Grimoire #11: Greywick - Teil 3: Der letzte Mensch

Shownotes

🎧 Worum geht’s in dieser Folge?

In Greywick sind die Erscheinungen inzwischen überall. Über den Straßen schweben Fragmente fremder Räume, menschliche Gestalten tauchen in unterschiedlichen Lebensaltern auf, und manchmal scheint dasselbe Gesicht gleich mehrfach vorhanden zu sein. Die Bewohner haben sich beinahe an die seltsamen Bilder gewöhnt, obwohl noch immer niemand weiß, woher sie kommen.

Rob Keane beschäftigt sich mit seiner eigenen Erscheinung und erinnert sich an einen Rettungseinsatz, der viele Jahre zurückliegt. Während Dorothy Shaw ihrem verstorbenen Mann immer wieder begegnet, untersucht Helen Foster weiterhin die Aufnahme ihres zwölfjährigen Ichs. Die Erinnerungen an den Tag, an dem ihr Bruder Simon verschwand, kehren langsam zurück. Doch noch fehlen entscheidende Teile.

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🎙️ Host: Tim

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00:00:05: Rob hatte die alte Rettungsjacke seit Jahren nicht mehr gesehen und war sich am Mittwochmorgen zunächst nicht einmal sicher, ob sie noch irgendwo in seiner Werkstatt lag.

00:00:15: Der hintere Teil des Raumes hat über die Zeit eine Ordnung entwickelt, die hauptsächlich daraus bestand dass Dinge nach ihrer letzten Benutzung übereinander gestapelt wurden und irgendwann den Status einer geologischen Schicht erreichten.

00:00:29: Oben lag, was man gestern gebraucht hatte.

00:00:32: Darunter Zeug aus dem vergangenen Jahr ganz unten Dinge die vermutlich nur deshalb noch existierten bei niemand Lust hatte sie unter zwei Außenbordern drei Kästen mit Leinen und einem kaputten Klappstuhl hervorzuziehen.

00:00:45: Rob fand die Jacke schließlich in einer Kunststoffbox unter der Werkbank zusammengefaltet zwischen alten Handschuhen und ein paar Gummistiefeln deren Sohlen sich bereits vom Rest trennten.

00:00:57: Der Stoff war stumpf geworden und roch nach Keller, Öl und diesem schwer definierbaren Gummigeruch.

00:01:03: An der rechten Schulter verlief der breite Reflexstreifen über den Stoff bisher abrupt an einer ausgefransten Stelle endete.

00:01:11: Genau diese Unterbrechnung hatte Rob draußen über dem Hafen gesehen.

00:01:15: Er legte die Jacke auf die Werkbank und erinnerte sich wieder daran wie der Schaden entstanden war.

00:01:21: Eine scharfe Metallkante hatte den Stoff aufgerissen, nichts Dramatisches.

00:01:25: Nicht einmal während eines besonders merkenswerten Einsatzes.

00:01:28: Jemand hat er anschließend vorgeschlagen die Jacke auszutauschen.

00:01:32: Während Rob der Meinung gewesen war, Klebeband erfülle dieselbe Funktion und sei wesentlich schneller verfügbar.

00:01:38: Irgendwann im darauffolgenden Frühjahr hatte er jedoch eine Neue bekommen.

00:01:43: Damit ließ sich die Erscheinung wenigstens auf einige Monate eingrenzen was Hilfreich klang, bis Rob darüber nachdachte wie viele Einsätze in dieser Zeit stattgefunden hatten.

00:01:54: Und später wirkten Rettungsberichte immer klarer als das woran er sich tatsächlich erinnerte Datum, Uhrzeit, Wetter Position beteiligte Boote.

00:02:04: Ergebnis Im Kopf blieben andere Dinge hängen Die Geruch von Diesel Wasser in den Handschuhen Ein Funkgerät dessen Lautsprecher bei starkem Wind kaum zu verstehen war Jemand, der auf dem Rückweg plötzlich über vollkommen belanglosen Unsenssprach weil alles andere zu persönlich gewesen wäre und ein Mann, der von unten zu Rob hinauf sah.

00:02:27: Der Einsatz war im Januar gewesen.

00:02:29: Ein kleines Motorboot war weiter draußen in Schwierigkeiten geraten.

00:02:33: zwei Männer waren ins Wasser gekommen einer hatte sich am Rumpf festhalten können, der andere war abgetrieben worden.

00:02:40: Rob wusste noch, dass sie ihn zunächst nicht fanden und irgendwann nur eine Hand zwischen den Wellen auftauchte – kurz sichtbar danach wieder verschwunden.

