich das gelesen habe ... Ich war in meinem Alter wo die angefangen haben Kirchen abzufackeln, Black Metal zu machen.
00:35:10: Das ist alles so eine Klicke im Alter.
00:35:12: und wenn ich dann überlege, meine Klickel sind so mit... Wir haben nichts kaputt gemacht, außer mal mit einem Eddingen eine Mülltonne was gekritzelt.
00:35:22: Aber das war dann das Böseste, was wir gemacht haben.
00:35:25: und da vielleicht einmal heimlich ein Bier trinken.
00:35:28: Aber quasi Terrorismus der Kultur, dafür hat es zu uns nicht gereicht.
00:35:34: Ich gehe davon aus dass sie sich natürlich in diesem Kellerraum gegenseitig auch hoch gepusht haben und dass man irgendwie, dass das ja auch Pubertätsgeschuldet auch ein Gruppenzwangenthema war.
00:35:46: aber... davon zu sprechen, dass man Menschen verrotten sehen möchte und irgendwie an das Urböse glaubt.
00:35:53: Das kann ich ja irgendwo noch verstehen.
00:35:54: Urbös oder so, da sind ja Begriffe vielleicht, dass ein bisschen die Grenzen auch austestet oder so.
00:35:59: Das heißt nicht superpädagogisch klingen aber so eine Art von Einstellungen zu haben wird mich wirklich mal interessieren wie die ganzen Menschen aufgewachsen sind also was sie zu so einer Art Lebensentstellung bringt, weil auch das ist ja mit so einer unfassbaren Aussichtslosigkeit verbunden.
00:36:14: Das muss ja irgendwo herkommen also brauchen wir gar nicht drauf einzugehen.
00:36:16: aber das finde ich schon sehr schockierend und auch total gruselig.
00:36:21: Also ich meine die bin ja am Alter noch gar nicht so weit entfernt von denen und ich kann verstehen dass man definitiv auch dann von Konservatismus oder auch Religion oder so genervt ist, aber das ist schon das ist überhaupt dass dieser Laden nicht aufgefallen ist und irgendwie gestürmt wurde es irgendwie schon alles finde.
00:36:37: Ich habe auf ein paar Tagen noch gelesen, da ging es um die Diskussion.
00:36:41: Weil man hört sehr fähig raus, dass das sehr provokant und radikal ist.
00:36:46: Und natürlich auch gerade in der Black Metal Szene gibt's ja dann immer dieses NSBM den National Socialist Black Metal.
00:36:53: Und ich unterhalte mich auch heutzutage mit Freunden.
00:36:56: Ich gehe gerne auf Black Metal-Konzerte und so was.
00:36:58: Wir müssen dann vorher einmal checken, ob sich die Band in Ordnung ist oder nichts im Agen.
00:37:03: Hier merkt man ja, sie sind aktiv in Dingen, die sie tun.
00:37:07: Aber andererseits denkt man sich oder würde man jetzt heutzutage denken, Problem an solchen... Wenn du jetzt mit Spielst mit diesen NS-Dingern dann bietest du einen Safe Space für Menschen die das wirklich gut finden oder die da gerne hingehen möchten.
00:37:20: Aber wenn man jetzt darüber singt dass man Sex mit Messern hat und mit Gehirnmasse, dann bietet man ja kein Safe Space weil wer macht das?
00:37:29: Also dann geht man nicht zu Konzerten.
00:37:30: wenn man denkt es sind ganz viele Leute die auch alle Gehirne essen, aber wenn ich weiß in den Texten geht's um Holocaust und was auch immer.
00:37:39: Dann würde ich eher denken da finde ich jetzt Leute die auf meiner Seite sind.
00:37:43: Vielleicht hat damals diese ganze Aktionismus von denen dazu geführt dass heutzutage weniger davon umgesetzt wird weil man gemerkt hat die Spirale hat es zu weit getrieben und dann ist das nur noch schlecht.
00:37:55: oder das Böse was sich auf ideologisches bezieht wie eben der nationalsozialistische Black Metal Das mich noch interessieren würde.
