#054: Sleepy Hollow - Die Legende vom kopflosen Reiter
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
In Sleepy Hollow, einem abgelegenen Tal am Hudson River, erzählen sich die Bewohner seit Generationen Geschichten über Geister und andere unheimliche Erscheinungen. Besonders gefürchtet ist ein kopfloser Reiter, der nachts über die Wege jagt und nach seinem verlorenen Kopf sucht. Als der abergläubische Schulmeister Ichabod Crane eines Abends von einer Feier nach Hause reitet, scheint er dem sagenhaften Hessen tatsächlich zu begegnen.
Washington Irvings "The Legend of Sleepy Hollow" erschien 1820 und wurde zu einer der bekanntesten amerikanischen Geistergeschichten. Doch wie viel Geschichte steckt hinter dem kopflosen Soldaten? Wir folgen den Spuren deutscher Truppen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, begegnen einem echten Ichabod Crane und entdecken auffällige Gemeinsamkeiten mit einer deutlich älteren Rübezahl-Erzählung. Außerdem schauen wir uns an, wie Disney, Tim Burton und ein kleiner Ort in New York den Reiter zu einer Halloween-Ikone machten.
⏱ Kapitel
00:00:00 Opening: Ein Pferd kehrt zurück
00:01:24 Intro & Begrüßung
00:04:10 Vor Tagesanbruch zurück
00:13:26 Ein Hesse ohne Kopf
00:21:20 Katrtina, Brom und der kopflose Gast
00:31:26 Noch bis zur Brücke
00:47:12 Der andere kopflose Mann
00:59:29 Kopf ab, Kamera läuft!
01:08:58 Talk
01:10:28 Obscura Rewind
01:12:34 Die Stimme aus der alten Schule
📚 Quellen & Literatur
Darley, Felix Octavius Carr (1849–1850): "Washington Irving’s Illustrations of the Legend of Sleepy Hollow". New York: American Art-Union.
Heath, William (1798): "Memoirs of Major-General Heath: Containing Anecdotes, Details of Skirmishes, Battles, and Other Military Events, During the American War". Boston: I. Thomas and E. T. Andrews.
Irving, Washington (1820): "The Legend of Sleepy Hollow". In: "The Sketch Book of Geoffrey Crayon, Gent." New York.
Irving, Washington (1839): "Sleepy Hollow: An Essay". In: The Knickerbocker, Mai 1839.
Musäus, Johann Karl August (1783): "Legenden von Rübezahl", fünfte Legende. In: Volksmährchen der Deutschen, Bd. 2. Gotha: Carl Wilhelm Ettinger.
Osborn, David (2007): "The Hessians". National Park Service, St. Paul’s Church National Historic Site.
Pochmann, Henry A. (1930): "Irving’s German Sources in The Sketch Book". In: Studies in Philology, Bd. 27, Nr. 3, S. 477–507.
Pochmann, Henry A. (1930): "Irving’s German Tour and Its Influence on His Tales". In: PMLA, Bd. 45, Nr. 4, S. 1150–1187.
William G. Pomeroy Foundation (o. J.): "Ichabod Crane".
The Headless Horseman (1922). Regie: Edward D. Venturini. Mit Will Rogers.
The Adventures of Ichabod and Mr. Toad (1949). Regie: Jack Kinney, Clyde Geronimi und James Algar. Walt Disney Productions.
Sleepy Hollow (1999). Regie: Tim Burton. Paramount Pictures.
Sleepy Hollow (2013–2017). Fernsehserie, Fox.
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🎙️ Hosts: Svea & Tim
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00:00:00:
00:00:03: Als Hans Van Ripper am Morgen vor die Tür tritt, steht Gunpowder wieder auf seinem Hof.
00:00:09: Der alte Gaul frisst Gras als wäre überhaupt nichts geschehen.
00:00:13: Van Ripper hatte ihn am Vortag einem Schulmeister geliehen der zu einer Feier eingeladen war.
00:00:20: Jetzt ist das Pferd zurück ohne Sattel und mit dem Zaumzeug unter den Hufen.
00:00:26: von seinem Reiter fehlt jede Spur.
00:00:29: Ickebot Crane war am Abend zuvor auf dem Hof der Familie van Tessel gewesen.
00:00:34: Wann er von dort aufgebrochen ist und was auf seinem Heimweg geschah, das weiß niemand.
00:00:40: Zunächst macht sich darüber auch keiner größere Gedanken.
00:00:44: Doch als Ickebott nicht zum Frühstück erscheint und seine Schüler später vergeblich vor dem Schulhaus warten wird Hans van Ripper unruhig.
00:00:53: Er beginnt nach dem verschwundenen Lehrer zu suchen.
00:00:57: Irgendwo auf dem Weg zwischen der Fantassel Farm und Sleepy Hollow muss etwas geschehen sein.
00:01:03: Die Suche führt schließlich zur alten niederländischen Kirche, dort liegt ein Friedhof an dessen Rand einen Bach vorbeifließt.
00:01:12: eine schmale Brücke führt über das Wasser.
00:01:14: was man dort findet wird in Sleepy Hallow noch lange für Gesprächsstoff sorgen bekommen bei Radio Obscura Schön, dass ihr eingeschaltet habt beim Podcast über Creatures, Crime und Mystery.
00:01:50: Wir erzählen von Geschichte-, Gegenwart- und Grenzbereichen mal real, mal unerklärlich!
00:01:55: Von Meeresgrund bis zur Umlaufbahn vom Labor bis zu Legende.
00:01:58: wir fragen was passiert ist und was davon bleibt?
00:02:03: Und heute befinden wir uns in der schläfrigen Schlucht im Westchester County in den USA.
00:02:09: Wie immer findet ihr wieder spannende wohl ausgewählte schon fast kuratierte Bilder von Tim ausgesucht auf unserem Instagram.
00:02:18: Oder auf unserer Homepage, radiobskura.de.
00:02:22: Unsere Story geht heute nicht nur um die USA sondern es handelt sich auch um einen gewissen Herren der aus Hessen kommt.
00:02:29: Frau Hesse?
00:02:31: Aber nicht Hermann Hesse!
00:02:34: Der auch skurrile Stories drauf hatte...
00:02:38: Das stimmt.
00:02:39: Tim da habe ich mich gefragt was weiß du über
00:02:41: Hessen?!
00:02:42: Meine Schwester wohnt da Mein Schwangerwunder, mein Nichte-Wunter ist da geboren worden.
00:02:46: Mein Neffe ist da geborgen worden und es gibt einen Luftkurort Bad Hoppenburg und das war Weihnachten vor drei vier Jahren.
00:02:54: Da waren wir dann auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Hoptenburg und ich dachte mal du bist halt draußen, trinkst Glühwein, Schlittschuhfahren und sowas.
00:03:01: Was heißt jetzt Luftkurort?
00:03:03: Dann ist mir sehr schlecht geworden an dem Abend.
00:03:05: Ich bin dann noch am Frankfurter Flughafen hier ICE weil der fährt quasi durch nach Bochum oder... Dortmund-Bochum dann mit umsteigen.
00:03:13: Und als ich dann quasi von Bad Homburg aus dem Luftkuhort wieder in Bochum angekommen bin, ausgestiegen bin und das erste Mal einatme im Bruchum am Hauptbahnhof da wusste ich was Luftkohort heißt.
00:03:25: Hast du die Geschichte schon mal erzählt?
00:03:27: Bestimmt!
00:03:29: Also ich hoffe nicht im Podcast aber... Das ist meine Verbindung zu Hessen ansonsten halt Arbeitstechnik in Frankfurt oder eben...?
00:03:36: beim Durchfahren.
00:03:38: Ich hab mit Hessen zu tun, aber bis auf meinen Nichten und Neffen sind meine Schwestern ja auch Leipziger.
00:03:44: deswegen keine tiefen lokalen Bezüge zur Hessen.
00:03:48: Du etwa?
00:03:49: Also Hessen ist das Einzige was mir dazu im Kopf kommt dass ich viel zu wenig darüber weiß dafür dass es so nah an NRW dran ist.
00:03:56: Aber ich war auch schon mal da ja und ich habe nur im Kopf das den komischen Dialekt da sprechen oder?
00:04:02: Hör
00:04:03: sich!
00:04:03: Musst du genau jetzt wieder mit deinem Scheiß Fisch spielen
00:04:06: Damit man jetzt nicht mich... Etwa zwei Meilen von Tarrytown entfernt, einer kleinen Ortschaft am Hudson River im heutigen Bundesstaat New York liegt ein Tal zwischen bewaldeten Hügeln.
00:04:22: Der Pocantico River fließt durch die Gegend vorbei an Feldern alten Bauernhäusern und einer niederländischen Kirche deren Friedhof auf einer Kleinen Anhöhe liegt.
00:04:37: Beschreibt diesen Ort in seiner Achtzehnundzwanzig veröffentlichten Erzählung The Legend of the Sleepy Hollow, zu Deutsch.
00:04:44: Die Sage von der schläfrigen Schlucht als einer der ruhigsten Gegenden die erkennt.
00:04:50: Das Wasser plätschert durch sein Bett Gelegentlich ruft eine Wachtel oder ein Specht klopft gegen einen Baumstamm.
00:04:57: Ansonsten geschieht hier offenbar wenig was die Stille durchbrechen könnte deren Familien bereits seit Generationen in der Gegend leben.
00:05:11: Sie nennen das Tal Sleepy Hollow, das verschlafene Tal.
00:05:15: Während sich die Vereinigten starten nach ihrer Unabhängigkeit immer weiter nach Westen ausdehnen scheint hier vieles seinen gewohnten Gang zu gehen.
00:05:24: Man bestellt die Felder, kümmert sich um das Vieh, trifft sich abends in den Bauernhäusern und man erzählt Geschichten von denen einige vermutlich schon die Großeltern gehört haben.
00:05:35: Für die ungewöhnliche Ruhe des Thals kusieren sogar recht mystische Erklärungen.
00:05:41: Manche behaupten, ein deutscher Arzt habe Sleepy Hollow während der frühen Siedlungszeit verhext.
00:05:48: Andere führen den Zustand auf einen indiginen Anführer zurück, der lange vor der Ankunft der Europäer dort gelebt und Zeremonien abgehalten haben soll.
00:05:59: In beiden Fällen handelt es sich natürlich um Überlieferung – ob sie auch wahr sind, sei mal dahingestellt!
00:06:05: Für die Bewohner scheint das sowieso keine besondere, wichtige Frage zu sein.
00:06:10: Das Ungewöhnliche gehört eben einfach dazu.
00:06:13: Körperlose Stimmen, ortlose Klänge an bestimmten Stellen im Wald soll man nachts gestalten begegnen können und auf den Wegen um Sleepy Hollow gibt es gefühlt keine Brücke kein verlassenes Haus oder kein abgelegenes Feld.
00:06:27: zudem nicht irgendeine unheimliche Geschichte existiert.
00:06:31: besonders die älteren Bewohner kennen eine ganze Reihe solcher Erzählungen.
00:06:36: Sitzt man mit ihnen am Feuer, bekommt man früher oder später davon zu hören!
00:06:41: Die bekannteste Erscheinung soll in der Nähe der alten niederländischen Kirche umgehen.
00:06:46: Ihr Frito fliegt oberhalb des Pucantico, dessen Wasser unterhalb der Anhöhe durch eine bewaldete Schlucht fließt.
00:06:54: Eine hölzerne Brücke führt über den Bach an einer Stelle, an der die Bäume dicht zusammenstehen und ihre Äste weit über den Weg reichen.
00:07:03: Selbst tagsüber dringt hier nur wenig Sonnenlicht durch das Blätterdach.
00:07:07: Wenn nach Einbruch der Dunkelheit zur Kirche möchte, muss einen Weg nehmen auf dem er kaum etwas von seiner Umgebung erkennen kann.