00:02:49: Als Sie ihn erreichen war der Mann doch bei Bewusstsein zumindest genug um den Kopf zu heben.

00:02:54: Rob hatte sich über die Bordwand gebeugt, eine Hand ausgestreckt und irgendetwas gerufen wahrscheinlich einer jener Anweisungen, die in solchen Momenten sinnvoll klang.

00:03:03: Gib mir die Hand halt fest nochmal!

00:03:06: Vielleicht etwas davon?

00:03:08: Sicher war Rob nur beim Blick.

00:03:11: Der Mann lag unterhalb des Bootes, das Gesicht knapp über dem Wasser und sah direkt zu ihm hinauf.

00:03:16: Doch während sie versuchten ihn über die Bordwand zu bekommen, verlor er das Bewusstsein.

00:03:20: Sie zogen ihnen an Bord und versuchte ihn wiederzubeleben – doch er kam nicht mehr zu sich.

00:03:26: Rob stand lange vor der Werkbank und betrachtete die alte Jacke.

00:03:31: Am Samstag hatte seine Erscheinung genau dieser Haltung gezeigt.

00:03:35: Oberkörper nach vorn Schultern gespannt, Kopf nach unten geneigt.

00:03:39: Bis dahin hatte er vor allem sich selbst darin gesehen – einen Jüngerin Rob Keane der aus irgendeinem Grund über Gravick auftauchte, obwohl die gegenwärtige Ausgabe des selben Mannes ein paar Hundert Meter entfernt in einer Werkstatt stand und Kailremen wechselte.

00:03:55: Jetzt dringte sich erst mal seine andere Möglichkeit auf.

00:03:59: Vielleicht war an der Erscheinung gar nicht entscheidend das sie Rob zeigte.

00:04:03: Vielleicht war es wichtig, von wo aus sie ihn zeigte.

00:04:07: Helen war auf dem Weg zum Hafen als eine Menschentraube die Hauptstraße blockierte.

00:04:13: Inzwischen reichte Essen Gravick aus wenn irgendwo drei Leute gleichzeitig nach oben sahen damit innerhalb weniger Minuten zwanzig weitere Menschen stehen blieben und ebenfalls etwas erwarteten.

00:04:25: Diesmal gab es tatsächlich etwas zu sehen.

00:04:27: Über der Kreuzung hingen die Erscheinungen eines Mannes größer und deutlicher als die meisten Bilder der vergangenen Tage.

00:04:34: Und Helen brauchte einige Sekunden bevor sie verstand, weshalb sein Gesicht so falsch wirkte.

00:04:40: Es war nicht verformt – es war mehrfach vorhanden!

00:04:43: Zwei Augen saßen dort wo Augen sitzen sollten ein weiteres Paar leicht nach links und oben versetzt.

00:04:49: darunter lag ein halbes Auge über der Wange.

00:04:52: Die Nase wiederholte sich ebenso der Mund, die Schultern und Teile der Hände.

00:04:57: Es sah zunächst aus wie ein misgebildeter Mensch, bis Helen länger hinsah und bemerkte dass jede einzelne Abweichung für sich vollkommen normal war.

00:05:06: Mehrere fast identische Ansichten lagen übereinander und passten nur nicht exakt zusammen.

00:05:11: Jemand neben ihr meinte der Mann müsse sich während der Aufnahme bewegt haben obwohl es keine Aufnahme gab und die Gestalt selbst vollkommen still stand.

00:05:21: Helen dachte an Dorothy und die unterschiedlichen Edwards, die in den vergangenen Tagen nacheinander aufgetaucht waren.

00:05:27: Dort hatte derselbe Mensch verschiedene Lebensalter getragen – hier schien er gleichzeitig mehrfach vorhanden zu sein als hätte man mehrere Fotografien des selben Augenblicks leicht gegeneinander verschoben.

00:05:39: Während der Erscheinung dünner wurde, verschwanden die äußeren Konturen nicht gleichmäßig.

00:05:45: Erst löste sich eine Hand auf, dann eines der zusätzlichen Augenpaare.

00:05:49: Schließlich blieb für wenige Sekunden ein einzelnes normales Gesicht zurück.

00:05:54: Perlen kannte den Mann nicht, niemand in ihrer Nähe rief einen Namen und vielleicht war das sogar angenehmer.

00:05:59: Nicht jedes Bild musste sofort zu jemandem des Vergangenheit gehören.

