Grimoire #9: Greywick - Teil 1: Die Menschen über dem Meer
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
Vor Greywick Bay stehen die verrosteten St. Bartholomew Defence Towers. Als ein Fischer dort draußen eine menschliche Gestalt beobachtet, fehlt jede naheliegende Erklärung. Kein Boot, kein begehbarer Steg. Bald tauchen die ersten Fotografien auf, und immer mehr Menschen versammeln sich an der Promenade, um selbst einen Blick auf die seltsamen Erscheinungen zu werfen.
Während die Bewohner von Greywick über das Geschehen rätseln, erreicht die Nachricht auch eine Frau, die den Ort vor vielen Jahren verlassen hat. Eine Aufnahme aus der Bucht lässt Erinnerungen zurückkehren, mit denen sie längst abgeschlossen zu haben glaubte. Und schließlich beschließt sie, selbst nach Greywick zu fahren.
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🎙️ Host: Tim
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00:00:21: Als Graham Cole an diesem Freitagmorgen die St.
00:00:24: Bataillamue Defense Towers vor Gravick Baser, dachte er zuerst der Nebel hätte sich etwas gelichtet.
00:00:32: An klaren Tagen standen die alten Force vollständig vor der Küste, kantige Aufbauten auf schmalen Stallbeinen dazwischen die Reste der Verbindungsstege von denen einige längst im Meer lagen.
00:00:45: Heute fehlte ihnen die untere Hälfte.
00:00:48: Das Wasser war vom Himmel kaum zu unterscheiden und der Nebel hing so tief über die Bucht, dass selbst Graham, der diese Strecke seit dreißig Jahren fuhr für einen Moment nicht sagen konnte wo das mehr aufhörte.
00:01:00: Erst als er näher kam sei er auf der westlichen Plattform an den Menschen stehen.
00:01:05: Er nahm Gas weg und blickte zur Wasserlinie unterhalb des Turmes.
00:01:10: Die Forts waren lange gesperrt, was erfahrungsgemäß vor allem bedeutete.
00:01:14: Dass Leute die trotzdem hinüberfuhren hinterher behaupteten sie hätten das Schild nicht gesehen.
00:01:20: Normalerweise gehörte zu solchen Leuten aber wenigstens ein Boot.
00:01:24: Crayham konnte keines entdecken weder eine Jolle noch einen Außenborder auch keines der Arbeitsboote mit denen Küstenwache oder Behörden gelegentlich hinausfuhren um nachzusehen ob das Metall inzwischen dort rostete wo es beim letzten Besuch noch nicht gerostet hatte.
00:01:41: Die Gestalt stand außerdem nicht richtig auf der Plattform.
00:01:45: Sie befand sich ein Stück links davon, dort wo früher einen Verbindungssteg begonnen hatte.
00:01:51: Von diesem Steg war nur noch ein kurzer Ansatz übrig.
00:01:55: Graham griff nach dem Fernlass Durch die Linsen wurde der Turm größer – die Sache aber nicht verständlicher.
00:02:02: Kopf, Schultern Arme Beine Menschlich genug.
00:02:07: Trotzdem wirkte die Gestalt nicht wie ein Mensch im Gegenglicht.
00:02:11: Sie war dunkelgrau, an manchen Stellen fast schwarz.
00:02:14: An anderen so dünn, dass der helle Streifen des Horizons durch den Körper hindurch
00:02:18: schimmerte.".
00:02:20: Graham brüchte mit dem Daumen über eine Linse, obwohl sie sauber war und sah erneut hin.
00:02:25: Dabei bemerkte er weiter rechts eine zweite Gestalt die er ohne Fernlass zunächst für einen Fleck im Nebel gehalten hatte.
00:02:33: Er brauchte länger um zu verstehen was an ihr falsch war.
00:02:36: Für sich betrachtet stand auch dieser Mensch aufrecht Kopf oben, Füße unten – die Arme dicht am Körper.