00:38:02: also Was meinen die dann überhaupt mit dem vorchristlichen Bild von Norwegen?
00:38:07: Also was hat die denn genau am Christentum gestört, weil ich bin jetzt christlich-geschichtlich da.
00:38:12: Da nicht so bewandert das sich und sagen würde irgendwie... Ich weiß was es davorgeherrscht hat wahrscheinlich in den deutschen Mythologie aber also weißt du was sie sich dadurch gewünscht haben oder was sie an Religionen oder Christentums generell gestört hat?
00:38:23: Also ich weiß nicht ob da explizit was gesagt wird aber man findet dann im Text natürlich immer auch mal Hinweise dass viele sich dann Und in den Neunzigern, nachdem es eskaliert ist auch anderen Themen zu wenden.
00:38:36: Also wir haben schon gesagt, Mayhem selber haben angefangen mit Splatter-Themen und als Dead-Sänger wurde die Themen dann plötzlich persönlich destruktiv tieferen.
00:38:45: Andere Bands haben auch am Anfang einfach nur zum Probozieren ohne dass sie Satanisten waren über Satan gesungen oder über Ökultus.
00:38:52: Wenn sich später nochmal auch zum Beispiel zum Paganismus hin, das dann halt eben so zu... Also du singst nicht mehr über Kettensägen, sondern Grunen zum Beispiel.
00:39:02: Was ja viele mögen ist die Sendung Vikings?
00:39:04: Hast du sie gesehen?
00:39:05: Ich hab ein paar Folgen, ich habe ungefähr einen Bild hier.
00:39:08: Der Soundtrack einer der da beteiligt ist einer Selvic.
00:39:12: Den kennt man als Vardrune und er macht ja so folk, Paganfolk oder Neo-Paganfolk wie man es nennen möchte.
00:39:20: Und er war Drama bei Gorgoroth, einer Black Metal Band und hat Badruna gegründet zusammen mit Gal.
00:39:26: Er ist einer der bekanntesten Black Metal-Sänger aus Norwegen natürlich auch.
00:39:30: Ich glaube, er war auch Gorgorod, wenn mich nicht alles täuscht.
00:39:33: Das ist vielleicht so ein bisschen die nichtradikale Variante dieses neupaganistischen Denkens was da in der Szene vorherrscht.
00:39:41: Dass man fehlt einfach jetzt... anders oder offener seiner Verbundenheit zur Heimat, zur Geschichte, zur Mystik des Landes zeigen und feiern präsentieren kann.
00:39:53: Und Christen Thun, wenn man überlegt das kommt ja auch nicht aus Norwegen also ist es ja eigentlich fast für alle Länder octroyiert.
00:39:59: Wenn man jetzt ganz weit weg vom Black Metal aber wenn man mal so überlegt aus kolonialer Betrachtung ist das ja für die jetzt da auch doof.
00:40:08: Da geht viel Kultur wird dann übergestülpt.
00:40:11: Nur weil es dann eben schon tausend Jahre her war, findet man das dann im Land dann eben trotzdem nicht besser.
00:40:16: Zeit halt nicht alle unten.
00:40:37: Euronymous hat das erste Burt zum Album über Deflex Silence Productions veröffentlicht.
00:40:47: Wie Kernes wiederum spielt Bass auf Mayhams noch unveröffentlichtem The Mysterious Dom Sartanas?
00:40:53: Das Gericht wird ihre Beziehung später bis zum Frühjahren aus der drei neunzig als gut beschreiben.
00:40:58: Danach kippt sie, dass I.C.
00:41:01: Vating Lackmannsrett hält in seinem Urteil von neunzentvierundneunzig fest, dass beide offenbar um Einfluss innerhalb der Szene konkurrierten.
00:41:10: Wie Kennes beschwerte sich außerdem darüber, Euroni muss verzögere seine Veröffentlichungen und kümmere sich nicht ausreichend um die Vermarktung seiner Musik.
00:41:18: Ideologische Unterschiede kamen hinzu.
00:41:21: Was davon am Ende wie schwer wiegt kann selbst das Gericht nicht eindeutig bestimmen.