00:07:16: Ausgerechnet dort soll man einem Reiter begegnen können.
00:07:20: Die Gestalt sitzt auf einem großen Pferd und jagt mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Nacht.
00:07:26: Auch wenn man die Gestalt dadurch kaum genauer ansehen kann bleibt ein Detail immer hängen Der Mann besitzt keinen Kopf.
00:07:34: Kopfluss um Herren?
00:07:36: Das kommt bei Ortsfremden schon mal vor und auch unser Reiter gehört dazu.
00:07:41: Während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs soll ein hessischer Soldat durch eine Kanonkugel enthauptet worden sein.
00:07:49: Sein Körper sei anschließend auf dem Friedhof der alten Kirche begraben worden, während er Kopf auf dem Schlachtfeld zurückblieb.
00:07:57: Seitdem so erzählen es die Bewohner findet der Soldat keine Ruhe.
00:08:03: Nacht für Nacht verlässt er sein Grab und raltet dorthin zurück, wo er gestorben ist.
00:08:08: Er sucht nach seinem verlorenen Kopf – und solange er ihn nicht gefunden hat wird er weiter durch die Gegend
00:08:14: ziehen.".
00:08:15: Deutsche Reinlichkeit.
00:08:18: Besonders häufig heißt es, sehe man ihn in der Nähe der Kirche.
00:08:22: Manche wollen ihm aber auch auf den angrenzenden Wegen begegnet sein, woher mitunter im rasendem Galopp durch die Dunkelheit jagt.
00:08:31: Viel Zeit bleibt ihm für seine Suche allerdings nicht, noch vor Tagesanbruch muss er wieder auf dem Friedhof sein.
00:08:38: Ins Leapy Hollow kennt man die Erscheinung deshalb auch unter dem Namen Galloping Hessian of the Hollow – der gallopierende Hesse!
00:08:47: Wie viel davon sich die Bewohner tatsächlich selbst zusammengereimt haben ist schwer zu sagen.
00:08:54: Washington Iving macht jedenfalls kein Hehl daraus dass in diesem Tal gerne und ausgiebig über Geister gesprochen wird.
00:09:02: Selbst Menschen, die ursprünglich wenig für solche Geschichten übrig hatten sollen nach einiger Zeit anfangen seltsame Dinge zu sehen.
00:09:11: Einer auf den diese Beschreibung besonders gut zutrifft ist Ikebot Crane.
00:09:16: Ikebott stammt aus Connecticut und ist nach Sleepy Hollow gekommen um die Kinder der Umgebungen zu unterrichten.
00:09:22: Er isst einen ungewöhnlich großer, ausgesprochen dünner Mann mit langen Armen und Beinen, schmalen Schultern und einer Nase die Aylwinge mit dem Schnabel einer Schnepfe vergleicht.
00:09:34: Wenn er an einem windigen Tag über den Hügel läuft und seine Kleidung um den dürren Körper flattert, könnte man ihn beinahe für eine Vogelscheuche halten.
00:09:44: Als Schulleister verdient Ickebot gerade genug, um über die Runden zu kommen.
00:09:48: Die Familien seiner Schüler nehmen ihn deshalb abwechselnd bei sich auf, versorgen ihn mit Essen und einem Schlafplatz.
00:09:56: Neben seinem gewöhnlichen Unterricht erteilt er Gesangsstunden und steht sonntags mit einigen ausgewählten Sängern auf der Kirchenempore.
00:10:04: Von seiner eigenen Stimme ist er übrigens sehr überzeugt, Alwing beschreibt sie als derart durchdringend dass man ihre eigentümlichen Töne noch in beträchtlicher Entfernung hören kann.
00:10:16: Mit Büchern beschäftigt sich Ikebott selbst gerne wobei ihn besonders Schriften über Hexerei-und übernatürliche Erscheinungen interessieren.
00:10:25: Zu seinen bevorzugten Autoren gehören der puritanische Method, dessen Berichte über Hexen und demonische Einflüsse er mit großer Begeisterung liest.
00:10:34: Was andere Menschen vielleicht als Schauergeschichten betrachten würden, nimmt Ickebot fürbare Münze.
00:10:41: Er glaubt an Hexens Geister- und unheimliche Vorzeichen – es gibt offenbar kaum eine noch so abenteuerliche Erzählung die ihn ernsthaft zweifeln lässt!
00:10:52: Das wird vor allem dann unangenehm wenn er Nachmittags so lange in seinen Büchern gelesen hat, dass es inzwischen dunkel geworden ist.
00:11:01: Auf dem Heimweg muss er häufig durch einsame Waldstücke oder über schmale Fahre zwischen den Feldern.
00:11:08: Die Geräusche die ihn tagsüber kaum interessieren bekommen nun eine ganz andere Schwere – ein Vogel der plötzlich aus dem Unterhals auffliegt lässt ihn zusammenfahren.
00:11:19: Glühwürmchen erschrecken ihn, wenn sie unvermittelt vor seinem Gesicht auftauchen!
00:11:24: Besonders schlimm wird es, wenn ihm ein großer Käfer gegen den Körper fliegt.
00:11:29: Dann soll Ikebot mitunterglauben eine Hexe habe ihn mit einem ihrer Zeichen getroffen.
00:11:36: Abhilfe schafft dabei sein Gesang.
00:11:38: Sobald ihnen die Angst überkommt stimmt er einen Psalm an – möglichst laut und mit einer Entschlossenheit, die man angesichts seiner sonstigen Schreckhaftigkeit kaum erwarten würde!
00:11:50: Die Bewohner von Sleepy Hollow hören seine Stimme dann manchmal aus einem entfernten Waldstück oder von einem dunklen Weg herüberschallen.
00:11:59: Im Winter verbringt er die langen Abende gerne bei den älteren Frauen aus der Gemeinde, während am Kamin Äpfel rösten lauschte ihren Geschichten über verwunschtene Häuser, Erscheinungen auf Friedhöfen und natürlich den kopflosen Reiter.
00:12:14: Solange das Feuer brennt und er bequem in seinem Sessel sitzt, kann er davon gar nicht genug
00:12:19: bekommen.".
00:12:20: Erst wenn die Gesellschaft sich auflöst und er wieder hinaus in die Kälte muss, bereut er seine Begeisterung.
00:12:26: Dann verwandelt sich ein verschneiter Busch in eine reglose Gestalt am Wegesrand.
00:12:31: – eine gute Geistergeschichte zu hören.
00:12:54: Und auch wenn er sich wohl wünschte, dass der kopflose Reiter einfach nur eine erfundene Geschichte war ist der historische Hintergrund dieser Legende durchaus real!
00:13:04: Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kämpften tatsächlich tausende Soldaten aus deutschen Fürstentümern auf britischer Seite.
00:13:14: Nur wie kamen die eigentlich nach Amerika?
00:13:16: und gibt es vielleicht sogar einen wirklichen Soldaten Der als Vorbild für Eivings-Kopflosen Hessen gedient haben könnte, Tim hat sich auf die Suche gemacht.
00:13:27: Am ersten November siebzehntundertsechs und siebzig stehen sich bei White Plains nördlich von New York britische und amerikanische Truppen gegenüber.
00:13:36: Die große Schlacht hat bereits vier Tage zuvor stattgefunden aber die Kämpfe sind damit noch nicht beendet.
00:13:43: Britische Artillerie versucht sich der rechten Flanke der Amerikaner zu nähern wo allerdings einige zwölf Funder in Stellung stehen Damit sind Kanon gemeint, die überraschenderweise zwölf Pfund schwere Geschosse verschießen.
00:13:57: Als die Amerikaner das Feuer eröffnen ziehen sich die britischen Geschütze zurück.
00:14:01: Einen der Soldaten kommt dieser Rückzug allerdings zu spät.
00:14:06: Der amerikanische General William Heath beschreibt die Szene später in seinen Memoaren Eine Kanonenkugel habe einem hessischen Arterleristen den Kopf abgerissen.
00:14:17: Außerdem sei ein Atelierferd tot auf dem Schlachtfeld zurückgeblieben.
00:14:22: Mehr erfahren wir über diese Schlachten allerdings nicht, tief nennt weder seinen Namen noch seine Einheit oder den Ort an dem er begraben wurde.
00:14:30: Bei den Generalen war es vermutlich einfach einer von vielen Vorfällen während eines Krieges der zu diesem Zeitpunkt noch fast sieben Jahre dauern sollte.
00:14:39: Für uns ist die Sache etwas interessanter Denn wir befinden uns nur wenige Kilometer von jenem Tal entfernt, in dem Washington Irving später seinen kopflosen Reiter auftreten lässt.
00:14:51: Damit stellt sich jetzt natürlich die Frage was ein hessischer Soldat siebzehnhundertsechsundsiebzig überhaupt in Amerika verloren hatte?
00:14:58: Ein Urlaub dürfte es kaum gewesen sein!
00:15:02: Um das zu verstehen müssen wir uns die politische Landkarte des achtzehnten Jahrhunderts anschauen.
00:15:07: Ein Deutschland wie wir es heute kennen existierte damals noch nicht.
00:15:11: Stattdessen gab es zahlreiche Fürstentümer, Herzugtümer und andere Territorien die zum heiligen Römischen Reich gehörten.
00:15:19: Einige dieser Staaten verfügten über gut ausgebildete Armeen mit denen sich ziemlich viel Geld verdienen ließ.
00:15:25: Denn wenn andere Herrscher zusätzliche Soldaten benötigten konnten sie sich gegen entsprechende Bezahlungen ganze Truppenkondigente ausleihen.
00:15:33: Genau davon machte Großbritannien Gebrauch als die amerikanischen Kolonänen gegen die britische Herrschaft rebellierten.
00:15:40: König Georg III.
00:15:42: benötigte zusätzliche Truppen, um den Aufstand niederzuschlagen und schloss deshalb Verträge mit mehreren deutschen Fürsten.
00:15:49: Insgesamt dienten während des Unabhängigkeitskrieges ungefähr dreißigtausend deutsche Soldaten auf britischer Seite.
00:15:56: Die meisten stammten aus Hessen.
00:15:58: Kassel aber auch Hessen Hanau, Braunschweig, Waldeck und andere Territorien stellten Truppen.
00:16:04: die Amerikaner bezeichneten sie kurzerhand alle als Hessen.
00:16:08: Ob jemand tatsächlich aus Kassel kam oder beispielsweise aus Braunschweig spielte für einen amerikanischen Soldaten auf dem Schlachtfeld vermutlich sowieso keine Rolle.
00:16:17: Häufig werden diese Männer als Söldner bezeichnet, was allerdings etwas irreführend ist.
00:16:22: Sie hatten sich nicht einfach selbst bei den Briten beworben um gegen Bezahlung in Amerika zu kämpfen.
00:16:27: Ihre Landesherren stellten vielmehr bestehende Regimenter zur Verfügung die weiterhin ihren eigenen Offizieren und militärischen Vorschriften unterstanden.
00:16:35: Viele Soldaten hatten auf ihre Entsendung wenig oder gar keinen Einfluss.
00:16:39: Ihre Försten verdienten an den Verträgen, während die Männer über den Atlantik transportiert wurden und anschließend einen Krieg führten mit dessen politischen Ursachen sie häufig wenig zu tun hatten.
00:16:49: Im Sommer of the summer of the year seventeen hundred seventy-six trafen wir ersten größeren hessischen Verbände im Raum New York ein.
00:16:55: Die Briten wollten die Aufständigen Kolonien militärisch unter Kontrolle bringen und konzentrierten ihre Gruppen zunächst auf die strategisch wichtige Stadt.
00:17:02: Nach den Kämpfen auf Long Island und Manhattan zog sich George Washington mit seiner Armee nach Norden zurück.