00:02:42: Nur verlief diese Aufrichtung fast parallel zur Wasseroberfläche als hätte jemand die Person mitsamt ihrem eigenen Boden um neunzig Grad gedreht und vergessen den Rest der Welt mitzunehmen.
00:02:54: Graham hielt das Fernblas noch eine Weile vor die Augen bis ihm aufhiel dass er den Atem anhielt.
00:03:00: Dann setzte er es ab legte den Hebel nach vorn und fuhr weiter in Richtung Hafen.
00:03:05: Bis Graywick warne es vielleicht zwanzig Minuten genug Zeit, um sich zu überlegen, wem man so etwas erzählte.
00:03:12: Als er anlegte, erzählter er es dem ersten Menschen der fragte ob draußen etwas Besonderes gewesen sei.
00:03:19: Am Mittag wusste ist der halbe Hafen Peter Marsh von der Gravick-Gesett hielt Geschichten über Menschen im Nebel grundsätzlich für brauchbare Füllmasse.
00:03:30: Küstenorte produzierten solche Dinge regelmäßig Lichter auf dem Wasser stimmen aus den Klippen Männer in Uniformen auf dem Friedhof, die sich später als zwei Jugendliche mit einem Schlafsack herausstellten.
00:03:43: Nebel hatte den Vorteil, dass man ihm beinahe alles vorwerfen konnte und er selten mit einer Gegenderstellung reagierte.
00:03:51: Trotzdem stand Peter zwei Stunden später am Strand, die Kammerer auf einem Stativ –die Force groß genug im Suche um wenigstens nicht völlig umsonst zu frähen.
00:04:01: Lange geschah nichts!
00:04:03: Möwen saßen auf den oberen Blattformen, ein Frachter zog weit draußen nach Süden und irgendwann fotografierte Peter eine besonders aggressive Silbarmöwe hauptsächlich damit der Film später nicht ausschließlich aus verschiedenen Grautönen bestand.
00:04:17: Kurz nach zwölf rief einer Frau einige Meter neben ihm etwas und zeigte aufs Wasser.
00:04:23: Peter fand die Gestalt erst als er ihrem Finger folgte Eine dunkle Form oberhalb des Nebels, die scheinbar schon länger dort gestanden hatte und sich erst jetzt ausreichend von der Umgebung unterschied.
00:04:35: Vielleicht eine Frau vielleicht nur ein langer Mantel mehrere Meter über der Wasserlinie und deutlich zu weit vom nächsten Turm entfernt um auf irgendeinem verbliebenen Steg zu stehen.
00:04:47: Peter fotografierte korrigierte den Ausschnitt und drückte erneut ab.
00:04:51: Während er noch durch den Sucher sah erschien weiter rechts eine zweite Person.
00:04:55: Sie stand schräg in der Luft, nicht wagerecht wie Graham es beschrieben hatte aber an einem Winkel für den man eine steile Böschung benötigt hätte.
00:05:03: Dort war nur Wasser.
00:05:05: Peter machte mehrere Aufnahmen hintereinander und sah danach vom Sucher auf.
00:05:10: Die erste Gestalt war verschwunden – die zweite blieb noch einer Weile ohne sich zu bewegen wurde dabei aber schwächer bis Peter nicht mehr sicher sagen konnte ob er noch einen Körper sah oder nur wusste wo eben einer gewesen.
00:05:23: Am Abend entwickelte er den Film in der kleinen Dunkelkammer der Redaktion.
00:05:27: Die schräge Gestalt war auf mehreren Aufnahmen zu sehen, nicht schärfer oder deutlicher als vor Ort nur festgehaltenen einem Augenblick, den man nun so lange betrachten konnte wie man wollte.
00:05:38: Der Horizont ließ sich durch Teile des Körpers erkennen ebenso ein Stücktes Force.
00:05:44: Auf dem fünften Kontaktabzug bemerkte Peter weiter hinter der größeren Figur noch eine kleine Form.
00:05:49: Er nahm die Lupe und schob den Streifen unter die Lampe.