00:41:27: Am Sonntag dem achten August erfährt wie Kennes dann dass Arsch hat sich in einem Telefongespräch mit Snorri Ruch abfällig über ihn geäußert habe.
00:41:35: Das Gericht bezeichnet genau diesen Moment sinngemäß als den Tropfen, der es fast zum Überlaufen bringt.
00:41:41: Am folgenden Montag spricht Wiekeners mit zwei Freunden über den Plan nach Oslo zu fahren und Arsett zu töten.
00:41:48: Snorre hoch erklärt sich bereit mitzukommen.
00:41:50: Sie besprechen ein Alibi-und Einzelheiten der Tat.
00:41:53: Spätestens.
00:41:54: an dieser Stelle wird die spätere Behauptung einer spontanen Eskalierten Auseinandersetzung schwierig Denn auch die Fahrt selbst wirkt nach den Feststellungen des Gerichts nicht besonders spontan.
00:42:05: Ruch zieht einen weißen Pullover an, wo Gericht erklärt er später – er habe damit weniger wie Black Metal aussehen wollen.
00:42:12: Wie kann es versucht unterwegs nicht erkannt zu werden?
00:42:15: Beim verlassen Bergens bei der Einfahrt nach Oslo und an Tankstellen versteckt er sich zeitweise auf dem Rücksitz oder im Kofferraum.
00:42:22: Er hat mehrere Messer dabei!
00:42:24: Bevor beide zur Asus Wohnung gehen gibt er auch hoch eines….
00:42:27: Für jemanden, der unaffällig reisen möchte ist das alles inzwischen ein erstaunlich großer organisatorischer Aufwand.
00:42:34: mitten in der Nacht erreichen sie die Tören Gata.
00:42:36: Arsitz schläft, was die Männer anschließend miteinander besprechen wissen wir nicht.
00:42:42: nur Vickernis und Ruch können später darüber berichten und ihre Aussagen sind Teil eines Strafverfahrens indem beide selbst angeklagt sind.
00:42:50: beim eigentlichen Ablauf wird das Urteil dagegen sehr konkret.
00:42:53: Vickerness geht zuerst in Arsits Wohnung und greift ihn nach kurzer Zeit mit einem Messer an.
00:42:58: Arsit flieht aus der Wohnung und läuft in Unterwäsche die Treppe hinunter.
00:43:03: Wie kann es, verfolgt ihn durch das Treppenhaus und holt ihn mindestens einmal ein.
00:43:08: Östin Arsid erhält insgesamt dreiundzwanzig Stichverletzungen am Kopf als Brust- und Rücken Allein sechzehn davon befinden sich am Rücken.
00:43:17: Arsit stirbt im Treppenhaus zwischen dem ersten und zweiten Stock.
00:43:21: Er ist fünfundzwantig Jahre alt.
00:43:24: Auch Snorre-Ruchsrolle ist später häufig falsch verkürzt worden.
00:43:28: Er wartet nicht einfach draußen im Auto Hoch befindet sich im Gebäude.
00:43:32: Nach den Feststellungen des Gerichts sieht er, wie Arsid und Wieckernis an ihm vorbei die Treppe hinunterlaufen.
00:43:38: Er beteiligt sich nicht an den Stichen, greift aber auch nicht ein und hilft Arsit nicht.
00:43:43: Das Gericht wertet seine Anlesenheit zusammen mit der vorherigen Planung und der gemeinsamen Fahrt als Beihilfe.
00:43:49: In der Urteilsbegründung wird sogar ausdrücklich eingeräumt dass Ruch den Mord vermutlich nicht selbst gewollt habe und stark unter Wieckerenes Einfluss gestanden habe.
00:43:58: Das ändert nichts daran das er geholfen hat.
00:44:01: Wie kann es bestreitet dagegen nie, Arsett getötet zu haben?
00:44:05: Er bestreitete, dass er Mord gewesen sei.
00:44:07: Schon während des Prozesses berichtet Kyrenk, wirken über seine Aussage.