00:06:04: Als die Erscheinung verschwunden war, kuppte sich ein Lieferwagen durch die wartenden Leute, jemand trug Einkaufstüten nach Hause und vor der Bäckerei wurde eine Lieferung angenommen.

00:06:14: Helen dachte noch einmal an Dorothy und Edward.

00:06:17: Mehrere Versionen desselben Menschen konnten offenbar nacheinander oder gleichzeitig erscheinen, das erklärte nichts.

00:06:26: Dorothy hatte mittlerweile gelernt dass Gravick besonders zuverlässig neue Erscheinungen produzierte wenn sie eigentlich etwas anderes zu tun hat.

00:06:35: Am Mittwochmittag stand Edward gleich zweimal auf dem Weg zwischen Apotheke und Zuhause.

00:06:40: Die erste Version befand sich über dem kleinen Parkplatz hinter der Kirche und zeigte ihn ungefähr so, wie Dorothy ihn aus ihren Dreißigern kannte.

00:06:48: Er trug ein Hellesamt die Ärmel geschlossen und sah geradeaus – vielleicht auf jemanden, vielleicht auf eine Wand, vielleicht etwas das nicht mit erschienen war.

00:06:57: Dorothy blieb kurz stehen, betrachtete ihn und ging weiter.

00:07:02: Die zweite Version erschien wenige Minuten später über einem Vorgarten.

00:07:06: Dieser AdWord war älter Beinahe in dem Alter, indem er gestorben war.

00:07:10: Allerdings nur von der Brust aufwärts sichtbar.

00:07:13: Dorothy verlangsamte den Schritt, blieb diesmal aber nicht stehen und bemerkte erst an der nächsten Ecke das sie sich nicht einmal umgedreht hatte.

00:07:21: Noch zwei Tage zuvor wäre sie zurückgelaufen, hätte gewartet bis die Erscheinung verschwunden war und anschließend versucht jedes Detail im Kopf festzuhalten.

00:07:31: Jetzt wusste sie bereits dass morgen ein anderer Edward kommen konnte.

00:07:35: Jünger, älter müde konzentriert oder in einem Mantel den Dorothy längst vergessen hatte.

00:07:41: Es hatte zunächst etwas Tröstliches gehabt, das nach seinem Tod noch neue Bilder vor ihm auftauchten.

00:07:47: Nach und nach fühlten sie sich weniger neu an – nicht weil Dorothy sich an sie gewöhnte sondern weil ihr auffiel, dass diese Bilder nie für Sie entstanden waren!

00:07:57: Sie kannte den Mann darin.

00:07:59: die Augen, die ihn gesehen hatten, kannte sie nicht.

00:08:02: Diese Erkenntnis machte die Erscheinungen nicht wertlos.

00:08:06: Sie machte sie nur weniger zu ihrem Besitz.

00:08:09: Dorothy druck ihre Medikamente nach Hause und dachte, dass vierzig gemeinsame Jahre vermutlich genug Material enthielten ohne das sie jedes fremde Bild ebenfalls einsammeln musste.

00:08:20: Ganz sicher war sie sich dabei nicht aber sie hatte an diesem Nachmittag einen Edward zurückgelassen ohne sich danach schlechter zu fühlen – für den Moment reichte es.

00:08:31: Rob kam am frühen Nachmittagen ins Gästehaus und brachte ein altes Foto mit.

00:08:35: Darauf stand er neben drei anderen Männern vor einem Rettungsboot, jünger, schmaler im Gesicht und in derselben Jacke die Helen aus der Erscheinung inzwischen kannte.

00:08:44: Er legte das Bild auf den kleinen Tüch in Helens Zimmer und zeigte auf die beschädigte Stelle im Reflexstreifen.

00:08:50: Sie war selbst auf dem Königenfoto deutlich genug zu erkennen.

00:08:54: Rob erklärte ihr dass der Schaden nur einige Monate existiert hatte bevor die Jacke ersetzt worden war und erzählte danach von dem Einsatz im Januar.

00:09:02: Helen unterbrach ihn kaum.

00:09:04: Sie wollte wissen, wie der Mann im Wasser gelegen hatte – wo Rob gewesen war und in welche Richtung er geblickt hatte.

00:09:11: «Unter mir« sagte Rob und drehte das Foto ein wenig als könnte sich die Perspektive dadurch von selbst erklären.

00:09:18: Ich hing über den Boardwand, er hat zu mir hoch gesehen.

00:09:20: Er dann legte den Abzug ihrer eigenen Erscheinung daneben.