00:05:52: Ein Kind, dachte er oder zumindest etwas mit der Größe eines Kindes.
00:05:57: Er markierte die Aufnahme mit Bleistift und widmete sich danach wieder dem Bild auf dem man wenigstens ohne Lupe sehen konnte weshalb die Zeitung am nächsten Morgen vielleicht ein paar Exemplare mehr verkaufen würde.
00:06:12: Helen Foster verbrachte den größten Teil dieser Samstag-Vormittags damit Menschen zu erklären dass Wikinger keine Helme mit Hörnern getragen hatten.
00:06:21: Nach einigen Jahren im Jorvik-Wikingcenter hätte sie die Antwort vermutlich auch im Schlaf geben können, wobei sie sich manchmal fragte ob das irgendwann noch getestet werden würde.
00:06:31: Ein Besucher aus Birmingham war besonders hartnäckig und wollte wissen weshalb dann überall Bilder davon existieren.
00:06:38: Helen erklärte ihm dass historische Genauigkeit und die Bedürfnisse von Kostümverleiern selten dieselben seien und schaffte es den Satz freundlich genug klingen zu lassen.
00:06:48: In ihrer Pause saß sie mit Tee und einem Sandwich im Personalraum, als ihr der Name Gravick auffiel.
00:06:55: Die Zeitung lag zwischen einer offenen Packung Kekse und einem Becher in dem seit mindestens gestern zwei Löffel in kaltem Teh standen.
00:07:03: Helen zog sie zu sich heran und las die kurze Meldung über rätselhafte Gestalten bei den Saint Bartholomew Defense Towers bis zum zweiten Absatz.
00:07:12: Sechsundzwanzig Jahre waren offenbar lang genug gewesen um aus Gravic Bay einen Ort zu machen, der hauptsächlich im Formularen vorkam Geburtsurt, frühere Anschrift, Name der Schule.
00:07:23: Sie wusste, dass das nicht ganz stimmte aber es stimmten oft genug um damit leben zu können.
00:07:29: Alles okay?
00:07:31: fragte Jean vom anderen Ende des Raumes.
00:07:33: Helen faltete die Zeitung wieder zusammen.
00:07:36: Ja nur Gravick!
00:07:39: Jean zog die Zeitungen zu sich und überflog die Überschrift Da schweben Leute überm Meer.
00:07:46: Das klingt nicht mal nach dem seltsamsten Wochenende dort.
00:07:49: Danach ging Helen zurück an die Arbeit.
00:07:52: Eine halbe Stunde später erklärte sie einem anderen Besucher, weshalb die Gerüche in der Ausstellung absichtlich so rochen wie sie rochen und das Mittelalter-Tourismus vermutlich einiges einfacher wäre wenn man die Vergangenheit vorher deodorieren dürfte.
00:08:06: An Gravik dachte sie dabei kaum – zumindest nicht in einer Form, die sich als Denken hätte bezeichnen lassen.
00:08:12: Der Name war eher irgendwo geblieben wie einen Splitter im Stoff den man erst wieder bemerkte, wenn man mit der Hand darüber strich.
00:08:24: Dorothy Shaw wollte an diesem Nachmittag eigentlich nur Brot kaufen.
00:08:28: Deswegen stand sie kurz nach eins einer Promenade und sah gemeinsam mit ungefähr hundert anderen Menschen aufs Meer, obwohl sie wieder die Geset gelesen noch Interesse an dem entwickelt hatte was inzwischen im Ort als die Sache bei den Force bezeichnet wurde.
00:08:42: Der kürzeste Weg von der Bäckerei nach Hause führte an der Promenade entlang und seit Edward Todt war, hatte Dorothy keine Gewohnheit daraus gemacht um Wege nur deshalb zu gehen weil sich irgendwo Menschen versammelten.
