Grimoire #10: Greywick - Teil 2: Fremde Bilder

Shownotes

🎧 Worum geht’s in dieser Folge?

In Greywick gehören die seltsamen Erscheinungen inzwischen beinahe zum Alltag. Was zunächst nur draußen bei den alten Militärforts zu sehen war, taucht nun auch über Straßen, zwischen Häusern und mitten im Ort auf. Immer mehr Menschen erkennen vertraute Gesichter. Doch manches an diesen Bildern stimmt nicht mit ihren Erinnerungen überein.

Helen Foster bleibt in Greywick und beschäftigt sich weiter mit dem Verschwinden ihres Bruders Simon. In alten Zeitungsarchiven sucht sie nach Hinweisen auf die Ereignisse von 1970 und stößt dabei auf ihre eigene damalige Aussage. Währenddessen begegnet Dorothy Shaw ihrem verstorbenen Mann immer wieder. Beide Frauen versuchen zu verstehen, was sie sehen, und müssen feststellen, dass selbst vertraute Gesichter erstaunlich fremd wirken können.

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🎙️ Host: Tim

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00:00:04: Dorothy schlief in der Nacht von Sonntag auf Montag erstaunlich gut.

00:00:09: Sie hatte mit dem Gegenteil gerechnet, nachdem sie am Samstag Edward über den Meer gesehen und den Sonntags damit verbracht hatte, möglichst nicht wieder zur Promenade zu gehen.

00:00:19: Man konnte einen Ort von der Größe Gravix allerdings nur begrenzt meiden ohne irgendwann im eigenen Wohnzimmer in Kreis zu laufen.

00:00:28: Also hatte Dorothy eingekauft Eine Maschine Wäsche angestellt, im Garten die letzten verwägten Blüten abgeschnitten und am Nachmittag sogar angefangen eine Schublade in der Küche auszuräumen deren Inhalt seit mindestens zehn Jahren hauptsächlich daraus bestand das man nicht wusste wohin sonst damit.

00:00:46: Edward hatte solche Schubladen gehasst.

00:00:49: Für alles müsse es einen festen Platz geben hat er immer gesagt worauf Dorothy normalerweise geantwortet hatte dass dieser feste Platz für sehr viele Dinge eben eine Schuplade sei.

00:01:00: Am Montagmorgen war der Himmel klarer als am Wochenende.

00:01:03: Dorothy ging kurz nach Neun zum Laden und bemerkte bereits auf der Hauptstraße, dass Gravick seine neue Beschäftigung noch nicht satt hatte.

00:01:12: Vor der Bäckerei diskutierten drei Leute darüber ob am frühen Morgen wieder jemand bei den Fonds gestanden hat und ein Mann den Dorothy nicht kannte, druck zwei Kameras um den Hals obwohl eine vermutlich gereicht hätte.

00:01:25: Sie kaufte Milch und Eier, nahm auf dem Rückweg die obere Straße und sah Edward noch bevor sie an der Kirche vorbei kam.

00:01:33: Er stand oberhalb der Dächer auf der anderen Seite ungefähr dort wo in Wirklichkeit nur Himmel war.

00:01:39: Diesmal trug er keinen Mantel.

00:01:41: Die Ärmel seines Hemdes waren bis zu den Unterarmen hochgeschoben Sein Kopf leicht nach vorne geneigt.

00:01:47: Dorothy blieb stehen und sah ihn an.

00:01:49: Der Edward vom Samstag hätte vielleicht fünfzig sein können.

00:01:53: Dieser war deutlich jünger Jünger sogar als Därmann, den sie auf ihrer ersten gemeinsamen Reise nach Cornwall fotografiert hatte.

00:02:01: Trotzdem erkannte sie ihn nicht nur am Gesicht.

00:02:04: Es war dieselbe konzentrierte Haltung die er angenommen hatte wenn er jemandem Blut abnahm eine Wundesäuberte oder mit einer alten Dame über Tabletten sprach die sie zwar offensichtlich nicht nahmen aber jeden Monat gewissenhaft nachbestellte.