00:17:08: Die Briten folgten ihm, damit verlagerte sich der Krieg auch in die Gegend um White Plains und das spätere Sleepy Hollow.
00:17:16: Am achtundzwanzigsten Oktober kam es bei White Planes zu einer größeren Schlacht.
00:17:21: Britische und hessische Einheiten griffen amerikanische Stellungen an und zwangen Washingtensmänner zum Rückzug.
00:17:27: Vier Tage später ereignete sich jener Vorfall, den General Heath in seinen Memoraden beschrieb.
00:17:33: Westchester County entwickelte sich zu einem gefährlichen Grenzgebiet zwischen den britisch kontrollierten Gebieten im Süden und den amerikanischen Stellungen weiter nördlich – man sprach vom sogenannten Neutral Crownt einer neutralen Zone wobei das Wort neutral für die Menschen, die dort lebten vermutlich einen gewissen Honen dargestellt haben dürfte.
00:17:52: Bewaffnete Gruppen beider Seiten durchdriffen die Landschaft, plünderten Bauernhöfe und trieben Vieh fort.
00:17:59: Wer nachts Hufschläge vor seinem Haus hörte hatte durchaus einen Grund beunruhigt zu sein.
00:18:05: Auch in der Nähe von Tarrytown spielte sich ein bekanntes Ereignis des Unabhängigkeitskrieges ab.
00:18:10: Am XXIII.
00:18:11: September, siebzehnhundertachzig hielten drei amerikanische Militionäre den britischen Offizier John Andre an, der geheime Unterlagen über Befestigungen von West Point bei sich trug.
00:18:22: Er hatte mit Benedict Arnold zusammengearbeitet, der die Festung an die Briten verraten wollte.
00:18:28: Einer der Männer trug einen hessischen Uniformrock, weshalb Andre sie zunächst für Verbündete hielt – eine Fehlentschätzung mit beträchtlichen Folgen.
00:18:36: Andre wurde als Spion verurteilt und wenige Tage später gehängt.
00:18:40: Dass Irving ausgerechnet diese Landschaft als Schauplatz seiner Geistergeschichte auswählte ist damit durchaus nachvollziehbar!
00:18:47: Der Krieg hatte Spuren hinterlassen und die Bewohner mussten sich nicht erst ausdenken, dass auf ihren Wegen bewaffnete Reiter unterwegs gewesen waren.
00:18:55: Die Erlebnisse wurden weitererzählt, ausgeschmückt und mit der Zeit Bestandteil der örtlichen Überlieferungen.
00:19:02: Es gibt sogar erhaltene Gräber hessischer Soldaten in der Region.
00:19:05: Auf dem Friedhof der St Pauls Church im heutigen Mount Vernon wurden mehrere deutsche Soldaten bestattet, die während des Feldzuges von siebzehntundertsechsenzig erkrankten und sterben.
00:19:17: Die Kirche war damals als Lazarett genutzt worden und anhand hessischer Militärunterlagen lassen sich fünf der dort begrabenen Männer wahrscheinlich identifizieren.
00:19:27: Sie waren zwischen einundzwanzig- und achtenzwanzig Jahre alt, und gehörten zum Regiment von Knüphausen Und falls euch der Name Knüphausen bekannt vorkommt liegt das vielleicht an dem deutschen Liedermacher Giesbert zu Knüthausen.
00:19:40: Tatsächlich gehört der Musiker zum selben ostfriesischen Adelsgeschlecht wie Wilhelm zu Inhausen und Knüphausen, der dem Regiment seinen Namen gab.
00:19:48: Ein direkter Nachfahre des Generals ist Gisbert allerdings nicht, denn Wilhelm blieb kinderlos.
00:19:54: Verwandtschaft gibt es aber trotzdem nur über einen anderen Zweig der Familie – eine recht unerwartete Verbindung zwischen den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und der Deutschen Indiemusik.
00:20:05: Das ist ein bemerkenswert konkretes Zeugnis deutscher Militärgeschichte in New York.
00:20:10: Mit dem kopflosen Reiter von Sleepy Hollow hat das allerdings keinen nachgewiesenen Zusammenhang.
00:20:15: Auch der Artillerist aus Hiebsmemoan lässt sich nicht ohne Weiteres mit Irvings Gestalt gleichsetzen, aber es gibt durchaus Ähnlichkeiten – Der Soldat starb in den richtigen Gegend im richtigen Krieg und auf ziemlich genau jene Weise die Irving später beschrieb.
00:20:29: Aber wir wissen nicht ob Irving Hiems Memoan gelesen hatte oder ob der Vorfall tatsächlich in den Geschichten der örtlichen Bevölkerung weiter lebte….
00:20:37: Außerdem war der Tote ein Artillerist, das er zu Lebzeiten als Reiter unterwegs gewesen wäre ist nicht belegt.
00:20:44: Ein historischer Kern ist also durchaus vorhanden.
00:20:47: Ob dieser unbekannte Artillerst später auf dem Friedhof der alten niederländischen Kirche bestattet wurde wissen wir dagegen nicht.
00:20:54: Ebenso wenig ist belegt dass die Bewohner anschließend von exakt seinem ruhelosen Geist erzählten.
00:21:00: Vielleicht erfuhr Washington Irving von seinem Tod und machte daraus den galoppierenden Hessen.
00:21:05: Vielleicht kannte er lediglich eine ähnliche Geschichte, die in der Region kursierte.
00:21:10: Es würde jedenfalls erklären, weshalb ein deutscher Soldat in einer amerikanischen Geistergeschichte
00:21:14: auftaucht.".
00:21:21: Die achtzehnjährige Katrina van Tessel besucht Ickebots Gesandungsunterricht und ist die einzige Tochter eines der wohlhabendsten Bauern dagegen.
00:21:31: Sie ist hübsch, weiß offenbar ziemlich gut um ihre Wirkung auf die Männer – und verfügt über eine Eigenschaft, die Ickebot mindestens ebenso anziehen findet!
00:21:40: Sie wird eines Tages den beträchtlichen Besitz ihres Vaters erben.
00:21:45: Der Hof der Familie van Thessel lag in einer fruchtbaren Senke, unmittelbar am Hudson River.
00:21:52: Balthys vom Thessal gehört zu den wohlhabendsten Bauern der Gegend und wer sein Anwesen besuchte konnte das kaum übersehen.
00:22:01: In den Scheunen lagerten die Erträge der Felder, an den Stellen standen gut genährte Tiere, in den Obstgärten hingen die Bäume voller Früchte.
00:22:09: Bei seinem ersten Besuch war Ikebott jedenfalls ausgesprochen beeindruckt.
00:22:16: Besonders die Schweine hatten es ihm angetan, wobei er sie in Gedanken bereits gebraten und mit einem Apfel im Maul auf dem Estisch liegen sah.
00:22:24: Auch die Gänse- und Enten schien ihm herheblich besser zu gefallen, sobald er sich sich in einer passenden Soße vorstellte.
00:22:32: Ikebot hätte diesen Wohlstand durchaus gerne selbst besessen – in seiner Vorstellung hatte er die Farmen bereits gekauft das Vieh zu Geld gemacht und den Allös in riesige Grundstücke weiter westlich investiert.
00:22:46: Dort sei er sich mit Katrina und einer ganzen Schah gemeinsamer Kinder ein neues Leben beginnen, dass eine zukünftige Frau möglicherweise gar keine Lust hatte ihre Heimat zu verlassen spielte bei diesen Überlegungen keine erkennbare Rolle.
00:23:01: Zunächst musste er sie ja ohnehin erst einmal davon überzeugen ihn zu heiraten doch dabei stand ihm jemand im Weg Abraham von Brandt, den die Bewohner von Sleepy Hollow gewöhnlich Brom Bones nannten bei ein kräftiger junger Mann mit breiten Schultern, kurzen schwarzen Locken und einem ziemlich ausgeprägten Selbstbewusstsein.
00:23:23: Er galt als hervorragender Reiter und gewann regelmäßig bei den Wettkämpfen der Umgebung.
00:23:28: Besonders wohl fühlte er sich offenbar wenn er gemeinsam mit seinen Freunden durch die Gegenzug und andere Menschen mit irgendwelchen Streichen zur Verzweiflung brachte.
00:23:38: Manchmal galoppierte die Gruppe mitten in der Nacht mit lautem Geschrei an den Bauernhäusern vorbei.
00:23:44: Brom machte Katrina schon seit einiger Zeit den Hof.
00:23:48: Angeblich war sie seinen Ernährungsversuchen nicht grundsätzlich abgeneigt, doch wirklich festlegen wollte sie sich wohlnicht!
00:23:56: Die übrigen Verehrer hielten sich jedenfalls lieber fern wenn Broms Fert vor dem Zaun der Fantasils stand.
00:24:04: Ausgerechnet erschreckhafte Ickebot dagegen ließ sich nicht abschrecken.
00:24:09: Er wusste zwar, dass ein Faustkampf mit seinem rivalen vermutlich kein besonders erfreuliches Ende nehmen würde, besuchte Katrina aber weiterhin regelmäßig unter dem Vorwand seines Gesangsunterrichts.
00:24:21: Brom versuchte zunächst ihn einzuschichtern.
00:24:25: Als das nichts half wurde der Schulleister zum bevorzugten Opfer seiner Streiche.
00:24:30: Gemeinsam mit seinen Freunden drang Brom nachts in das Schulhaus ein und verwüstete den Unterrichtsraum.
00:24:37: Ikebot, der am nächsten Morgen alles durcheinander geworfen vorfand, vermutete allen Ernstes die Hexen der Umgebung hätten dort eine Versammlung abgehalten.
00:24:47: Ein anderes Mal brachte Brom einem Hund bei auf besonders alberne Weise zu winseln und stellte ihn Katrina als neuen Gesangsschüler vor.
00:24:56: Die Bemühungen blieben allerdings weitgehend erfolglos.
00:24:59: Ikebott ließ sich weder vertreiben noch zu einer Prügelei überreden Und Brom musste zusehen, wie sein Konkurrent weiterhin regelmäßig bei den Fantassels ein- und ausging.
00:25:12: An einem Herbstnachmittag erreichte schließlich ein Boote den Schulmeister.
00:25:18: Beltes Fantassel veranstaltete noch am selben Abend ein großes Fest auf seinem Hof – und Ikebot war eingeladen!
00:25:26: Der Unterricht wurde daraufhin natürlich zügig beendet.
00:25:30: Ikebott machte sich zu Recht, zog seinen besten Anzug an und ließ sich von Hans van Ripper ein Pferd namens Gunpowder.
00:25:37: Die alte Gaul hatte früher einmal als Ackerpferd gearbeitet, und sah inzwischen aus, als hätte er einen beträchtlichen Teil seiner Lebensfreude verloren – wie in Wunderts!
00:25:48: Er war dünn, struppig und besaß nur noch auf einem Auge eine Popille.
00:25:52: Seinem schwierigen Temperament hatte das Alter allerdings kaum geschadet.
00:25:57: Gemeinsam machten sich die beiden auf den Weg zur Fantesselfarm.
00:26:02: Es war ein klarer Herbsttag.
00:26:04: Die Wälder entlang des Hatzen hatten sich bereits gelb und rot gefärbt, auf den Feldern standen die letzten Ernten.
00:26:12: Ikebot war bester Laune – das änderte sich auch nicht als er am Abend den Hof erreichte und feststellte dass bereits zahlreiche Gäste eingetroffen waren.
00:26:22: Brom Bones war ebenfalls da!
00:26:25: Er hat sein Lieblingspferd Daredevil mitgebracht Ein temperamentvolles Tier, das sich von kaum jemandem außer seinem Besitzer reiten ließ.
00:26:34: Während Brom eher missmutig in einer Ecke saß, genoss Ikebott das Fest in vollen Zügen.