00:08:55: Zuerst sah sie nichts Besonderes die Forst standen draußen im Dunst einige Leute hatten Fernbläser dabei andere Kameras zwei jungen Stritten darüber ob sie vor einer Minute eine Gestalt gesehen hatten oder nur dieselbe Möwe.
00:09:08: Dorothy wollte gerade weitergehen, als links von den Türmen ein Mann erschien.
00:09:14: Er stand zu hoch über dem Wasser und war so durchsichtig dass der entfernte Stahlaufbau durch seinen Körper zu sehen war.
00:09:21: Trotzdem erkannte sie Edward lange bevor das Gesicht deutlich genug wurde um irgendetwas zu bestätigen.
00:09:28: Menschen behaupteten gern Sie würden aneinander Gesichtern erkennen.
00:09:32: Nach über vierzig Jahren Ehe fand Dorothy das überbewertet.
00:09:35: Ein Mensch bestand auch aus der Art, wie er da stand.
00:09:38: Wie er den Kopf fiel.
00:09:39: Wie eine Schulter ein wenig tiefer hing als die andere.
00:09:42: Sie hätte Edward vermutlich in einem vollen Bahnhof von hinten erkannt, solange niemand ihm vorher eine andere Wirbelsäule eingesetzt hätte.
00:09:50: Der Mann über dem Meer trug außerdem denen lang Mantel, den Edward früher bei Hausbesuchen getragen hatte und den Dorothy irgendwann nach seinem Tod weggegeben hat.
00:09:59: Nur war dieser Edward jünger?
00:10:01: Nicht jung!
00:10:03: Nicht so jung wie auf den Bildern aus den ersten Ehrjahren, aber deutlich jünger als an dem Morgen, an dem Dorothy neben seinem Bett gesessen und irgendwann aufgehört hatte, auf das nächste Heben seiner Brust zu warten.
00:10:14: Die Erscheinung blieb vielleicht eine halbe Minute.
00:10:17: Jemand neben Dorothy flüsterte einen Namen der nicht Edward war – und sie verstand, dass der Mann dort draußen offenbar nicht nur für sie etwas bedeutete oder vielleicht für die meisten Menschen überhaupt nichts!
00:10:27: Dann wurde er blasser.
00:10:29: Der Mantel verlor zuerst die Schultern, danach die Beine und zuletzt blieb nur das Gesicht für einen Augenblick vor dem grauen Wasser stehen.
00:10:37: Dorothy ging nach Hause.
00:10:40: Das Brot lag später ungeöffnet auf dem Küchentisch während der Wasserkessel so lange pfiff dass sie sich fragte welcher Nachbar wohl zu erst an die Wand klopfen würde.
00:10:48: Erst dann stand sie auf und schaltete ihn aus.
00:10:53: Rob Keane hörte das mehr meistens bevor er es sah.
00:10:57: Seine Werkstatt lag direkt hinter dem kleinen Hafen und wenn das Tor offen stand, kamen Windmöwen und das metallische Schlagen schlecht befestigter Linen herein.
00:11:08: An diesem Samstag kamen zusätzlich alle paar Minuten Leute vorbei die plötzlich eine Meinung zu den Forts hatten.
00:11:15: Rob hatte sich vorgenommen keine zu entwickeln.
00:11:17: Er wechselte gerade einen gerissenen Keilriemen an einem Außenborder, als draußen jemand rief in jenem Ton der weniger nach Angst klang als nach der erfreulichen Entdeckung das diesmal etwas Merkwürdiges vor den Augen anderer geschah.
00:11:30: Über dem Hafen standen drei Gestalten.
00:11:33: Eine Frau war nur von der Hüfte aufwärts sichtbar, daneben hing etwas dass Rob zunächst für Rauch hielt.
00:11:40: Die dritte Figur befand sich weiter draußen über die niedrigen Dächern der Bootsschuppe.
00:11:44: Rob erkannte zuerst Diacke.
00:11:46: Sie war dunkel wie alles an diesen Erscheinungen, ohne Farbe.