00:02:18: Ein Bus fuhr durch die Straße und für einen Moment verschwand die Erscheinung hinter seinem Dach.

00:02:23: Als der Bus vorbei war, stand Edward noch immer dort.

00:02:27: Ein Stück seiner Brust lag vor dem Schornstein eines Hauses, der durch ihn hindurch zu sehen war und Dorothy fand es merkwürdig das ausgerechnet, dass sie stärker störte als die Tatsache, dass ihr seit vier Jahren toter Mann über einer Straße stand.

00:02:40: Vielleicht brauchte selbst das Unmögliche ein paar alltäglichen Regeln an denen man sich festhalten konnte.

00:02:46: Tote Ehemänner gehörten nicht über Dächer Aber wenn sie schon dort standen, sollten Schornsteine wenigstens nicht durch ihre Hemden gehen.

00:02:54: Dolphie blieb bis die Konturen schwächer wurden.

00:02:58: Danach trug sie ihre Einkäufe nach Hause und stellte zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage fest das Milch-und Eier einen vollkommen normalen Platz im Kühlschrank hatten während man für zwei verschiedene Versionen des verstorbenen Ehemanns erstaunlich wenige geeignete Schubladen besaß.

00:03:16: Helen hatte ursprünglich vor gehabt am Sonntagabend nach York zurückzufahren.

00:03:21: Am Montagmorgen saß sie stattdessen im kleinen Frühstücksraum eines Gästehauses oberhalb des Hafens und betrachtete die Vergrößerung aus der Gravick-Geset, die Peter ihr in einen großen Umschlag gesteckt hatte.

00:03:33: Sie hatte Jean am Vorabend noch einmal angerufen und sich vom Montag abgemeldet.

00:03:37: Zwei Tage seien kein Problem, hatte Jean gesagt.

00:03:41: Das Mädchen auf dem Bild trug ihre Jacke.

00:03:44: Daran ließ sich inzwischen nichts mehr ändern, auch wenn Helen den Abzug abwechselnd näher herangezogen und weiter von sich weggelegt hatte als hinge die Identität der Person von der Entfernung zum Frühstückseier.

00:03:56: Der Flicken am Ärmel war derselbe – Die Proportionen stimmten selbst die etwas zu langen Ärmel passten zudem ja indem ihre Mutter noch darauf bestanden hatte Jacken so zu kaufen dass man hineinwachsen konnte.

00:04:08: Helen war thirty-eight.

00:04:10: Die Erscheinung war ungefähr zwölf.

00:04:14: Sie versuchte zunächst das Problem auf den Teil zu begrenzen, den sie kannte.

00:04:18: Wenn das Bild sie im Jahr neunzehntelsebzig zeigte, musste es irgendetwas mit diesem Tag zu tun haben.

00:04:25: Weiter wollte sie noch nicht denken.

00:04:27: Menschen neigten dazu unbekannte Dinge durch größere unbekante Dinge zu erklären und sich anschließend besser zu fühlen als hätte man ein Loch in der Wand dadurch repariert dass mal einen Schrank davor stellte.

00:04:38: Helen wollte keinen Schrank!

00:04:44: Die öffentliche Bibliothek öffnete um zehn.

00:04:47: Im Leseraum stand ein Mikrofilmgerät, das älter aussah als einige der Zeitungen die man damit betrachtete und Helen verbrachte den Vormittag mit den Ausgaben der Geset aus dem Sommer.

00:04:59: Der Fall ihres Bruders nahm zunächst fast die gesamte Titelseite ein wurde nach einigen Tagen kleiner und verschwand schließlich zwischen Gemeinderat, Küstenwetter und einer Schule die Geld für ein neues Dach sammelte.

00:05:11: Helen las nicht alles, vieles kannte sie.

00:05:14: Anderes hatte sich vergessen und einiges war offensichtlich damals bereits falsch gewesen.