00:26:40: Die Tische waren mit Kuchen, Pasteten, Fleisch und allerlei anderen Speisen gedeckt.
00:26:47: Anschließend wurde getanzt und der Schulmeister führte Katrina über die Tanzfläche.
00:26:52: Über seine eigenen Fähigkeiten war er mindestens ebenso begeistert wie über die Gesellschaft seiner Partnerin.
00:26:59: Erst als die Musik verstummte und sich die Gäste zu kleineren Gruppen zusammenfanden, änderte sich die Stimmung.
00:27:06: Einige ältere Männer saßen mit Balthus von Tassel zusammen, rauchten ihre Pfeifen und unterhielden sich über den Unabhängigkeitskrieg.
00:27:14: Irgendwann kamen die Männer jedoch auf die Geistergeschichten der Umgebung zu sprechen.
00:27:18: Einer erzählte von einem Baum an dem man nachts die Klagerufe verstorbener hören könne.
00:27:25: Ein anderer erinnerte an die Frau in Weiß, die angeblich bei Ravenrock umging.
00:27:30: Sie sollte dort einst im Schnee gestorben sein und machte sich seither vor allem in stürmischen Winternächten bemerkbar.
00:27:38: Die meisten Geschichten drehten sich jedoch um den kopflosen Reiter.
00:27:43: In letzter Zeit zu behaupteten einige Gäste sei ja wieder häufiger gesehen worden.
00:27:48: Angeblich streife er nachts durch die Gegend und binde sein Pferd zwischen den Gräbern des alten Friedhofs an.
00:27:55: Besonders gefürchtet war die Brücke unterhalb der Kirche, wo man dem Geist schon mehrfach begegnet sein wollte.
00:28:03: Ein Mann namens Brower hatte angeblich eine solche Begegnung erlebt.
00:28:07: Er war für seinen Unglauben bekannt gewesen und hatte sich über die Spukeschichten der Bewohner lustig gemacht bis er eines Nachts selbst auf den Reiter traf.
00:28:18: Der Geist zwang ihn, hinter ihm aufzusitzen und gemeinsam jagten sie durch Waldstücke über Hügel und Durchsimpfe.
00:28:27: Brower konnte nicht absteigen und musste sich an seinem unheimlichen Begleiter festklammern während das Pferd mit ihnen durch die Dunkelheit raste.
00:28:36: Schließlich erreichten Sie die Brücke beim Friedhof.
00:28:39: Dort verwandelte sich der Reiter plötzlich in ein Skelett, warf Brower in den Bach und sprang mit seinem Pferde über die Baumwipfel davon.
00:28:47: Ein gewaltiger Donnerschlag begleitete sein Verschwinden.
00:28:50: Brom Bones zeigte sich davon wenig beeindruckt.
00:28:54: Er behauptete sogar, selbst einmal dem kopflosen Hessen begegnet zu sein!
00:28:59: Auf dem Rückweg aus dem benachbarten Sing Sing habe der Reiter ihn eingeholt und sei neben ihm hergaloppiert.
00:29:06: Sing Sing heißt heute übrigens Ossening.
00:29:09: Dort entstand einige Jahre später das berüchtigte gleichnamige Gefängnis In dem, in neunzehntsechsundreißig Albert Fisch ingerichtet wurde.
00:29:18: Den kennen wir bereits aus Folge neun – dem Werewolf of Wisteria.
00:29:22: Brom hätte allerdings nicht daran gedacht vor irgendeinem Geist davon zu laufen.
00:29:27: Stattdessen habe er ihn zu einem Wettrennen herausgefordert bei dem es um eine Schüssel-Punch ging.
00:29:33: Sein Pferd Der Devil sei schneller gewesen als das des Geistes und Brom hatte das Rennen selbstverständlich gewonnen.
00:29:40: Als beide jedoch die Brücke bei der Kirche erreichten, habe der kopflose Reiter plötzlich aufgegeben.
00:29:47: Er sei in einem gewaltigen Feuerblitz verschwunden noch bevor Brom seinen verdienten Punch einfordern konnte.
00:29:53: Ikebot hörte diesen Geschichten aufmerksam zu.
00:29:56: Gelegentlich steuerte er selbst einige seine Erlebnisse bei oder berichtete von den unheimlichen Begebenheiten über die er bei Cotton Martha gelesen hatte.
00:30:06: Inzwischen war es draußen dunkel geworden.
00:30:09: Die Männer saßen beieinander und sprachen mit gedämpften Stimmen, während das Glimmen ihrer Pfeifen ihre Gesichter hin- und wieder aus der Dunkelheit hervortreten ließ.
00:30:19: Irgendwann löste sich die Gesellschaft auf.
00:30:22: Die Bauern holten ihre Familien zusammen, bestiegen ihren Wagen und machten sich auf den Heimweg.
00:30:28: Doch eine Weile waren das Rattern der Räder und das Klappern der Hufe zu hören, während die Gäste über die Wege davonfuhren.
00:30:35: Schließlich wurde es still auf dem Hof.
00:30:38: Nur Ikebott blieb noch zurück.
00:30:40: Er wollte die Gelegenheit nutzen, um mit Katrina allein zu sprechen.
00:30:45: Was die beiden miteinander besprachen, verrät Washington Arving nicht.
00:30:49: Offenbar verlief das Gespräch allerdings ganz anders als Ikebot es sich vorgestellt hatte.
00:30:54: Nach kurzer Zeit verließ er das Haus – niedergeschlagen und ohne sich noch einmal für den Besitz der Familie zu interessieren, den er sonst so gerne betrachtete.
00:31:04: Im Stall fand er Gunpowder.
00:31:06: Ikebot weckte das schlafende Pferd ziemlich unsanft, führte es hinaus und stieg auf.
00:31:11: Inzwischen war's spät geworden – die anderen Gäste waren längst unterwegs und vor dem Schulmeister lag ein einsamer Ritt durch die Hügel oberhalb von Tarrytown.
00:31:22: Gunpowder setzte sich in Bewegung!
00:31:27: Der Weg zurück nach Sleepy Hollow führten Ikebott über dieselben Hüge, die einem Nachmittag noch in bester Stimmung überquert hatte.
00:31:35: Da hatte die Sonne auf den Feldern gelegen und Gunpowder war in aller Ruhe zwischen Obstgärten und Weiden dahingetrottet.
00:31:43: Jetzt war es beinahe Mitternacht.
00:31:45: Tief unterhalb des Weges lag der Hudson River, dessen breite Wasserfläche kaum noch von den umliegenden Hügeln zu unterscheiden war.
00:31:54: Gelegentlich zeichnete sich der Mast eines vorankerligenden Segelschiffes gegen den Himmel ab – ansonsten war von der Welt dort unten nicht viel zu erkennen!
00:32:04: Die Nacht war ungewöhnlich still.
00:32:07: Vom gegenüberliegenden Flussufer drang das Fernebellen eines Hundes herüber, irgendwo zwischen den Hügeln krehte ein Hahn der offenbar zu früh aufgewacht war.
00:32:18: Dann hörte Ickebock eine Weile nur noch das gleichmäßige Auftreten der Hufe und des gelegentliche Quaken eines Frosches aus dem sumpfigen Wiesn.
00:32:28: Die Geräusche waren so weit entfernt, dass sie ihm die Einsamkeit seines Heimweges erst richtig bewusst machten.
00:32:34: Inzwischen hatte sich seine schlechte Stimmung mit etwas vermischt, das ihm nur allzu vertraut war.
00:32:40: Während des Festes hat Ekebott mal wieder mit großer Begeisterung den Erzählungen der älteren Gäste gelauscht.
00:32:47: Jetzt erinnerte er sich an jede Einzelne von ihnen – besonders die Geschichten über den kopflosen Hessen beschäftigten ihn!
00:32:56: Es war ja nicht so, dass er an irgendeinem unbekannten Ort unterwegs gewesen wäre.
00:33:01: Die Wege kannte er durchaus und ausgerechnet das machte die Sache gruselig.
00:33:07: Zu beinahe jedem Baum und jedem Bach fiel ihm eine Geschichte ein in der jemand einem Geist begegnet war.
00:33:14: Der Himmel hatte sich mittlerweile zugezogen Wolken schoben sich vor die Sterne Und die wenigen helleren Stellen zwischen den Bäumen verschwanden nach und nach.
00:33:24: Ickebott giel nach dem Licht eines Bauernhauses ausschau, sah jedoch keines.
00:33:30: Stattdessen näherte er sich einem gewaltigen Tulpenbaum der mitten am Weg stand und dessen mächtige verwachsene Äste weit über die Straße ragten.
00:33:40: Der Baum war laut Irving in der Umgebung als Major-Andre-Baum bekannt.
00:33:46: In seiner Nähe war während des Unabhängigkeitskrieges der britische Offizier John Andre gefangen genommen worden Und seither erzählte man sich von seltsamen Erscheinungen und Klagerufen, die dort nachts zu hören sein sollten.
00:33:59: Ilkebott begann zu pfeifen.
00:34:02: Vielleicht wollte er sich selbst ein wenig Mut machen?
00:34:04: Vielleicht hofft er auch dass irgendein anderer Reisender ihn hören würde!
00:34:09: Aus der Krone des Baumes kam ein ähnlicher Laut zurück, woraufhin er augenblicklich verstummte.
00:34:15: Erst beim genaueren Hinhören bemerkte er das der Wind durch die trockenen Äste fuhr.
00:34:20: Kurz darauf entdeckte er etwas Helles zwischen den Zweigen.
00:34:24: Es sah aus, als würde dort eine Gestalt hängen.
00:34:27: Ikebot hielt an und betrachtete die Stelle bis er erkannte dass ein Blitz einen Teil der Rinde abgesprengt hatte.
00:34:36: Das freiliegende Holz schimmerte Weiß in der Dunkelheit.
00:34:39: Gerade wollte er weiterreiten als ein tiefes Stöhnen aus dem Baum drangen!
00:34:44: Ikebott zuckte zusammen seine Knie schlugen gegen den Sattel Und für einen Augenblick dürfte er fest davon überzeugt gewesen sein, dass die Geschichten über diesen Ort der Wahrheit entsprachen.
00:34:56: Tatsächlich rieben lediglich zwei schwere Äste aneinander, die sich im Wind bewegten.
00:35:02: Er brachte den Baum hinter sich ohne einem Geist begegnet zu sein.
00:35:07: Lange gilt die Erleichterung allerdings nicht an.
00:35:10: Ein Stück weiter überquerte ein kleiner Bach den Weg.
00:35:13: Dahinter lag ein sumpfiges dichtbeweildetes Gelände dass die Bewohner Wiley Swamp nannten.
00:35:20: Über das Wasser führten einige nebeneinander liegende Baumstämme, die als einfache Brücke dienten.
00:35:26: Eichen, Kastanien und wilde Weinreben wuchs an den Ufern so dicht zusammen, dass die Stelle selbst am Tag wenig einladend wirkte.
00:35:36: Hier – so erzählte man sich in der Gegend – hatten sich eins jene Männer verborgen gehalten, die John Andrew gefangen nahmen.
00:35:44: Auch dieser Übergang galt deshalb als verwunschen!
00:35:47: Ickebot wollte demnöglichst schnell hinüber.
00:35:50: Er trieb Ganpowder an, doch der alte Gaul hatte offenbar eine bessere Idee.
00:35:55: Statt über die Brücke zu gehen, wich er zur Seite aus und drängte gegen den Zaun am Wegesrand.
00:36:00: Ikebot zog an den Zügeln, trat ihm in die Flanken und versuchte ihn auf den richtigen Weg zu bringen.
00:36:06: Ganpowde reagierte mit einem Satz in die entgegengesetzte Richtung und landete beinahe im Gebüsch.
00:36:12: Schließlich setzte sich das Pferd doch in Bewegung!