00:11:50: Doch der hohe Gragen, der breite Reflexstreifen und die Unterbrechung an den rechten Schulter stünden.
00:11:55: Den Drist hatte er sich irgendwann bei einem Einsatz an einer Metallkante geholt und wochenlang ignoriert bis die Jacke ersetzt worden war.
00:12:03: Der Mann darin war erheblich jünger als Rob heute – vielleicht Anfang Dreißig?
00:12:08: Er hatte sich nach vorn gebeugt, die Schultern angespannt und das Gesicht wirkte, als würde man von einer tiefen Position zu ihm hinaufsehen.
00:12:16: Rob trat bis an den Rand des Kais.
00:12:18: Die Konturen waren nicht sauber genug, um ein Gesicht wie auf einem Foto zu erkennen aber er brauchte keine sauberen Konturen.
00:12:25: Er hatte dieses Gesicht jeden Morgen im Spiegel gesehen.
00:12:29: die Erscheinung wurde langsam dünner.
00:12:31: Zuerst verschwanden die Hände dann Teile der Jacke schließlich blieb nur der Kopf zwischen den Masten der Boote hängen und löste sich ebenfalls auf.
00:12:39: Rob stand noch einen Moment dort bevor er in die Werkstatt zurück ging.
00:12:43: Den Keilrieben baute er anschließend verkehrt herum ein und bemerkte es erst, als er den Motor wieder schließen wollte.
00:12:50: Er fluchte, nahm ihn noch einmal ab und redete sich ein, dass auch das ein ganz normaler Samstag war.
00:12:58: Helen sah das Foto am Abend.
00:13:01: Eine Kollegin hatte eine Regionalzeitung liegen lassen in der die Geschichte aus Gravick inzwischen größer geworden war und Helen nahm sie nach Feierabend mit.
00:13:09: Erst zu Hause legte sie die Zeitungen auf dem Küchentisch und blieb an der Aufnahme hängen.
00:13:14: Die Forst waren deutlich zu erkennen, davor diese schräge im raumstehende Gestalt König und Dunkel mit dem realen Horizont durch den Körper hindurch.
00:13:23: Weiter hinten befand sich etwas kleineres.
00:13:26: Ellen zog die Zeitung näher an die Lampe.
00:13:29: Das Bild war schlecht genug dass sie weder Gesicht noch Kleidung erkennen konnte.
00:13:34: Ein Kind vielleicht ungefähr an der Stelle an der auf anderen Fotos einfach Wasser war.
00:13:40: Trotzdem kam die Erinnerung so schnell, dass sie zunächst gar nicht an Simon dachte sondern an die Zeit unmittelbar danach.
00:13:46: Menschen am Hafen eine Decke um ihre Schultern dieselben Fragen mehrmals hintereinander weil Erwachsene offenbar glaubten Eine Antwort werde zuverlässiger wenn man ein erschöpftes Kind oft genug damit beschäftigte.
00:13:59: Irgendwo darin steckt ein anderer Satz Einer an den Hellen seit Jahren nicht gedacht hatte und von dem Sie trotzdem sofort wusste das er zu ihr gehörte.
00:14:08: Da war noch ein Kind draußen.
00:14:10: Sie setzte sich.
00:14:12: Simon war zehn gewesen, sechsundzwanzig Jahre waren vergangen.
00:14:17: Ein Kind bleibt nicht sechsund zwanzig jahrelang.
00:14:19: zehn nur weil niemand seinen Körper gefunden hatte.
00:14:23: Helen wusste das und sie hatte es sich oft genug gesagt.
00:14:26: irgendwann mit derselben mechanischen Zuverlässigkeit mit der sie Besuchen erklärte dass Wikinger keine Hörner am Helm getragen hatten.
00:14:34: Das Problem war nie gewesen dass sie nicht verstand wie Zeit funktionierte.
00:14:38: Das Problem war, dass ein verschwundener Mensch einem immer genau den kleinen Rest ließ dem man brauchte um die vernünftigste Erklärung nicht vollständig abzuschließen.