00:09:24: Darauf beugte sie ihr zwölfjähriges Ich nach unten einen Bein angewinkelt, der am Aus gestreckt.

00:09:29: Seit Dienstag wusste sie dass die Haltung kein zuverläger Teil des Bildes.

00:09:34: Nun sah sie zum ersten Mal etwas anderes darin als ihre eigene Bewegung.

00:09:38: Und die Erscheinung von ihnen sieht ungefähr so aus, wie er sie gesehen

00:09:42: hätte.".

00:09:43: Rob nickte ohne sofort zu antworten.

00:09:47: Zumindest passt der Winkel unter das Kinn und die Jacke von unten.

00:09:51: So hatte mich sonst kaum jemand angesehen.

00:09:53: Helen betrachtete beide Bildern nebeneinander aber sie sind nicht gestorben!

00:09:59: Was wäre mir aufgefallen?

00:10:01: Rob zog seinen Foto näher zu sich.

00:10:03: Vielleicht geht es gar nicht darum, wer da zu sehen ist", sagte er.

00:10:08: Vielleicht ist das einfach das Letzte was jemand vor sich hatte?

00:10:12: Helen dachte an das halbe Krankenzimmer über der Gasse und an das Stück Meer mit falschem Horizont.

00:10:17: Gerade weil die Erklärung passte gefiel sie ihr nicht.

00:10:21: Rob betrachtete Helens Kinderbild länger und deutete schließlich auf den ausgestreckten Arm.

00:10:26: Wenn das dasselbe ist müsste derjenige hier unten gewesen sein.

00:10:31: Helen hatte den Satz erwartet und spürte trotzdem, wie sich etwas in ihr dagegen stellte.

00:10:36: Nicht weil er unlogisch war sondern weil der eine Erinnerung berührte die bislang nur aus einzelnen Gegenstanden bestanden hat.

00:10:43: Rostiges Metall, eine Kante, Wind, Simons Stimme irgendwo hinter ihr.

00:10:49: Danach ein Geräusch kurz und hart, Metall auf Metall gefolgt von einem Moment den sie nie sauber in eine Reihenfolge bekommen hatte.

00:10:57: Sie nahm den Abzug zurück und steckte ihn in den Umschlag.

00:11:00: Ich muss

00:11:01: raus.".

00:11:02: Rob fragte nicht, ob alles in Ordnung sei.

00:11:05: Wahrscheinlich wusste er, dass das gerade eine ziemlich sinnlose Frage gewesen wäre.

00:11:11: Am Nachmittag war Gravix so voll, dass Helen stellenweise Schwierigkeiten hatte, reale Menschen und Erscheinungen auf den ersten Blick auseinanderzuhalten – nicht weil die dunklen Bilder besonders lebendig wirkten sondern weil inzwischen zu viele Ebenen gleichzeitig vorhanden waren.

00:11:25: Über einer Hausfassade lag ein schräges Fenster hinter dem sich ein Raum befand, der mit dem Gebäude nichts zu tun hatte.

00:11:32: Zwei Beine standen auch für das ersten Stocks während der dazugehörige Oberkörper fehlte.

00:11:37: Ein Frauenkopf hing seitlich über einer Telefonzelle wenige Meter weiter, schnitt einen dunkler Deckenwinkel durch die Makise eines Geschäftes.

00:11:45: Dazwischen bewegten sich Reporter, Schaulustige und Bewohner, die weiterhin zur Arbeit gingen einkauften oder versuchten mit einem Auto durch Straßen zu kommen deren interessanteste Stellen inzwischen ständig von Menschen blockiert wurden.

00:11:58: Ein Mann kam hellend entgegen und verschwand für einige Sekunden hinter einer fremden Wand.

00:12:03: Sie konnte seinen Körper weiterhin durch die Erscheinung erkennen, dunkler und etwas verzehrt bis er auf der anderen Seite wieder vollständig sichtbar wurde.

00:12:10: Er reagierte kaum darauf.

00:12:13: Helden blieb stehen und sah ihm nach.

00:12:15: Noch am Wochenende hätte vermutlich jeder in der Straße geschrien fotografiert oder die Polizei gerufen.

00:12:21: Jetzt schob eine Frau in den Kinderwagen unter einem schrägen Stück Zimmerdecke hindurch und beschwerte sich darüber, dass niemand mehr vernünftig parken könne.

00:12:29: Vielleicht funktionierte Gewöhnung nicht dadurch das etwas weniger seltsam wurde?