00:05:19: Simon wurde einmal als neun Jahre alt bezeichnet – einmal als elf!

00:05:24: Ein Reporter hatte aus ihrem kleinen Boot einen Ruderboot gemacht, obwohl Sie einen alten Schlauchkahn benutzt hatten.

00:05:30: In der dritten Ausgabe nach seinem Verschwinden fand sie ihre Aussage.

00:05:35: Ein Polizist hatte gegenüber der Zeitung erklärt, Helen Foster habe eine fremde Gestalt in der Nähe der Anlagen gesehen.

00:05:42: Sie habe das Gesicht nicht erkennen können.

00:05:44: Man gehe davon aus, dass diese Beobachtung auf schock- und schlechte Sicht zurückzuführen sei.

00:05:49: Hinweise auf eine weitere Person hätten sich nicht ergeben.

00:05:54: Helen ließ den Film stehen und las die Zeilen noch einmal.

00:05:57: Sie erinnerte sich nicht daran mit einem Reporter gesprochen zu haben – vermutlich hatte sie das auch nicht!

00:06:13: Nicht als zusammenhängende Erinnerung, eher als dunkler Körper draußen beim Vor.

00:06:19: Ein Mann hatte sie damals gedacht, obwohl sie sein Gesicht nicht hätte beschreiben können.

00:06:24: Wenn dort jemand gewesen war, konnte er Simon vielleicht erreicht haben?

00:06:28: Sie hatte nie erfahren wer es gewesen war oder ob überhaupt jemand dort gestanden hat.

00:06:33: Als Helen die Bibliothek verließ, nahm sie den Ausdruck des Artikels mit.

00:06:38: Auf dem Weg zurück zum Gästehaus steckte sie ihn mehrmals in ihre Tasche und holte ihn wieder heraus, als wäre es möglich dass zwischen zwei Blicken ein zusätzlicher Satz auftauchte den neunzehntsiebzig niemand bemerkt hatte.

00:06:51: Dorothy ging am Nachmittag zum Strand und redete sich diesmal nicht ein Sie müsse ohnehin dort entlang.

00:06:57: Ihr Weg führte absichtlich hinunter zur Promenade Und als die ankam waren dort mehr Menschen als noch am Wochenende.

00:07:04: Zwei Reporter standen neben einem Lieferwagen und sprachen abwechselnd in eine Kamera Ohne das Dolphi erkennen konnte, weshalb man dafür das Meer im Hintergrund benötigte.

00:07:14: Vielleicht sah eine unverständliche Geschichte spektakulärer aus, wenn hinter dem Sprecher etwas Langweiliges wie purees Wasser

00:07:20: lag.".

00:07:22: Edward war zunächst nirgends zu sehen.

00:07:25: Dafür standen mehrere andere Gestalten über der Bucht – alle dunkel und farblos, manche kaum mehr als eine Verdichtung im Himmel.

00:07:32: Eine Frau befand sich mehrere Meter über die Wasserlinie den Körper beinahe waagerecht.

00:07:37: Weiter rechts hing ein Mann mit angewinkelten Knien zwischen zwei Türmen.

00:07:41: Niemand bewegte sich, jedenfalls nicht so wie lebende Menschen es taten.

00:07:46: Manchmal schien einer Hand oder in Kopf die Position geringfügig zu verändern.

00:07:50: Doch Dorothy konnte nie sicher sagen ob tatsächlich Bewegung stattgefunden hatte oder nur ein anderer Teil der Erscheinung deutlicher geworden war.

00:07:58: Sie wartete fast eine Stunde.

00:08:01: Kurz bevor sie gehen wollte erschien Edward zwischen zwei der äußeren Türme.

00:08:05: Dorothy wusste sofort, dass es eine dritte Version war.

00:08:09: Er war noch jünger als er morgen – vielleicht Anfang dreißig und diesmal kannte sie diesen Mann tatsächlich nur aus Fotografien.