00:36:15: Schnaubte laut und blieb unmittelbar vor der Brücker wieder stehen.
00:36:20: In diesem Moment hört Ikebot etwas am Bachufer.
00:36:23: Es klang, als würde jemand mit schweren Schritten durch den feuchten Boden gehen.
00:36:28: Zwischen den Bäumen bewegte sich etwas Dunkles So groß dass er seine Gestalt zunächst kaum einordnen konnte.
00:36:36: Der Umriss hob sich nur schwach von den Stämmen dahinter ab.
00:36:40: Dann bliebt die Erscheinung preklus stehen saß auf seinem Pferd und starte in die Dunkelheit.
00:36:47: Er konnte wieder erkennen, was dort auf ihn wartete noch abschätzen, wie weit es entfernt war.
00:36:53: Um zu kehren erschien ihm aussichtslos.
00:36:56: Falls es sich tatsächlich um einen Geiss handelte würde er auf Gunpowder vermutlich ohnehin nicht entkommen.
00:37:02: Er nahm also seinen Mut zusammen und fragte wer dort sei.
00:37:06: doch niemand antwortete.
00:37:08: Ikebot wiederholte seine Frage diesmal mit hörbar weniger Selbstvertrauen.
00:37:13: Die Gestalt rührte sich nicht.
00:37:15: Schließlich gab er Ganpowder erneut die Sporen, schloss die Augen und begann so laut einem Time zu singen wie es seine Stimme zuließt.
00:37:24: Noch während Ersangen setzte sich das dunkle Etwas in Bewegung.
00:37:27: Mit einem gewaltigen Satz kam es aus dem Schatten der Bäume hervor und stand plötzlich mitten auf dem Weg.
00:37:34: Nun konnte Ikebot erkennen dass es sich um einen Reiter handelte.
00:37:38: Der Fremde saß auf einem großen schwarzen Pferd und war selbst von beträchtlicher Gestalt.
00:37:44: Was er hier mitten in der Nacht zu suchen hatte, ließ sich schwer sagen.
00:37:48: Er machte jedenfalls keinerlei Anstalten, Ikebot zu begrüßen oder ihm etwas anzutun.
00:37:55: Stattdessen hielt er sich zunächst am Rand des Weges und ritschweigend neben ihm.
00:37:59: her.
00:38:00: Gunpowder hatte seinen anfänglichen Schrecken inzwischen überwunden und setzte sich wieder in Bewegung.
00:38:06: Ikebott war von der unerwarteten Gesellschaft allerdings alles andere als begeistert.
00:38:11: Er erinnerte sich an Brom Bones und dessen angebliches Wettrennen mit dem kopflosen Hessen.
00:38:17: Vielleicht würde es genügen, den Fremden einfach hinter sich zu lassen?
00:38:21: Er beschleunigte – der andere Reiter wurde ebenfalls schneller!
00:38:26: Ickebot nahm das Tempo zurück und ließ Gunpowder langsam weitergehen.
00:38:31: Sofort verlangsamte auch der unbekannte seinen Ritt.
00:38:34: Der Schulmeister versuchte es noch einmal.
00:38:36: Doch ganz gleich wie schnell oder langsam er sich bewegte Sein Begleiter blieb auf gleicher Höhe.
00:38:42: Dabei sagte er kein Wort, Ikebot wagte schließlich kaum noch zu ihm hinüberzusehen.
00:38:49: Seine Kehle war trocken geworden und als er sich mit einem weiteren Zeilen beruhigen wollte brachte er keinen Ton mehr heraus.
00:38:58: Das Schweigen des Fremden machte ihm inzwischen mehr Angst als dessen Erscheinung.
00:39:03: Selbst ein unangenehmer nächtlicher Begleitter hätte irgendwann nach dem Weg gefragt oder zumindest einen Gruß erwidert.
00:39:10: Dieser Mann schien sich ausschließlich dafür zu interessieren, Ikebot nicht aus den Augen zu verlieren.
00:39:17: Dann erreichten sie eine Anhöhe auf der sich die Bäume lichteten.
00:39:20: Für ein kurz Moment zeichnete sich der Fremde deutlich gegen den Nachthämmel ab.
00:39:26: Er war riesig, trug einen dunklen Mantel und saß aufrecht auf einem Schwarzen Pferd.
00:39:31: Ikebott sah seinen Oberkörper – die Schultern und den Hals.
00:39:36: Darüber war nichts!
00:39:38: Wo der Kopf des Mannes hätte sein müssen, befand sich lediglich die Dunkelheit des Himmels.
00:39:43: Und als Ikebot seinen Blick langsam senkte, erkannte er etwas das ihm weinal noch mehr Angst machte.
00:39:49: Der Kopf lag vor dem Reiter auf dessen Sattel.
00:39:53: Ikebott verlor die Beherrschung.
00:39:55: Er schlug mit seiner Peitsche auf Ganpowder ein, trat ihn in die Flanken und versuchte das Pferd zu einem möglichst schnellen Galopp zu bewegen.
00:40:02: Der alte Gaul, der sich vor wenigen Augenblicken noch geweigert hatte eine harmlose Brücke zu überqueren, entwickelte plötzlich eine erstaunliche Geschwindigkeit.
00:40:12: Allerdings gelang es Ickebot nicht sein Verfolger abzuschütteln!
00:40:16: Das Schwarze Pferd setzte sich ebenfalls in Bewegung und jagte ihm hinterher.
00:40:21: Steine flogen unter den Hufen hervor – Ickebots Mantel flatterte hinter ihm, während er seinen langen dünnen Körper weit über Ganpowders Hals beugte.
00:40:30: Zweige schlugen gegen seine Kleidung und der unebene Weg ließ ihn im Sattel hin- und herspringen.
00:40:36: Doch immer hörte er hinter sich die Hubschläge des anderen Pferdes, das ihm offenbar mühelos folgen konnte.
00:40:43: Sie erreichten die Abzweigungen nach Sleepy Hollow – doch Ganpowder bog nicht in Richtung des Tals ab.
00:40:49: Stattdessen stürmte er den abschüssigen Weg hinunter, der durch eine sandige von Bäumen beschattete Senke zur alten niederländischen Kirche führte.
00:40:58: Ickebot konnte ihn nicht mehr lenken.
00:41:01: Er hatte alle Mühe, sich überhaupt auf dem Rücken des Tieres zu halten.
00:41:05: Mitten in der Senke geschah das nächste Unglück.
00:41:08: Der Sattelgurt riss und Ickebot spürte wie der Sattell unter ihm zurutschen begann.
00:41:13: Verzweifelt griff er nach dem Sattelpnauf und versuchte das Leder festzuhalten.
00:41:17: Doch im nächsten Augenblick glitt der gesamte Sattle unter ihm hervor.
00:41:22: Gerade noch rechtzeitig warf Ickebott sich nach vorne und klammerte sich an Gunpowders Hals.
00:41:27: Hinter sich hörte er, wie der Sattel zu Boden fiel und unter den Hufen seines Verfolgers zertrampelt wurde.
00:41:34: Für einen kurzen Moment musste er sogar an Hands from Ripper denken, da ihm das Pferd samt seinem guten Sonntagsattel geliehen hatte.
00:41:42: Im Augenblick hatte Ickebot allerdings ein anderes Problem.
00:41:45: Er saß auf einem ungesattelten völlig verängstigten Pferde, dass ihn bei jedem Sprung beinahe abwarf und hinter ihm gallopierte ein Mann ohne Kopf.
00:41:55: Dann öffnete sich vor ihm das Blätterdach.
00:41:57: Zwischen den Bäumen konnte er die weißgekalkten Mauer an der Kirche erkennen.
00:42:01: Wenig später schimmerte das Wasser des Baches im schwachen Licht der Sterne und unmittelbar davor lag die hölzerne Brücke, die aus den Geschichten des Abends so gut kannte.
00:42:14: Ikebott erinnerte sich an Brahms Erzählung.
00:42:17: Der hatte behauptet dass der kopflose Reiter an dieser Brücke verschwunden sei gerade als der Devil ihn überholen wollte.
00:42:24: Wenn er selbst das andere Ufer erreichte, würde ihm der Geist vielleicht nichts mehr anhaben können.
00:42:30: Gunpowder raste auf die Brücke zu.
00:42:32: Hinter ihn wurde das Schnauben des schwarzen Pferdes immer lauter bis Ickopot glaubte seinen heißen Atem zu spüren.
00:42:39: Er trieb den alten Gaul ein letztes Mal an und Gunpowdersprang auf die Holzplanken.
00:42:44: Für einen Augenblick übertönte das donnernde Klappen seiner Hufen alle anderen Geräusche.
00:42:50: dann hatten sie die Brücken überquert.
00:42:53: Ikebott blickte zurück.
00:42:55: Der Reiter war noch immer da, er befand sich unmittelbar hinter ihn und machte keinerlei Anstalten in einem Feuerblitz zu verschwinden.
00:43:03: Stattdessen erhob er sich in seine Steigbügel, griff nach dem Gegenstand den er bisher vor sich auf dem Sattel getragen hatte und hob ihn mit einer Hand hoch.
00:43:13: Ikebot sah den abgetrennten Kopf auf sich zufliegen.
00:43:17: Er versuchte auszuweichen doch der Gegenstand traf ihm mit voller Wucht am Schädel.
00:43:22: Der Aufprall war so heftig, dass er den Halt verlor und Kopfüber in den Staub stürzte.
00:43:28: Gunpowder galloppierte weiter – mit ihm verschwanden auch das schwarze Pferd und sein kopfloser Reiter in der Dunkelheit.
00:43:36: Am nächsten Morgen fanden die Bewohner lediglich Gunpowders wieder.
00:43:41: Als Ickebot auch zur Mittagszeit nicht erschien, begann Hans von Ripper nach ihm zu suchen.
00:43:46: Die Spuren führten schließlich auf den Weg zur alten Kirche, wo man den verlorenen Sattel entdeckte.
00:43:52: Er lag zertrampelt im Schmutz und daneben waren tiefe Hufabdrücke zu erkennen, die von mehreren Pferden stammen mussten.
00:43:59: Sie führten weiter zur Brücke als wären die Tiere dort mit beträchtlicher Geschwindigkeit entlanggerast.
00:44:05: Jenseits des Übergangs fand man am Ufer des Barres schließlich Ickebots Hut.
00:44:10: Direkt daneben lag ein zertrimmerter Kürbis.
00:44:13: Die Männer suchten im Wasser nach dem verschwundenen Schulmeister doch sie fanden keinen Körper.
00:44:19: Auch an den folgenden Tagen tauchte Ikebott nicht wieder auf.
00:44:23: Hans van Ripper durchsuchte seine wenigen Habseligkeiten, darunter etwas Kleidung, ein Gesangsbuch und verschiedene Schriften über Hexerei-und Vasagerei.
00:44:33: Besonders viel gab es nicht zu verwalten.
00:44:36: Das Schulhaus gehörte der Gemeinde Und Ikebot's persönlicher Besitz passte beinahe vollständig in ein kleines Bündel.
00:44:43: Van Ripper verbrannte die Bücher und beschloss, seine eigenen Kinder künftig lieber nicht mehr zur Schule zu schicken.
00:44:50: Lesen und Schreiben hatten seiner Ansicht nach offenbar noch niemandem etwas Gutes gebracht.
00:44:55: In Sleepy Hollow wurde der Vorfall ausführlich besprochen.
00:44:59: Die Menschen erinnerten sich an die Geschichten vom kopflosen Reiter, an Browers angebliche Begegnung und an Brahms Wettrennen.
00:45:07: Der Hut, die Hufspuren oder das Verschwinden des Schulmeisters schien für viele Bewohner eine ziemlich eindeutige Sprache zu
00:45:14: sprechen.".
00:45:15: Der galoppierende Hesse hatte Ikebot Crane geholt.