00:12:33: Vielleicht wurde nur der Rest des Tages wieder wichtiger?

00:12:37: Helen ging weiter zum Hafen und dachte dabei an Rob's Mann im Wasser.

00:12:41: Sie wusste wer in neunzehnt siebzig mit ihr bei den Force gewesen war.

00:12:45: trotzdem weigerte sie sich noch den Gedanken zu Ende zu bringen.

00:12:49: Es gab einen Unterschied zwischen einer Möglichkeit und einer Erinnerung, und Helen hatte sechsundzwanzig Jahre lang gelernt wie gefährlich es war den einen Zustand mit dem anderen zu verwechseln.

00:13:00: Rob sah seine Erscheinungen kurz vor Sonnenuntergang noch einmal.

00:13:03: Die stand außerhalb des Hafens über dem dunkel werdenden Wasser und diesmal blieb Rob auf dem Kai stehen statt in die Werkstatt zurückzugehen.

00:13:12: Der jüngere Mann beugte sich wieder nach vorne, dieselbe beschädigte Jacke das selbe Gesicht, dass Rob aus einer Position zeigte die Beinahe auf Höhe seiner Brust begann.

00:13:20: Hinter der transparenten Gestalt waren Masten, Dächer und ein Stück Himmel zu sehen.

00:13:26: Rob versuchte nicht mehr sich selbst daran zu erinnern.

00:13:28: Er stellte sich den Mann im Januar vor Das Wasser knapp unter dessen Mund Die Bordwand über ihm und darüber diesen Kopf.

00:13:36: Jahre lang hatte Rob den Einsatz aus seiner eigenen Richtung erinnert.

00:13:39: Sie hatten gesucht, sie hatten ihn gefunden.

00:13:42: Sie hatten ihn erreicht!

00:13:43: Sie hatten ihm an Bord gezogen und versucht, ihn wieder zu

00:13:45: beleben.".

00:13:46: Das war nicht falsch – es war nur eine Geschichte in der Robb und die anderen handelten während der Mann im Wasser hauptsächlich das Zentrum ihrer Handlungen gewesen war.

00:13:55: Die Erscheinung drehte diese Erinnerungen für einen Moment um.

00:13:59: mehr bekam Robb von ihr nicht.

00:14:01: Sie sagte ihm weder ob der Mann in seinem Gesicht Hilfe gesehen hatte oder Angst noch ob er überhaupt noch verstand dass Robb nach dem Griff.

00:14:09: Als die Erscheinung verschwunden war, ging er zurück in die Werkstatt.

00:14:13: Die Jacke lag noch auf der Werkbank.

00:14:15: Erfaltete sie zusammen, legte sie zurück in Kunststoffbox und schob diese wieder unter den Tüch.

00:14:21: Vielleicht würde er sie irgendwann wegwerfen – heute nicht.

00:14:26: Kallen saß am Abend im Gästehaus am Fenster.

00:14:29: Die Lichter von Greywick lagen unterhalb des Hügels, dahinter war das Meer nur als dunkle Fläche zu erkennen.

00:14:36: Gelegentlich erschien draußen eine schwache Gestalt, hielt einige Sekunden und verschwand wieder.

00:14:41: Aber Helen sah nicht mehr jedes Mal hin.

00:14:43: Auf dem Bett lag der Abzug ihre zwölfjährigen Version, daneben die Kopie des alten Zeitungsartikels von neunzehnthundertsiebzig.

00:14:50: Sie las noch einmal den Satz über die Fremde gestalt bei den Anlagen.

00:14:53: Damals hatte niemand herausfinden können wen sie gesehen hatte.

00:14:57: Lange hatte Helen gehofft, der Mann könnte Simon aus dem Wasser geholt und mitgenommen haben.

00:15:03: Auf Dem Abzug daneben war dagegen ihre eigene Jacke zu erkennen – ihr ausgestreckter Arm.

00:15:08: Sie ließ beide Blätter auf dem Bett liegen.

00:15:10: Helen erinnerte sich an den Steg.

00:15:12: Nicht vollständig, nicht als Szene nur an das Metall unter ihren Knien und daran dass Simon irgendwann nicht mehr neben ihr gewesen war.

00:15:21: sie legte die Hand auf dem Abzug und deckte damit ihr eigenes Gesicht ab.

00:15:26: der ausgestreckte Arm blieb sichtbar.

00:15:29: Sechsundzwanzig Jahre hatte sie mit Möglichkeiten gelebt.

00:15:32: eine Nacht mehr würde sie aushalten.

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