00:08:16: Das Gesicht war schmaler die Haare voller das Hemd anders geschnitten Ein Edward aus einer Zeit in der Dorothy in einem anderen Teil Englands gelebt hatte und keine Ahnung von seiner Existenz gehabt hatte.

00:08:29: Für einen Moment irritierte sie genau das am meisten Nicht der tote Mann, nicht das Meer hinter seinem Körper sondern die Selbstverständlichkeit mit der dort ein Abschnitt seines Lebens auftauchte zu dem sie niemals gehört hatte.

00:08:42: Sie kannte Edwards Kindheit aus Geschichten seine Studienzeit aus Bildern und einige Jahre seiner frühen Arbeit aus den Anekdoten, die er irgendwann erzählt hatte.

00:08:52: Das war etwas anderes als Erinnerung.

00:08:54: Es waren Informationen über einen Menschen den sie später geheiratet hatte.

00:08:58: Nun stand diese frühere Version mehrere Meter über der Nordsee und blickte auf etwas hinunter, das Dorothy nicht sehen konnte.

00:09:06: Sie blieb bis auch dieser Edward verblasste.

00:09:09: Auf dem Heimweg beschloss sie morgen wiederzukommen und ärgerte sich über die Entscheidung lange bevor sie zu Hause angekommen war.

00:09:17: Helen sah das Zimmer am frühen Nachmittag als sie von der Bibliothek zurückkam und den Kopf noch voller alter Zeitungsformulierungen hatte.

00:09:25: Mehrere Menschen vor ihr waren stehen geblieben und zunächst glaubte sie, wieder eine Gestalt über den Häusern zu sehen.

00:09:31: Stattdessen hing über einer schmalen Seitengasse ein Stück Innenraum.

00:09:36: Es begann ungefähr zwei Meter über dem Boden Und verlief schräg durch die Fassade eines Hauses.

00:09:41: Eine helle Decke Die in dem farblosen Dunkel eher grau wirkte Darunter eine längliche Lampe und der obere Teil eines Vorhangs.

00:09:49: Weiter rechts stand einen Metallgestell mit einem Beutel.

00:09:51: daran Vermutlich eine Infusion.

00:09:54: mehr gab es nicht Keine Wand, keinen Boden, keinen Menschen.

00:09:58: Der Rest des Raumes endete einfach dort wo auch die Erscheinung endete.

00:10:03: Eine Frau schob einen Kinderwagen darunter hindurch.

00:10:05: Für einige Sekunden befand sich ihr Kopf scheinbar hinter dem fremden Vorhang Obwohl Helen weiterhin die Konturen der Frau erkennen konnte.

00:10:13: Dann kam sie auf der anderen Seite wieder heraus und blieb stehen um selbst zurückzuschauen.

00:10:18: Helen trat näher.

00:10:20: Durch die Decke des fremten Zimmers sah sie Ziegelsteine und Fenster des Hauses dahinter.

00:10:25: Die Erscheinung war dunkler als die Umgebung, aber nicht schwarz eher wie ein überbelichtetes Schwarz-Weißfoto dessen Schatten falsch herum entwickelt worden waren.

00:10:34: Sie versuchte herauszufinden von wo aus einen Mensch diesen Raum hätte sehen können und merkte erst danach dass sie bereits voraussetzte das überhaupt jemand etwas gesehen hatte.

00:10:45: bislang hatte sie Menschen gesucht.

00:10:47: vielleicht war das schon der erste Fehler gewesen.

00:10:52: Dorothy begegnete Helen vor der Bäckerei.

00:10:54: Sie wusste zunächst nicht, wer die jüngere Frau war.

00:10:57: Nur dass sie einen großen Umschlag unter dem Arm trug und mit der Konzentration eines Menschen aufs Meer blickte, der in den vergangenen Tagen zu wenig geschlafen hatte.

00:11:06: Erst als jemand aus dem Laden Helen beim Namen ansprach erinnerte Dorothy sich an die Fotos aus der Zeitung von damals.

00:11:13: Helen foster?

00:11:15: Helen drehte sich um.