00:45:18: Nach einiger Zeit wurde die Schule an einen anderen Ort verlegt und der neue Lehre eingestellt.
00:45:25: Ikebott hatte weder Frau noch Kinder, und daher niemandem Geld schuldete, schien er sich die Aufregung um seinen Verbleib allmählich zu legen.
00:45:34: Allerdings tauchte einige Jahre später ein Bericht auf, der mit der übernatürlichen Erklärung nicht besonders gut zusammenpasste.
00:45:42: Ein alter Bauer war nach New York gereist und behauptete, nach seiner Rückkehr Neuigkeiten über Ecobot Crane mitgebracht zu haben.
00:45:51: Der ehemalige Schulmeister sei keineswegs tot, sondern habe Sleepy Hollow aus Angst von dem vermeintlichen Geist vor Hans Ripper's Zorn und als Enttäuschung über Katrina verlassen.
00:46:02: An einem anderen Ort habe er zunächst wieder unterrichtet – später Jura studiert und schließlich eine Laufbahn in der Politik- und Rechtsprechung eingeschlagen.
00:46:11: Ob diese Nachricht tatsächlich stimmte, konnte in Sleepy Hollow niemand überprüfen.
00:46:16: Einige Bewohner glaubten sie – andere hielten weiteren daran fest, dass Ickebott einem übernatürlichen Wesen zum Opfer gefallen war.
00:46:24: Gerade die älteren Frauen des Ortes waren davon überzeugt, dass der kopflose Reiter ihn fortgeschafft hatte.
00:46:31: Die verlassene Schule verfiel mit der Zeit und irgendwann hieß es sogar und konnten dort an stillen Sommerabenden noch immer Ikebots Stimme hören, die irgendwo zwischen den Bäumen einen traurigen Psalm sang.
00:46:44: Katrina von Tessel heiratete unterdessen Brom Bones – der galt weiterhin als einer der besten Reiter dagegen und ließ sich von den Geschichten über den Kopflosen Hessen offenbar nicht besonders beeindrucken.
00:46:57: Wenn jemand auf Ikebotts Verschwinden zu sprechen kam, hörte er sich die Erzählung gewöhnlich mit einem eigentümlich wissenden Gesichtsausdruck an Und sobald diese trümmerte Kürbis erwähnt wurde, brach Brom in scharlendes Gelechter aus.
00:47:12: Mit Broms Gelechter endet Ivings Geschichte – wir verlassen den Hudson River und überqueren den Atlantik!
00:47:19: Denn schon, siebzehnhundertdreiundachtzig also siebenund dreißig Jahre vor der Veröffentlichung von Sleepy Hollow erschienen Deutschland eine Erzählung, in der ein Reisender eine bemerkenswert eliche Begegnung erlebt.
00:47:31: Schauplatz ist das Riesengebirge im heutigen Grenzgebiet zwischen Polen und Tschechien.
00:47:37: Dort ist eine Kutsche unterwegs nach Karlsbad.
00:47:40: Die Sonne ist längst untergegangen, während Gräfin Cecilie mit ihren beiden Töchtern in einer Sofe im Wagen schläft sitzt ihr Diener Johann neben dem Kutscher.
00:47:50: Er würde vermutlich ebenfalls gerne die Augen schließen.
00:47:53: durch ausgerechnet hier mitten in den Bergen fällt ihm jede Geschichte wieder ein die er jemals über Rübezahl gehört hat.
00:48:02: Der sagenhafte Berggeist soll Wanderern Streiches spielen, die sie in die Irre führen und den Gestalten erscheinen, die selbst hartgesottene Reisende in Angst- und Schrecken versetzten.
00:48:13: Johann hatte solche Geschichten früher mit großer Begeisterung gehört – nun allerdings hätte er sie lieber alle vergessen!
00:48:21: Als der Kutscher plötzlich die Pferde anhält wird Johann hellhörig.
00:48:26: Er blickt auf den Weg und entdeckt in einiger Entfernung eine Gestalt, die langsam vor ihnen hergeht.
00:48:32: Sie ist ungewöhnlich groß, trägt einen schwarzen Mantel mit einem weißen Kragen und scheint keinen Kopf zu besitzen.
00:48:39: Sobald die Kutsche anhält bleibt auch der Fremde stehen.
00:48:43: Setzt der Kutscher die Pferde wieder in Bewegung geht die Gestalt weiter.
00:48:48: Johann bekommt es mit der Angst zu tun.
00:48:50: Er weckt die Gräfen, die allerdings wenig Verständnis für seine Aufregung hat.
00:48:54: Cecilia ist eine aufgeklärte Frau, die mit den Vorstellungen ihrer abergläubischen Dienerschaft nicht viel anfangen kann.
00:49:02: Als Johann ihr von dem Mann ohne Kopf berichtet entgegnet sie solche Männer sein schließlich keine Seltenheit.
00:49:09: Davon gebe es in Breslau und anderswo genug.
00:49:12: Ihre Töchter finden den Scherz natürlich wenig beruhigend.
00:49:15: Sie haben die Erscheinung inzwischen ebenfalls gesehen und sind überzeugt das Rübezahl hinter dem Wagen herist.
00:49:22: Die Gräfin beginnt gerade ihnen ausführlich zu erklären, warum es keine Geister gibt als der Fremde erneut zwischen den Bäumen auftaucht.
00:49:31: Jetzt ist er nur noch wenige Schritte entfernt.
00:49:35: Johann hatte sich tatsächlich geirrt – Der Mann besitzt einen Kopf!
00:49:39: Allerdings befindet er sich nicht auf seinen Schultern.
00:49:42: Er trägt ihn vor der Brust so beiläufig wie ein kleiner Hund auf dem Arm.
00:49:47: Die Frauen schreien auf.
00:49:49: Selbst die GräFin verliert für einen Augenblick ihre Fassung.
00:49:52: Johann versucht noch mit einem Frommenspruch, die guten Geister zu Hilfe zu rufen.
00:49:57: Doch bevor er ihn beenden kann, schleutert der Schwarzmantel seinen Kopf nach ihm.
00:50:02: Er trifft Johann mitten an der Stirn so dass dieser vom Kutschbock stürzt.
00:50:06: Gleich darauf wird auch der Kutscher niedergeschlagen.
00:50:09: Der vermeintliche Geist übernimmt die Zügel erklärt die gesamte Reisegesellschaft zu seiner Beute und treibt die Pferde in wildem Tempo durch den Wald.
00:50:18: Die Frauen sitzen hilflos im Wagen während die Kutsche über den unebenen Weg rast.
00:50:23: Dann taucht ein weiterer Reiter auf, der sich zunächst einfach neben die Kutsche setzt und mit ihr Schritt hält!
00:50:30: Der Schwarzmantel versucht mehrmals ihn abzuschütteln doch der Fremde bleibt an seiner Seite.
00:50:36: Noch merkwürdiger ist sein Pferd als besitzt nur drei Beine.
00:50:40: Schließlich spricht er Reiter den kopflosen Kutscher an und fragt wohin die Reise gehen soll.
00:50:46: Als dieser ihm frech antwortet erfahre eben seiner Nase nach.
00:50:50: Will der Fremde wissen, wo er diese Nase denn habe?
00:50:53: Dann packt er ihn, zieht ihm vom Kutschbock und wirft ihn zu Boden.
00:50:58: Unter dem schwarzen Mantel steigt ein ganz gewöhnlicher Mann.
00:51:01: Der zweite Reiter ist dagegen tatsächlich Rübezahl Und er ist alles andere als begeistert, dass jemand in seinem Namen Reisende überfällt.
00:51:11: Der Betrüger gesteht schließlich wie auf die Idee gekommen ist.
00:51:14: Er hatte zufällig erfahren das die reisegesellschaft nachts durch die riesengebirge fahren würde und dass Johann furchtbare Angst vor Rübezahl hatte.
00:51:24: Also besorgte er sich den schwarzen Mantel eines Dorfkisters, nahm einen Kürbis, den er in dessen Haus entdeckt hatte und fertigte daraus seine Verkleidung.
00:51:32: Er wollte die Reisenden erschrecken, die Kutsche an einen abgelegenen Ort bringen und die Frauen anschließend um ihr Geld und ihren Schmuck erleichtern.
00:51:41: Ein schwarzer Mantel, ein kopfloser Mann und ein Kürbus der gegen die Stirn eines verängstigten Reisendens fliegt.
00:51:47: Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?
00:51:51: Die Geschichte stammt aus der fünften Rübezahl-Legende des deutschen Schriftstellers Johann Karl August Museus.
00:51:58: Sie erschien in dem zweiten Band seines Volksmärchen der Deutschen.
00:52:04: Also sieben und dreißig Jahre vor Washington I-Rings The Legend of Sleepy Hollow.
00:52:09: Schon in den Seventonhunderteinundneunzig lag außerdem eine englische Übersetzung der Rübetzahl Legenden vor!
00:52:16: Die Ähnlichkeiten beschränken sich keineswegs auf den fehlenden Kopf.
00:52:20: Beide Texte handelten von einem ausgesprochen abergläubischen Mann, der nachts auf einer einsamen Strecke einer unheimlichen Gestalt begegnet.
00:52:29: Der vermeintliche Geist passt sein Tempo dem Reisenden an – er antwortet nicht auf dessen Annäherungsversuche und trägt seinen Kopf schließlich vor dem Körper.
00:52:38: Als er ihn nach seinem Opfer schleudert, endet die Begegnung mit einem Sturz.
00:52:43: Bei Museus erfahren wir später ausdrücklich dass der Kopf nur ein Kürbis war und die Erscheinung von einem gewöhnlichen Menschen inszeniert wurde.
00:52:51: Arwing lässt uns diese Erklärung selbst aus den Lindizien erschließen, das fiel allerdings lange Zeit kaum jemandem auf.
00:52:59: Erst in den letzten Jahren untersuchte der Literaturwissenschaftler Henry A. Pogman die deutschen Vorlagen von Arvings Sketchbook und stellte die beiden Geschichten systematisch nebeneinander.
00:53:11: Seine Untersuchung zeigte wie viel der amerikanische Autor aus älteren europäischen Erzählstoffen übernommen haben könnte.
00:53:19: Bei der Rübezahl-Legende reichen die Übereinstimmungen bis in einzelne Abläufe und Formulierungen hinein, ob Arwing gerade die englischte Übersetzung von seventeenhundertneunzig gelesen hat oder den Stoff auf anderen Wegen kennenlernte ist nicht ganz klar.
00:53:35: Seine ausgedehnten Reisen nach Deutschland fanden jedenfalls erst nach der Veröffentlichung von Sleepy Hollow statt.
00:53:42: Als Erklärung für die Entstehung der Geschichte von eighteenundzwanzig taugen diese Reisen also nicht.
00:53:48: Museus ist außerdem nicht die einzige mögliche Verbindung.
00:53:53: Auch in anderen europäischen Erzählungen finden sich nächtliche Verfolgungsjagden, gefährliche Übergänge über Gewässer und Reiter, die mit übernatürlichen Mächten in Verbindung stehen.
00:54:03: Gottfried August Bürgers Ballade Der Wilde Jäger Die Walter Scott ins Englisch übersetzte gehört in diesen Zusammenhang.
00:54:10: In der irischen Überlieferung begegnet uns außerdem der Dullahan, einen Kopflosareiter, der mit Tod und Unheil verbunden wird.
00:54:19: Eine direkte Übernahme dieses irischen Wesens durch Arving ist allerdings nicht nachgewiesen.
00:54:25: Washington Arving hat aus Zeugmotiven eine Geschichte gemacht die sich ausgesprochen amerikanisch anfühlt.
00:54:32: Sein Kopflosarreiter ist kein beliebiges Gespenst aus einem finsteren Wald.