00:14:47: Der Wasserkocher klickte.
00:14:50: Helen bemerkte das sie keinen Tee wollte, ließ ihn stehen und rief Jean an.
00:14:54: Am Sonntag würde sie nicht nach York kommen.
00:15:00: Gravik war kleiner geworden.
00:15:02: Helen wusste natürlich, dass Orte das nicht taten, solange niemand Häuser abriss.
00:15:06: Aber als sie am nächsten Vormittag oberhalb der Bucht aus dem Wagen stieg, standen die Häuser enger beieinander – die Gassen wirkten kürzer und der Weg zum Hafen steiler, als sie ihn in Erinnerung hatte.
00:15:18: Als Kind war Gravick groß genug gewesen um darin zu verschwinden.
00:15:22: Jetzt schien beinahe der ganze Ort zwischen zwei Hügel zu passen.
00:15:27: Am Strand standen Menschen mit Kameras vor einem Laden bei einer handgeschriebene Tafel aufgestellt worden, die Fernbläser für einen Fund verliehen.
00:15:34: Zwei Tage hatten oft mal gereicht um aus etwas Unverständlichem eine kleine lokale Dienstleistung zu machen.
00:15:41: Helen ging weiter zum Hafen wo ein Mann vor einer geöffneten Werkstatt stehen blieb und sie ansah.
00:15:47: Helen Foster?
00:15:49: Die brauchte einige Sekunden!
00:15:51: Der Mann half ihr nicht so sofort.
00:15:53: vielleicht wollte er sehen ob Sie selbst drauf kamen.
00:15:58: sagte er schließlich.
00:16:00: Der Name brachte zuerst ein Bild hervor, dann das Gesicht dazu.
00:16:04: Jünger dunklere Haare Rettungsjacke Männer die in den neunzehntundessiebzig hinausgefahren waren während sie am Hafen saß und wartete.
00:16:14: Sie waren bei der Suche?
00:16:16: Rob nickte.
00:16:17: Ja Herrden blickt an ihm vorbei aufs Wasser.
00:16:21: Sind die Fotos echt?
00:16:23: Er fragte nicht welche.
00:16:26: Ja Sie haben es selbst gesehen.
00:16:29: Wieder nickte er.
00:16:31: Diesmal dauerte es etwas länger.
00:16:33: Was?
00:16:35: Rob sah zu den Forts, das weiß ich nicht.
00:16:38: Es war eine Antwort mit der Helen mehr anfangen konnte als mit allem was seit gestern in den Zeitungen gestanden hatte.
00:16:45: Sie gingen ein Stück die Straße hinauf bis die Dächer tiefer wurden und die Sicht auf die Bucht frei war.
00:16:51: Die Force standen draußen im Helden dunst.
00:16:53: Helden hat er erwartet dass ihre Erinnerung irgendetwas mit ihnen tun würde.
00:16:58: Doch zunächst waren es einfach dieselben hässlichen Metallkörper wie früher, nur rostiger und an mehreren Stellen beschädigt.
00:17:05: Da, sagte Robb, Helen folgte seinem Blick.
00:17:10: eine Frau stand über dem Wasser.
00:17:12: ihre Füße zeigten nach links unten ihr Kopf nach rechts oben als wäre die gesamte Welt in der sie Stand um etwa sechzig Grad gedreht worden.
00:17:20: Der Körper war dunkel grau und durchsichtig.
00:17:22: Teile davon lösten sich am Rand wie Rauch auf ohne sich tatsächlich im Wind zu bewegen.
00:17:27: Weiter rechts erschien ein Kinderkopf, eine Hand lag gegen eine Scheibe die nun deshalb als Scheibe erkennbar war weil sich dahinter ein dunkler rechteckiger Raum befand.
00:17:36: Das ganze schwebte mehrere Meter über dem Strand.
00:17:39: Unterhalb des Kins endete das Bild.
00:17:42: Dann erschien etwas bei dem Helen länger brauchte um zu verstehen was sie sah.