00:44:12: Es sei nie seiner Absicht gewesen, Arset zu töten.
00:44:19: In späteren Interviews wird seine Version ausführlicher.
00:44:38: Euroni muss habe zuerst angegriffen.
00:44:40: Wie kann das beschreiben, die Tötung deshalb als eine Art vorbeugende Selbstverteidigung?
00:44:45: Das Gericht folgt dieser Darstellung jedoch nicht.
00:44:50: Laut Kereng räumt er ein drei Messer am Körper getragen zu haben.
00:44:54: Weitere Messer einer Axt einen Bionett und ein Baseball Schläger hätten im Auto gelegen.
00:44:59: Seine Begründungen dafür Er habe gerne viele Waffen in seiner Nähe, in der Hoffnung dass etwas passiere.
00:45:04: Was das Motiv für den Mord selbst betrifft ist das Urteil dagegen eher zurückhaltend.
00:45:10: Die Richter schreiben ausdrücklich Es sei schwierig ein verständliches Motiv zu erkennen.
00:45:15: Als Möglichkeit nennen sie wie keines habe seine Stellung innerhalb des Milieus festigen und seine musikalische Karriere voranbringen wollen.
00:45:22: Dazu kommen der Machtkampf zwischen beiden Männern Und Wie Keines Ärger über die Veröffentlichungen seiner Platten.
00:45:27: Ein weiterer Mensch, der damals mit Euronimus im Streit lag meldet sich erst sehr viel später mit einer eigenen Geschichte.
00:45:42: Er sei selbst auf dem Weg gewesen, Euronymus zu töten.
00:45:45: Necrobutcher erzählt er habe nach der Nachricht von Arsatz Tod Waffen und Drogen aus seiner Wohnung entfernt war davon ausgegangen sein die Polizei könne ihn für einen möglichen Verdächtigen halten.
00:45:55: das ist eine durchaus spektakuläre Aussage.
00:45:58: Sie stammt allerdings aus dem Jahr twohundneinzehn mehr als fünfundzwanzig Jahre nach dem Mord.
00:46:04: Wir wissen nicht, wie konkret Negro Butchers damalige Absicht tatsächlich war und ein anderer Teil seiner Erzählung dass die Pre-Sci-Weekennis-Mordplan bereits vorher gekannt und absichtlich nicht eingegriffen habe ist durch das Gerichtsurteil nicht belegt.
00:46:17: Deshalb bleibt von dieser Geschichte zunächst das was sie sicher isst Nicrobuchas eigene rückblickende Beschreibung davon, wie vollständig seine Beziehung zu seinem früheren Freund Euronimus zerbrochen war.
00:46:28: Im Mai, wirkenes und hoch stehen vor dem eizi-wartigen Lachmansrät.
00:46:34: am sechzehnten Mai fällt das Urteil.
00:46:36: Wag wiekenes wird wegen vorsätzlichen Mordes an Östin Arsett verurteilt.
00:46:41: Hinzu kommen die drei Kirchenbrinde von Holmenkollen Skjoldt und Ossane.
00:46:45: der versuchte Brandanschlag aufs Doritweit sowie mehrere Diebstalle liegte.
00:46:50: Die Strafe beträgt, einundzwanzig Jahre.
00:46:53: Damals die gesetzliche Höchststrafe in Norwegen.
00:46:56: Snorrel Ruch wird dagegen wegen Beihilfe zum vorsätzlichen Mord zu acht Jahren verurteilt.
00:47:02: Öztin Aset ist tot, Wack Wiekenes sitzt im Gefängnis und Mayhems erstes reguläres Studiealbum ist noch immer nicht erschienen!
00:47:11: Auf den Aufnahmen spielt Euronymous Gitarre – am Bass der Mann, der ihn getötet hat.
00:47:19: Die Aufnahmen zu The Mysterious Dom Sartanas entstehen in Griechhallen in Bergen.
00:47:28: Euronymous spielt Gitarre, Jan Axel Blomberg alias hellhammer Schlagzeug.
00:47:32: Für den Gesang holt Asit Attila Chihav von der ungerechen Band Tormentor nach Norwegen.