00:54:37: Er soll ein hessischer Soldat gewesen sein Gefallen während eines Krieges, die die Bewohner der Gegend noch aus den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kennen konnten.
00:54:48: Er reitet über Wege, die nach wirklichen Menschen und Ereignissen benannt sind – und sein angebliches Grab liegt auf einem Friedhof, den es tatsächlich gibt!
00:54:58: Auch Ikebot und Brohm sind keine Figuren, die in diese Gesellschaft passen.
00:55:02: Der aus Connecticut zugewanderte Schulmeister und der niederländischstämmige Bauernsohn verkörpern sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie man sich ansehen und Wohlstand verschafft.
00:55:14: Hinter ihrer Rivalität steckt damit mehr als die Frage wer am Ende Katrina heiraten darf – und zumindest der Name Ikebot Crane war keineswegs erfunden!
00:55:25: Es gab tatsächlich einen Mann namens Ikebott Bennett Crane, der zunächst beim amerikanischen Marine Corps diente und später zum Oberst der US Army aufstieg.
00:55:36: Während des britisch-amerikanischen Krieges sollen sich Crane und Washington Arwing, in Militärstützpunkt Sackets Harbor am Ontario Sea begegnet sein.
00:55:47: Ob Arwing sich damals den ungewöhnlichen Namen für seine Geschichte merkte ist zwar nicht belegt aber durchaus vermutet.
00:55:55: Mit dem schreckhaften Schulleister hatte der echte Crane allerdings wenig gemeinsam.
00:56:00: Für dessen Charakter kommt eher ein anderer bekannter Arwings infrage Jesse Merwin, ein Lehrer aus Kinderhook, den der Schriftsteller eightzundetneun kennengelernt hatte.
00:56:11: Die beiden blieben über Jahre in Kontakt und Arving bezeichnete Merwin in einer handschriftlichen Notiz sogar als das Vorbild für Ickebot Crane.
00:56:20: Möglicherweise verdankt die Figur ihren Namen also einem Offizier und ihre Eigenheiten einem Schulmeister.
00:56:27: Arving kannte die Gegend um Tarrytown aus seiner Jugend – Und viele der örtlichen Namen waren ihm vertraut.
00:56:35: Trotzdem sollten wir seine Geschichte nicht mit der schriftlichen Aufzeichnung einer alten Volkssage verwechseln.
00:56:42: Die früheste sicher belegbare, vollständige Fassung von Ickebot Crane, Bomb Bones und dem kopflosen Reiter ist weiterhin Arvings Veröffentlichung von eighteenhundertzwanzig.
00:56:53: Hinzu kommt dass Arwing die Herkunft seiner Geschichte selbst zu einem literarischen Spiel macht.
00:56:59: Bereits über den Text steht als sei unter den Papieren des Verstorbenen Dietrich Knickerbocker gefunden worden.
00:57:06: Dieser angeblich Historiker war eine von Arwing erfundene Figur, die er schon Jahre zuvor in seiner satirischen Geschichte New Yorks verwendet hatte.
00:57:15: Am Ende von Sleepy Hollow folgt sogar ein Nachtrag, in dem Knicker-Bocker behauptet, die Erzählung bei einer Zusammenkunft in Manhattan gehört so.
00:57:24: Dort soll ein Älterer her die Geschichte vorgetragen haben, bis einer der Zuhörer ihre Glaubwürdigkeit anzweifelte.
00:57:32: Der Erzähler gibt darauf hinzu, dass er selbst nicht einmal die Hälfte davon glaube.
00:57:37: Neunzehn Jahre nach der Veröffentlichung griff Eyring diese Idee erneut auf.
00:57:42: In einem Essay von eighteenhundertneinundreißig schildert er einen Besuch im Tal und lässt Knickerbocka mit einem schwarzen Mann sprechen, der an einer alten Mühle arbeitet und offenbar zahlreiche örtliche Geschichten kennt.
00:57:56: Auch eine Frau am Spinnrad wird als wichtige Erzählerin erwähnt.
00:57:59: Diesen beiden Personen schreibt der Essay einen erheblichen Anteil an der Überlieferung über Ickebot Crane und den kopflosen Reiter zu.
00:58:07: Das ist ein interessanter Hinweis darauf, welche Stimmen Arwing mit der Erzähltradition des Hudson Valley
00:58:14: verbannt.".
00:58:15: Ein unabhängiger Beleg für eine bereits vor-Achzehnundzwanzig vollständig existierende Sleepy Hollow-Legende ist der Essay natürlich nicht.
00:58:24: Arving schreibt auch hier literarisch und lässt erneut seine erfundene Historikafigur auftreten.
00:58:30: Die Geschichte des Kopflosen Reiters besteht also aus mehreren Schichten.
00:58:34: Eine einzige ursprüngliche Sage von der sämtlichen Einzelheiten Abstand können wir daraus aber nicht rekonstruieren.
00:58:41: Museus lässt sein Betrüger am Ende übrigens nicht einfach davon kommen.
00:58:46: Brübezahl sorgt dafür, dass der Mann nach seiner Entlassung auf wundersame Weise wieder in dem Gefängnis landet aus dem er zuvor geflohen war.
00:58:55: Dort wacht er eines Morgens in Ketten auf ohne erklären zu können wie er hineingelangt ist.
00:59:01: Bei Arwing gibt es keine vergleichbare Bestrafung keinen zweiten Geist den ersten entlarvt und auch kein Geständnis.
00:59:09: Brom Bones heiratet Katrina.
00:59:12: Ikebot verschwindet und in Sleepy Hollow wird die Geschichte weiterhin am Kamin erzählt.
00:59:18: Gerade weil Arwing auf die eindeutige Auflösung verzichtet, konnte sich der kopflose Reiter später beinahe unabhängig und seiner ursprünglichen Geschichte entwickeln!
00:59:30: Im Jahr eighteen-neunundvierzig konnten Mitglieder der American Art Union in New York eine besondere Ausgabe von Washington Irings The Legend of Sleepy Hollow erhalten.
00:59:42: Das Buch enthielt sechs Litographien des amerikanischen Künstlers Felix Octavius Cardali, der einige der wichtigsten Szenen der Geschichte illustriert hatte.
00:59:52: Man sah Ikebot Crane in seinem Schulzimmer beim Besuch einer Bauernfamilie und beim Tanz mit Katrina Fantassel.
00:59:59: Auf den letzten beiden Bildern begegnete Ickebot dem kopflosen Reiter und floh vor ihm durch die nächtliche Landschaft.
01:00:06: Darley hatte sich für seine Illustrationen genau jene Momente ausgesucht, die sich auch ohne Kenntnis der gesamten Erzählung verstehen ließen – ein langer dünner Schulmeister auf einem Pferd hinter ihm eine dunkle Gestalt, der offenbar ein eigentlich wichtiger Körperteil fehlte.
01:00:23: Für die Leser war es vermutlich ziemlich einfach, sich fortzustellen wie diese Begegnung ausgehen würde.
01:00:29: Die eigentliche Frage, wer da auf dem zweiten Pferd saß, beantworteten die Bilder allerdings ebenso wenig wie Arving.
01:00:36: Auch der Maler John Kidor beschäftete er sich mit der Geschichte.
01:00:40: Sein achtundottachtundfünfzig entstandenes Gemälde The Headless Horseman Pershing Ikebot Crane zeigt den Erfolgungsjagd vor der alten niederländischen Kirche.
01:00:51: Im Hintergrund scheint der Mond durch die Wolken während die beiden Pferde über den Weg galoppieren.
01:00:56: Ikebott klammert sich an seinen Gaul und hinter ihm erhebt sich der kopflose Reiter.
01:01:02: Die Szene besitzt etwas Gespenstisches, obwohl Arving sein Lesern durchaus nahelegt das unter dem Mantel möglicherweise ein ganz gewöhnlicher Mensch steckt.
01:01:12: Mit der Entwicklung des Films bekamen die Legende schließlich eine ganz neue Bühne.
01:01:17: Bereits in九zehundertund acht entstand eine frühe Verfilmung und neunzehnundzwanzig folgte mit The Headless Horseman eine abendfüllende Stummfilm-Fassung unter der Regie von Edward Di Venturini.
01:01:30: Den Ickebot spielte Will Rogers, damals vor allem als Humorist und Schauspieler bekannt.
01:01:36: Die Dreharbeiten fanden zum Teil im Halsen Welli statt.
01:01:40: Der Film blieb dabei noch vergleichsweise nah an den menschlichen Konflikten der Vorlage – am ehrgeizigen Schulmeister seinem Interessant Katrina und den Dorfbewohnern, die ihn zu gerne loswerden würden!
01:01:53: Eine wesentlich größere Rolle für die heutige Vorstellung vom kopflosen Reiter spielte allerdings Walt Disney.
01:01:59: In nineteen-hundert neunundvierzig veröffentlichte das Studio den Zeichentrickfilm The Adventures of Ikebot and Mr.
01:02:06: Toad.
01:02:07: Die erste Hälfte erzählt eine Geschichte aus Kenneth Graham's Der Wind in Den Weiden, während sich die zweite Washington Arvings Sleepy Hollow widmet.
01:02:17: Als Erzähler ist Bing Crosby zu hören der auch mehrere Lieder singt und Ikebots ohnehin schon bemerkenswerte musikalische Begabung auf seine Weise ergänzt.
01:02:27: Über weite Strecken ist die Disney-Version ausgesprochen heiter, Ikebot bewegt sich mit seinen Dürrenbeinen durch das Dorf, isst sich bei den Familien seiner Schüler satt und versucht Katrina zu beeindrucken.
01:02:40: Brom Bonest ist ein kräftiger etwas grobschlechtiger Rivale der sich regelmäßig über den Schulmeister ärgert.
01:02:47: Die Figuren werden überzeichnet Die Streiche fallen etwas turbulenter aus und selbst Ikebots beeindruckender Appetit wird zum wiederkehrenden Witz, bis er nachts alleine nach Hause reitet.
01:02:59: Dann verändert sich der Film ziemlich gründlich.
01:03:02: Der Wald ist plötzlich voller Geräusche – die Bäume stehen eng beieinander und Ikebot sieht hinter beinahe jedem Stamm eine Gestalt.
01:03:11: Ein paar harmlose Schilfalme reichen aus um ihn in Panik zu versetzen!
01:03:16: Für einen kurzen Moment scheint er seinen Ängsten entkommen zu sein, als sich aus dem Dunkel ein schallendes Gelächter erhebt.
01:03:23: Der kopflose Reiter erscheint auf einem gewaltigen Schwarzen Pferd mit einem Schwert in der Hand und einem roten Umhang, der hinter ihm flattert.
01:03:32: Was folgt ist eine ausgesprochen wilde Verfolgungsjagd bei der Ickebottch mit allen Mitteln versucht, seinen Verfolger abzuschütteln.
01:03:41: Am Ende fliegt ihm ein brennender geschnitzter Kürbis entgegen dessen Fratze im Dunkeln leuchtet.
01:03:47: Es ist eine erstaunlich wirkungsvolle Horrorszene für einen Disney-Film, der zuvor vor allem von Musik und harmlosen Speisen gelebt hat – und sie hat vermutlich erheblich dazu beigetragen, dass der kopflose Reiter heute so eng mit Halloween verbunden wird!
01:04:04: Bei Arving selbst wird Halloween nämlich überhaupt nicht erwähnt.
01:04:08: Seine Geschichte spielt im Herbst — und der Kürbis, den man nach Ickebots verschwinden findet, ist einfach ein Kürbus Von einem eingeschnitzten Gesicht oder einer Kerze.
01:04:17: im Inneren steht dort nichts.
01:04:20: In der Disney-Fassung ist dagegen austrittlich Halloween und aus dem Gemüse eine leuchtende Kürbis-Laterne geworden.