00:11:17: Dorothy stellte sich vor und musste nur den Namen ihres Mannes nennen.

00:11:21: Dr.

00:11:21: Jean sagte Helen natürlich Sie sagte es auf eine Weise, die Dorothy gefiel.

00:11:27: Weil darin keine gespielte Erinnerung lag, Helen wusste noch dass das ihn gegeben hatte.

00:11:31: Mehr nicht!

00:11:33: Sie setzten sich auf einer Bank oberhalb der Promenade.

00:11:37: Helen zeigte Dorothy den Abzug des Mädchens und erklärte in wenigen Setzen weshalb sie glaubte sich selbst darauf zu erkennen.

00:11:44: Dorothy hörte zu ohne nach Simon zu fragen.

00:11:47: Danach erzählte sie von Edward.

00:11:50: Drei mal?

00:11:51: fragte Helen.

00:11:52: Ja Einmal am Samstag und zweimal heute.

00:11:57: Und jedes Mal anders?

00:11:58: Dorothy nickte Nicht völlig anders, er war immer Edward aber nicht derselbe Edward Herr Linzer wieder auf den Abzug in ihrer Hand.

00:12:07: Wie alt?

00:12:09: Samstag vielleicht fünfzig Heute morgen Jünger Vorhin vielleicht dreißig.

00:12:15: Sie kannten ihn da schon?

00:12:17: Nein ich kannte Fotos von ihm.

00:12:19: Dorothy sah hinaus zu den Forst.

00:12:22: Das ist eine ziemlich merkwürdige Art neue Bilder von seinem Mann zu bekommen.

00:12:27: Sie bereutet den Satz nicht, obwohl Helen daraufhin eine Weile schwieg.

00:12:31: Dorothy hatte seit Edwards Tod unzählige alte Fotografien angesehen – auf jeder Weise er genauso alt geblieben wie an dem Tag, an dem jemand den Auslöser gedrückt hat.

00:12:40: Das war schließlich einer der Vorteile von Fotografin und einer ihrer Nachteile.

00:12:44: Jetzt tauchten plötzlich Bilder auf die Dorothy nie besessen hatte und sie wusste nicht einmal ob sich darüber freuen durfte.

00:12:51: Helen steckte ihren Abzug zurück in den Umschlag.

00:12:55: Ich weiß nicht was meines sein soll, dann sind wir schon

00:12:58: zwei.".

00:13:00: Am Dienstag vormittag sah Dorothy Edward erneut diesmal näher als zuvor.

00:13:05: Seine Erscheinung stand nicht draußen bei den Forst sondern am Rand eines kleinen Platzes hinter der Kirche halb in einer Mauer die sichtbar durch seinen Körper verlief.

00:13:17: Die Ärmel waren wieder hochgekrempelt, der Kopf gesenkt und erbeugte sich über jemandem, der nicht Teil der Erscheinung war.

00:13:23: Dorothy blieb einige Meter entfernt stehen – sie kannte diesen Gesichtsausdruck.

00:13:28: Edward hatte so ausgesehen wenn er müde war und trotzdem versuchte, jemandem das Gefühl zu geben dass gerade nichts wichtiger sei als die Erkältung, die Wunde oder das Herz wegen dessen er gerufen worden war.

00:13:40: Dolphy hat ihn oft genug nachts aus dem Haus gehen sehen manchmal im Schlafanzug unter den Mantel Aber diesen Raum kannte sie nicht.

00:13:48: Von dem Menschen zu dem Edward hinunter sah, war nichts zu sehen – vielleicht lag dort einmal ein Bett, vielleicht ein Stuhl, vielleicht überhaupt nichts was Dolphie erraten konnte?

00:13:57: Sie wusste nur das Edward dort gewesen war und sie ihn nicht!

00:14:01: Andere Menschen blieben neben ihr stehen.

00:14:03: Eine Frau machte ein Foto, einen Mann zeigte mit dem Finger auf Edward und sagte irgendetwas zu seiner Begleiterin.