00:17:47: Es war nur mehr Ein dunkler recht eckige Ausstand von Wasser und Himmel hing zwischen ihr und den Forst.
00:17:53: Erst als Helen den Horizont darin bemerkte, verstand sie, weshalb sie ihn überhaupt sehen konnte.
00:17:59: Er verlief schräg nach unten während der echte Horizonte dahinter vollkommen gerade blieb.
00:18:04: Sie versuchte beide Linien mit einer Bewegung des Kopfes zusammenzubringen.
00:18:08: Es funktionierte natürlich nicht.
00:18:11: Seit wann ist das so?
00:18:13: fragte sie seit Freitag so oft?
00:18:17: Helen sah weiter hinaus und vorher Rob schwieg einen Moment.
00:18:22: Gravik erzielt sich seit hundert Jahren Sachen über die Force, aber das hier?
00:18:27: Keine Ahnung.
00:18:29: Der Kinderkopf war verschwunden – Die Frau ebenfalls!
00:18:32: Nur das schiefe Stück Meer blieb noch einige Sekunden stehen und wurde dann so dünn dass der wirkliche Horizont es verschluckte.
00:18:40: Helden dachte an die kleine Gestalt auf dem Zeitungsfoto.
00:18:46: Peter Marsh fand die Anfrage ungewöhnlich, aber nicht völlig unvernämpftig.
00:18:51: Helen sagte ihm ihren Namen, erwähnte Simon und musste danach kaum noch erklären weshalb sie die übrigen Aufnahmen sehen wollte.
00:18:58: Peter war neunzehnthundertsiebzig nicht bei der Gesetze gewesen kannte den Fall aber wie jeder in Gravik.
00:19:05: Er legte mehrere Abzüge auf den Tisch.
00:19:08: Das ist die Aufnahme aus der Zeitung.
00:19:10: Die anderen sind fast alle schlechter.
00:19:13: Helen ging sie nacheinander durch.
00:19:15: Auf manchen waren nur die Force.
00:19:16: Auf einem stand die schräge Frau deutlich über dem Meer.
00:19:19: Ein anderes zeigte drei dunkle Gestalten, von denen eine so schwach war dass Helen sie erst bemerkte als Peter darauf zeigete.
00:19:27: Dann fand sie das Kind.
00:19:29: Auf dem ersten Abzug war es kaum größer als ihr Daumennagel.
00:19:33: Peter legt einen zweiten daneben stärker vergrößert und körniger.
00:19:38: Helen beugte sich darüber.
00:19:40: Das Kind war seitlich zu sehen vielleicht zwölf Jahre alt.
00:19:44: ein Knie lag höher ist das andere.
00:19:46: Der Oberkörper war nach vorne gebeugt und ein Arm nach unten ausgestreckt.
00:19:50: Das Gesicht bestand aus wenigen dunklen Flächen.
00:19:53: Die Jacke konnte sie besser erkennen.
00:19:56: Helen nahm den Abzug in beide Hände.
00:19:58: der linke Ärmel war etwas zu lang.
00:20:01: Am Unterarm saß ein rechteckiger Flicken leicht schief mit einer hellen Naht an der oberen Kante.
00:20:07: Sie wusste sofort, woher der risk gekommen war Ein Zaun hinter dem alten Sportplatz, an dem sie im Frühjahr hängen geblieben war.
00:20:16: Ihre Mutter hatte die Stelle am selben Abend geflickt und dabei darüber geschimpft, dass Helen Kleidung schneller kaputt bekam als sie neue kaufen konnte.
00:20:24: Sie nahm den Abzug näher heran und sah noch einmal auf den Arm, als könnte sich die Naht bei genauerem Hinsehen in etwas anderes verwandeln.
00:20:32: Simon hatte diese Jacke nie getragen – sie gehörte Helen!
00:20:37: Und sie hatte sie auch an dem Tag getragen, an dem er verschwunden war….
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