01:04:27: Dabei wurde der Reiter nicht einfach nur gruseliger gestaltet, auch seine Rolle begannen sich zu ändern.
01:04:33: Besonders deutlich wurde das, in Tim Burtons Film Sleepy Hollow.
01:04:39: Johnny Depp spielt darin Ikebot Crane – allerdings kein Schulmeister mehr!
01:04:44: Aus dem abergläubischen Gesangslehrer wurde ein Ermittler aus New York, der sich für moderne Untersuchungsmethoden begeistert und nach Sleepy Hollow geschickt wird um mehrere grausame Morde aufzuklären.
01:04:56: Die Opfer wurden enthauptet und die Bewohner des Ortes sind überzeugt dass der kopflose Hesse dafür verantwortlich ist.
01:05:03: Ihr Geburt sucht nach Schwuren untersucht die Toten und versucht die Morde mit vernünftigen Methoden aufzukklären.
01:05:10: Ausgerechnet er, der bei Arving vermutlich vor einem besonders großen Käfer die Flucht ergriffen hätte, muss sich nun von anderen Menschen erklären lassen dass man es ins Sleepy Hollow mit einem Geist zu tun hat.
01:05:22: Der Film verändert außerdem nie Natur des Reiters.
01:05:25: grundlegend.
01:05:27: Christopher Walken verkörpert den hessischen Soldaten, der tatsächlich gestorben ist und als immer natürliche Gestalt zurückkehrt.
01:05:35: Er wird durch dunkle Magie gelenkt und enthauptet seine Opfer mit großer Begeisterung.
01:05:40: Der Friedhof, die verfallenen Gebäude und die nebligen Wälder schaffen eine Welt in der ein Mann ohne Kopf fast schon zu den gewöhnlichen Erscheinungen gehört.
01:05:50: Burton nimmt sich damit große Freiheiten gegenüber Irvings Vorlage.
01:05:54: In dem Jahr hierher kam die Geschichte schließlich einer eigenen Fernsehserie.
01:06:00: Auch sie heißt Sleepy Hollow – hat mit Irving's Handlungen aber nur noch einzelne Figuren, Motive und den Schauplatz gemeinsam.
01:06:08: Ikebot Crane ist hier ein Soldat aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges, der rund zweihundertfünfzig Jahre später in der Gegenwart aufwacht.
01:06:16: Der kopflose Reiter kehrt ebenfalls zurück – diesmal als eine Erscheinungsform des Todes und einer der vier apokalyptischen Reiter.
01:06:25: Gemeinsam mit der Polizistin Abby Mills muss Ikebott nun gegen übernatürliche Mächte kämpfen und eine drohende Katastrophe verhindern.
01:06:34: Die Serie verbindet amerikanische Geschichte Magie und apokalyptischen Prophezeilungen.
01:06:40: Während Film- und Fernsehen die Legende immer weiter veränderten, geschah in der tatsächlichen Gegend am Hudson River etwas Bemerkenswertes.
01:06:48: Dort hatte sich aus dem einstigen Bauerndorf längs einen Industriestandort entwickelt.
01:06:53: Fabriken und Wohnhäuser waren entstanden – Die Eisenbahn führte am Fluss entlang und ein Teil dagegen zwar unter dem Namen North Territown zu einer eigenständigen Gemeinde geworden gab es am Ufer sogar ein Automobilwerk, das später zu General Motors gehörte.
01:07:12: Gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts kreete die Industrie allerdings zunehmend Unterdruck.
01:07:17: Gleichzeitig erinnerte man sich wieder stärker an die historische Landschaft und an die Geschichte, die Washington-Arving dort angesiedelt hatte.
01:07:26: Schon in den neunzentachziger Jahren wurde vorgeschlagen, North Territown ins sleepy Hollow umzubnennen.
01:07:32: Ninzeint sechsundneinzig stimmten die Einwohner schließlich dafür ausgerechnet in dem selben Jahr.
01:07:38: Schlossotterswerk von General Motors.
01:07:41: Vor einem Ort, der über Jahrzehnte von der Automobilindustrie geprägt worden war, bot die Verbindung zur Legende eine neue Möglichkeit Besucher anzuziehen.
01:07:50: Die alte niederländische Kirche – Der Friedhof und die Wege entlang des Bukentiko ließen sich schließlich noch immer besichtigen.
01:07:58: Einige dieser Orte hatte Arving selbst gekannt.
01:08:01: Andere waren später verändert oder überbaut worden.
01:08:04: Inzwischen gehört der Herbst zu den wichtigsten Zeiten für den Tourismus in Sleepy Hollow.
01:08:09: Historische Gebäude werden für besondere Veranstaltungen geöffnet, es gibt Führungen oder aufwendig inszenierte Begegnungen mit dem kopflosen Reiter.
01:08:19: Besucher können sich auf die Suche nach den Schauplätzen der Geschichte machen oder sich bei einer gespielten Geisterjagd erschrecken lassen.
01:08:26: Der Reiter hat damit auch wirtschaftlich einen gewissen Nutzen bekommen.
01:08:30: Für ein Mann, der seit mehr als zweihundert Jahren seinen Kopf sucht ist das doch eine ganz nette Nebenbeschäftigung.
01:08:38: Die alte niederländische Kirche steht noch immer oberhalb des Pokentiko und auf dem benachbarten Friedhof befinden sich die Kreber von Menschen, die tatsächlich hier gelebt haben.
01:08:49: Auch Washington Arving wurde später auf dem Sleepy Hollow Cemetery beigesetzt – mit Kopf!
01:09:09: Was ich nicht wusste, ist das Sleepy Hollow.
01:09:12: Ich kenne den Film vor der Geschichte von Irving auf jeden Fall, also den Johnny Depp-Film.
01:09:17: Das war auch eine der ersten DVDs die man als Jugendlicher gekauft habe.
01:09:20: Tolle Geschichte und ein toller Christopher Walken als kopfloser Hesse oder Hesse mit Kopf.
01:09:28: Übrigens der Schauspieler, der Dorf Mall spielt in Star Wars Episode I ist der Schause Spieler, der den kopflosen Reiter ohne Kopf spielt spielt Christopher Walken, kleiner Fanfekt am Rande.
01:09:40: In diesem Film hab ich vorher gekannt vor der Story an sich und deswegen war mir neu das Ikebot eigentlich ein Lehrer ist und gar keinen Constable heißt ja glaube ich.
01:09:50: Ist ja Constable Crane, Constable Crain genau und dann spielt Constable crane den Polizei-Hauptmeister, hast du auch gesagt?
01:09:56: Aber dass es von der Rübezahl abstammt.
01:09:58: und die Rübetzahl ist ja wie du auch erwähnt hast aus dem riesigen Gebirge an der Gegend... Polen Tschechien, dementsprechend ist mir Rübezahl wohl bekannt aus meiner Kindheit.
01:10:09: Aber genau diese Story wiederum nicht!
01:10:11: Also ich kannte Rübetzahl als den Riesen aber nicht dass er Leute ohne Kopf verarscht.
01:10:18: Manche verlieren ihren Kopf andere ihren gläsernen Schuh und was beide Stories miteinander gemein haben es ein Kürbis.
01:10:29: Es war einmal vor langer langer Zeit in einem weit entfernten Standesamt.
01:10:35: Wir befinden uns inmitten der Scheidung einer viel zu kurzen Ehe.
01:10:39: Die Hochzeitsgäste sammeln ihre Geschenke wieder ein, den Thermomix kann man ja auch selber ganz gut gebrauchen, der Priester annuliert die Eheschließungen und die Einstige Braut zieht kurzerhand wieder aus der gemeinsamen Behausung aus!
01:10:52: Wie es eben manchmal so ist bei einer Scheidlung gilt Fifty-Fifty – Auch für das Paar Glasschuhe – Das war schließlich besonders awesome.
01:11:00: So awesome, dass der frischgeschiedene mit dem Teil durch das ganze Land reißt.
01:11:05: Ist ja auch besser als eine Briefmarkensammlung!
01:11:08: Er versucht das Teil random allen möglichen Frauen anzudrehen – so wirklich klappen will er es allerdings nicht.
01:11:13: Was soll's?
01:11:14: Denkt er sich und lässt ihn irgendwann achtlos auf einer Treppe liegen und startet eine Party…er ist schließlich Single.
01:11:21: Seine Ex kommt auch vorbei, passenderweise hat sie den anderen Schuh dabei und zieht beide an.
01:11:27: Wie gesagt die Teile sind Awesome.
01:11:29: Bei einem kurzen Moment auf dem Dancefloor scheinen die beiden sich wieder näher zu kommen, beschließen dann aber doch künftig besser nichts mehr miteinander zu tun zu haben.
01:11:37: Auch die übrigen Gäste verlieren die Lust am Feiern und lassen überall volle Getränke stehen – und hauen irgendwann ab!
01:11:44: Die junge Frau versucht wieder Zuhause einziehen zu können, blöderweise wohnt dort jetzt eine komische Oma, die permanent mit einem Stock rumfuchtelt.
01:11:52: Mit diesem zertrimmert sie das Gefährt der jungen Frau dass es aussieht wie ein Kürbis.
01:11:56: Außerdem holt sie random Mäuse und anderes Viehzeug ins Haus, weil ... warum auch nicht.
01:12:01: Irgendwann dreht die Oma völlig am Rad, entreist der Frau ihre Partyklamotten und haut schließlich zum Glück ab.
01:12:09: Ende gut?
01:12:09: Alles
01:12:09: gut?!
01:12:10: Natürlich nicht!
01:12:11: Weil kaum ist die alte Bude wieder frei, ziehen die Stiefschwestern der jungen Dame ein und versklafen sie kurze Hand.
01:12:17: Sie soll Asche auf dem Boden verteilen.
01:12:19: Blackmetal isst schliesslich Krieg.
01:12:22: Like wer noch kennt... Und wenn sie nicht gestorben ist fragt sie sich noch heute, was die Oma eigentlich für ein Problem hatte.
01:12:30: Welche Geschichte haben wir gerade zurückgespult?
01:12:35: Es ist schon eine merkwürdige Vorstellung, dass Ikebot Crane irgendwo ein neues Leben begonnen haben könnte, während man in Sleepy Hollow davon überzeugt war seinen Geist durch die Wälder singen zu hören.
01:12:48: Vielleicht saß er tatsächlich in einer anderen Stadt über irgendwelchen Gerichtsacken ärgerte sich über seine Kollegen oder dachte gelegentlich an Katrina von Tassel.
01:12:58: Davon, dass er in seiner alten Heimat inzwischen selbst zum Gespenst geworden war, wusste er vermutlich nichts.
01:13:04: Dabei hatte er sein Leben lang Angst vor genau solchen Erscheinungen gehabt.
01:13:09: Kaum jemand kannte so viele Geistergeschichten wie Ikebot und kaum jemand ließ sich von ihnen so zuverlässig erschrecken – trotzdem wäre ihm wohl nie in den Sinn gekommen dass man eines Tages seinen eigenen Namen am Kamin flüstern würde, wenn draußen der Wind durch die Bäume fuhr.
01:13:26: Sollte Ekebot tatsächlich irgendwann in die Gegend zurückgekehrt sein hätte er vermutlich einen ziemlichen Schreck bekommen nicht unbedingt wegen des kopflosen Reiters sondern weil er erfahren hätte das es inzwischen auch vor ihm selbst zu gruseln galt.
01:13:42: Das war Radio Obscura.
01:13:45: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann bleibt auf Frequenz.
01:13:48: Folgt uns und lasst gerne euren Kopf da!
01:13:52: Wir hören uns bis dahin...
01:13:54: Bleibt Kopf oder Rübezahl?
01:13:55: Bleibt bei euch...
01:13:56: ...bleibt im Dunkeln...
01:13:57: Und Radio aus.
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