00:47:38: Am Bass steht Werk wie Kennes.
00:47:41: Das Material selbst reicht weiter zurück.
00:47:44: Mehrere Texte stammen noch von Derth, Negro Butcher war an älteren Songs beteiligt und Snorri Ruch hat die Riffs- und Teile des Materials beigesteuert.
00:47:52: Welche einzelne Idee am Ende genau von wem stammt ist nicht bei jedem Stück sauber aufzulösen.
00:47:58: Produzent Erik Pythen Hundwin nutzt Krieghallen nicht einfach als normales Studio.
00:48:04: Für Hellhermers Schlagzeug wird die große Bühne verwendet.
00:48:07: Mit schweren Vorhängen entsteht eine Art Raum im Raum.
00:48:10: Nach oben bleibt die Konstruktion offen, damit die enorme Höhe des Konzertsals weiterhin hörbar bleibt.
00:48:16: Pütten beschreibt später das genau dieser große natürliche Klang beabsichtigt war.
00:48:22: Auch Attila Cheha erinnert sich an ungewöhnlich viel Atmosphäre.
00:48:25: Für seine Gesangsaufnahmen hängt er schwarze Vorhänge auf und singt bei Kerzenlicht.
00:48:31: Euronymous habe seinen Gesang mit einem verdrehten, etanischen Priester verglichen.
00:48:36: Chihar versucht dabei nicht, Dad zu kopieren.
00:48:39: Seine Stimme wechselt zwischen tiefen, beinahe gesprochenen oder beschwörenden Passagen und deutlich aggressiverem Gesang.
00:48:46: Zusammen mit Hellhammers Schlagzeug und Euronimus' Gitarre entsteht eine Blatte die wenig mit den absichtlich primitiven Aufnahmen von pure fucking Armageddon zu tun hat.
00:48:56: Mayhem klingelt in der Halterung des Kassetten-Rekordes im langen Hues.
00:49:01: Dem Mysterie-Ease Dom Satanas erscheint am fierundswendigsten Mai, nineteen ninety über Deathlike Silence Productions.
00:49:11: Vor der Veröffentlichung verlangten Assets Eltern das Wiekernis Bassspuren entfernt werden.
00:49:16: Hellhammer sagt zwei tausendfünf gegenüber dem Guardian er habe deshalb nach außen erklärt die Bassspur neu einzuspielen.
00:49:23: but I never did.
00:49:25: aber er tat es nie.
00:49:27: Wiekennes bleibt auf der Blatte.
00:49:29: Hellhammer erklärte seine Entscheidung im selben Interview mit einem Satz, der bei dieser Band vermutlich nicht einmal besonders bemüht Makaba klingt.
00:49:38: Er habe es passend gefunden das Mörder und Opfer auf derselben Platte zu hören sein.
00:49:46: Die Geschichte wird noch etwas komplizierter weil Negro Butcher zu diesem Zeitpunkt offenbar ohnehin wieder auf dem Weg zurück zur Mayhem war.
00:49:53: In den letzten Jahren erzählt Erdekwaitis, dass er und Euronimus sich im Sommer deklar angenähert hätten.
00:50:00: Obwohl er – wie wir schon gehört haben – kurz vor Euronomus Tod selbst vorgehabt zu haben, ihn zu töten.
00:50:09: Sie trafen sich wieder und planten sogar ein Konzert zum Zehnjährigen Bestehen der Band.
00:50:14: Dabei sei auch besprochen worden das Necrobutscher, wie Kenneth Bass-Spuren neu einspielen sollte.
00:50:18: Über dessen Aufnahme sagt er «it was not done right».
00:50:22: Sie sei nicht richtig gemacht gewesen.
00:50:24: Ob es tatsächlich dazu gekommen wäre, wissen wir natürlich nicht!
00:50:28: Wenige Wochen später wird Euronymous ermordet.
00:50:31: Dass Demisteri Isdomsatanas heute zu den zentralen Alben des norwegischen Black Metal gezählt wird, liegt trotzdem nicht nur an dieser Geschichte – die Platte klingt auch ohne Kenntnis der beteiligten Eigenständig.