00:14:10: Dorothy spürte einen kurzen, vollkommen unvernünftigen Ärger darüber das Fremde ihren Mann fotografierten.

00:14:16: Dann fiel ihr ein dass sie selbst nicht wusste wem dieser Edward eigentlich gehörte.

00:14:21: Sie gingen erst nachdem die Erscheinung verschwunden war.

00:14:26: Am Dienstag hatte Gravick aufgehört die Bilder ausschließlich am Meer zu suchen.

00:14:31: Man musste inzwischen nur durch den Ort gehen.

00:14:34: Über dem Kai standen zwei Beine in nassen Hosen Die knapp oberhalb der Knie endeten.

00:14:39: An einer Hauswand erschien für mehrere Minuten eine Hand, die sich um einen nicht vorhandenen Kanteschloss.

00:14:44: Vor dem Postamt hing ein Stück Fenster in der Luft dahinter Dunkelheit – obwohl auf der anderen Seite heller Nachmittag war.

00:14:52: Die Menschen machten weiterhin Fotos, doch die Gespräche hatten sich verändert.

00:14:57: Am Wochenende hatte jeder wissen wollen ob überhaupt etwas zu sehen war.

00:15:01: Nun verglichen sie Orte und Zeiten.

00:15:05: Helen verbrachte den Nachmittag zwischen Promenade und Hafen, ohne genau zu wissen, wonach sie suchte.

00:15:10: Sie hatte den Eindruck, dass ihre eigene Erscheinung irgendwann wiederkommen würde – hauptsächlich weil Edward mehrfach erschienen war und Gravick inzwischen genügend Wiederholungen kannte, das selbst unmögliches Gewohnheiten zu entwickeln schien.

00:15:23: Rob traf sie kurz am Hafen und erzählte ihr, dass auch er etwas gesehen habe.

00:15:28: Ging aber nicht ins Detail.

00:15:30: Helen fragte nicht nach... Sie hatte derzeit genug Schwierigkeit mit ihrer eigenen zwölfjährigen Version.

00:15:35: Kurz vor fünf tauchte das Mädchen wieder auf.

00:15:38: Diesmal befand er sich nicht weit draußen bei den Forst, sondern oberhalb des nördlichen Endes der Promenade zwischen einem Dach und dem Meer.

00:15:47: Helen erkannte zuerst den Flicken am Ärmel unter Nacht die Haltung, die auf dem vergrößerten Foto nur schlecht zu sehen war.

00:15:53: Ihr jüngeres Ich kniete nicht wirklich – jedenfalls auf keinem Boden, den Helen sehen konnte!

00:15:59: Ein Bein war angewinkelt und gegen etwas gestützt, dessen der Erscheinung nicht vorhanden war.

00:16:03: Der Oberkörper weit nach vorn gebeugt, der linke Arm verschwand teilweise im Körper, der rechte streckte sich nach unten.

00:16:10: Ellen trat näher an die Mauer der Promenade.

00:16:13: Die Erscheinungen waren vielleicht fünfzig Meter entfernt dunkel-und dünn vor dem grauen Himmel.

00:16:18: Jetzt konnte sie auch sehen wohin das Gesicht gerichtet war Nicht zum Meer, nicht zu den Forst sondern nach unten.

00:16:25: Sie kannte diese Haltung.

00:16:27: Man musste nicht zwölf Jahre alt gewesen sein, um sie zu erkennen.

00:16:31: Das Gewicht nach vorn der ausgestreckte Arm die Hand geöffnet als fehlten nur wenige Zentimeter.

00:16:37: Helen sah unter die Erscheinung.

00:16:39: Dort war nichts außer der Straße, Mauer und dahinter das Wasser der Bucht.

00:16:43: Das Mädchen griff trotzdem weiter nach unten – zu einem Menschen oder einem Gegenstand den das Bild nicht enthielt.

00:16:49: Und diesmal war Helen sicher dass genau das der Grund war weshalb ihr die Haltung so vertraut vorkam.

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