00:50:42: Die Gitarren sind dünn und scharf, wirken durch die übereinander liegenden Spuren aber gleichzeitig groß.
00:50:48: Hellhammers Schlagzeug hat durch den Raum in Grieghallen eine Tiefe, die mit der oft absichtlich schlechten Produktion früher Black Metal-Aufnahmen wenig zu tun hat.
00:50:57: Und Attila Chihaas Gesang klingt eher wie eine eigene Figur innerhalb der Musik als wir ein Sänger, der einfach über Gitarren gelegt wurde.
00:51:05: Das Cover zeigt den Niederostom im Drontheim.
00:51:08: Auf der Rückseite steht Adribute to Euronymous.
00:51:12: Nach Assets Beerdigung treffen sich Necrobudger und Hellhammer wieder.
00:51:16: Nicrobudger erzählt dem Guardian später, beide hätten dort entschieden Mayhem weiterzuführen.
00:51:21: Das geschieht allerdings nicht sofort – erst Mitte der Neunziger entsteht wieder eine funktionierende Besetzung.
00:51:27: Sven-Erik Christiansen, besser bekannt als Maniac und schon auf Death Crush zu hören, kehrt als Sänger zurück.
00:51:33: Nicrobutcher übernimmt den Bass, Hellhammer bleibt am Schlagzeug.
00:51:38: Neu an der Gitarre ist Rune Ericsson, der sich Blasphemer nennt.
00:51:45: Wolfslayer Abbas.
00:51:47: Mayhem existiert damit wieder ohne Euronymous.
00:51:51: Arsett war nicht einfach nur Gitarist gewesen, er hatte Mayhem mitgegründet, Deathlike Silence betrieben, Hellwetter eröffnet, Kontakte geknüpft und jahrelang erheblichen Einfluss darauf gehabt wie die Band sich selbst verstand.
00:52:04: Trotzdem wird Mayhem kein Denkmal für ihn – Die Band macht neue Musik!
00:52:09: Und auch der norwegische Black Metal verschwindet nicht mit den Verhaftungen.
00:52:13: Dark Throne, Emperor, Immortal, Enslaved, Saturicon und andere Bands veröffentlichen weiter Alben.
00:52:20: Gehen auf Tour und erreichen ein Publikum für das norwegischer Black Metal irgendwann keine kleine Szene zwischen Oslo- und Bergen mehr
00:52:28: ist.".
00:52:29: Die Verbreitungswege verändern sich dabei fast genauso stark wie die Größenordnung.
00:52:33: Ein Jahrzehnt zuvor brauchte Mayhem einen Postfach am Bahnhof von Langhus – einen Stempel und ziemlich viele Kassetten!
00:52:40: Mitte der Neunziger werden norwegische Black Metal-Alben international vertrieben.
00:52:44: Die großen Mittelmagazine berichten darüber und die Geschichte der Szene beißt gleich mit!
00:52:50: Und von diesem Punkt an lernen viele Menschen Mayhem nicht mehr zuerst über die Musik kennen, sie lernen Dead Canne und die Fotos, Helvete und die Küchenbrennende, Wagwi Cannes und den Mord.
00:53:04: Das Buch verbindet Interviews, Kriminalfälle, Musikgeschichte und politische Entwicklungen und trägt erheblich dazu bei die Ereignisse einem internationalen Publikum zugängig zu machen.
00:53:20: Damit bekommt ihr Geschichte zum ersten Mal eine Form, die weit über einzelne Magazinartikeln und Fansien hinausgeht Und natürlich beginnt sofort der Streit darüber, ob diese Form stimmt.
00:53:31: Das ist bei Mayhem inzwischen fast schon Tradition.
00:53:33: Mehr als zwanzig Jahre später wird Lords of Chaos verfilmt.
00:53:37: Regie führt Jonas Elcarlund, der selbst kurzzeitig bei Battery Schlagzeug gespielt hatte, später allerdings vor allem als Musikvideoregisseur bekannt wird.
00:53:46: Rory Culkin spielt Euronymous, Emory Cohen war Quickeness und Jack Kilmer dead!
00:53:52: Der Film erscheint im Jahr Die Band veröffentlicht neue Alben, wechselt Sänger und Gitaristen, tourt international und spielt Jahrzehnte später.
00:54:01: Der Mysterie ist um Satanas sogar vollständig auf der Bühne.
00:54:10: Erstens Mayhems erste EP sollte rot sein aber sie wurde rosa.
00:54:17: In die Jahre von M&M hat sich das Kaffee in den letzten Jahren geblieben.
00:54:28: Auch die Rückseite ist nicht ganz gelungen.
00:54:31: Euronymous Name fehlt unter seinem Foto und wird nachträglich von Hand ergänzt.
00:54:36: Zweitens, das Intro von Death Crush stammt von einem deutschen Elektronik-Pionier.
00:54:41: Der seltsame Beginn von Death Crash – Silvester Anfang – stammte nicht von Mayhem sondern von Konrad Schnitzler, einem frühen Mitglied von Tangerine Dream und Cluster.
00:54:51: Euronimus hatte dessen Adresse herausgefunden und stand bei einem Berlin-Besuch offenbar so lange vor Schnitzlers Haus herum, bis dieser den merkwürdigen jungen Norweger schließlich hereinbart.
00:55:00: Später bat Euronymous ihn um Musik für Mayhem.
00:55:03: Schnitzler schickte ein Stück und Mayhem machte daraus ihr Intro.
00:55:11: als existieren noch andere Bellens namens Mayhem.
00:55:23: Also erklärte man sich kurzerhand selbst zum Waren Mayhem, marken recht auf Black Metal Art.
00:55:28: Viertens war Quikernis machte im Gefängnis aus Burzum plötzlich Synthesizer Musik.
00:55:34: Während seiner Haft konnte Quikarnis nicht seine gewohnten Instrumente benutzen.
00:55:38: für Dolly Balders und später Hillytskjalf standen ihm im wesentlichen Synthesar- und Aufnahmegerät zur Verfügung.
00:55:46: Aus dem Black Metal Projekt wurde deshalb kurzerhand ein Dark Ambient-Projekt.
00:55:51: Wiekenness sagte später selbst, dass die Platten in dieser Form ohne seine Inhaftierung nicht entstanden wären.
00:56:05: Mit dabei sind weiterhin Necrobudger und Hellhammer, also zwei Musiker die bereits seit den achtzigeren Teil dieser Geschichte sind.
00:56:18: Sänger ist weiterhin Attila Siha der schon auf dem Mysteris Domsatanas zu hören ist.
00:56:26: Mayhem wollten Mitte der Achziger Musik machen, die möglichst wenig danach klang als müsste sie irgendjemandem gefallen.
00:56:33: Vierzig Jahre später ist ausgerechnet daraus etwas geworden das weit über diese kleine Szene hinaus reicht.
00:56:39: Das Problem ist nur, die Musik musste sich ihren Platz irgendwann mit einer Geschichte teilen, die extremer geworden ist als fast jede Platte.
00:56:47: Mit Fotos, Interviews, Gerüchten und Erinnerungen, die sich widersprechen – mit Menschen, die schon damals verstanden hatten dass eine möglichst extreme Erzählung Aufmerksamkeit bringt und sie später manchmal selbst nicht mehr sauber von dem trenn konnten was tatsächlich passiert war.
00:57:01: Vermutlich muss man das auch gar nicht vollständig können.
00:57:04: Man kann die Blickbandinge festhalten, die Legenden dort lassen muss sie hingehören und anschließend wieder das tun womit alles angefangen hat.
00:57:12: Eine Platte auflegen der Rest macht ohnehin genug Lärm.
00:57:17: Das war Radio Obskura.
00:57:21: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann bleibt er Frequenz.
00:57:23: folgt uns und lasst gerne eine Bewertung da.
00:57:25: Wir hören uns bis dahin.
00:57:27: Bleibt wachsam bleibt bei euch bleibt im Dunkeln Und radio aus.
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